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Bombenattentate Tote und Verletzte bei drei Anschlägen in Kabul

Mindestens fünf Menschen sollen bei den Explosionen ums Leben gekommen sein. In Afghanistan kam es zuletzt wieder vermehrt zu Bombenanschlägen, gezielten Tötungen und Gefechten.
20.02.2021 - 12:41 Uhr Kommentieren
Haftbomben haben die Explosionen ausgelöst – auch ein Zivilist wurde dabei getötet. Quelle: AP
Afghan security personnel remove a damaged vehicle from the site of a bomb attack in Kabul, Afghanistan, Saturday, Feb. 20, 2021. Three separate explosions in the capital Kabul on Saturday killed and wounded multiple people, an Afghan official said. (AP Photo)

Haftbomben haben die Explosionen ausgelöst – auch ein Zivilist wurde dabei getötet.

(Foto: AP)

Kabul Bei drei Bombenanschlägen in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Samstag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden nach Polizeiangaben verletzt. Die ersten beiden Explosionen hätten sich im Abstand von 15 Minuten ereignet, sagte Polizeisprecher Ferdaus Faramars.

Die dritte folgte zwei Stunden später und habe einem Polizeifahrzeug gegolten. Alle Anschläge wurden mit sogenannten Haftbomben verübt, die an Fahrzeugen befestigt werden und aus der Ferne oder per Zeitschaltuhr gezündet werden können.

Der erste Anschlag traf ein Zivilfahrzeug, beide Insassen wurden verletzt. Bei der zweiten Explosion wurde ein Auto getroffen, in dem Soldaten unterwegs waren. Zwei von ihnen und ein ziviler Passant wurden getötet. Bei der dritten Detonation wurden zwei Polizisten getötet. Zur Urheberschaft der Anschläge bekannte sich zunächst niemand.

In Afghanistan kam es zuletzt wieder vermehrt zu Bombenanschlägen, gezielten Tötungen und Gefechten. Friedensverhandlungen zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung in Katar stocken seit längerer Zeit.

USA prüfen Truppenrückzug

Zu einigen der Anschläge hat sich der örtliche Ableger der Terrorgruppe Islamischer Staat bekannt, für andere macht die Regierung die Taliban verantwortlich. Diese haben die Urheberschaft für die meisten der Anschlage bestritten.

Die neue US-Regierung überprüft aktuell das im Februar vergangenen Jahres unterzeichnete Friedensabkommen zwischen den USA und den Taliban. Ein wichtiger Teil des Abkommens war die Zusage Washingtons, bis zum 1. Mai alle ausländischen Truppen aus Afghanistan abzuziehen.

Angesichts der stockenden Gespräche zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung bringt sich Russland verstärkt als Vermittler ins Spiel. Am Freitag traf Samir Kabulow, russischer Sondergesandter für Afghanistan, in Islamabad unter anderem mit dem pakistanischen Außenminister Shah Mehmood Qureshi zusammen.

Pakistan gilt im Hinblick auf seinen großen Einfluss auf die Taliban als wichtiger Akteur in dem Konflikt. Der Kommandeur des US Central Command, General Kenneth McKenzie, hielt sich zu einem Gespräch mit dem pakistanischen Heereschef über Afghanistan ebenfalls im Land auf.

Mehr: Nato verlängert Einsatz in Afghanistan

  • ap
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