Brasilien und seine Proteste Das gespaltene Land

Korruption, Ungleichheit, explodierende Preise: Millionen Brasilianer sind unzufrieden wegen der Zustände in ihrem Land. Zwar haben sich die Protestler beruhigt, aber niemand weiß, wie lange noch. Ein Stimmungsbericht.
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Hunderttausende trieb die Ungleichheit auf die Straße. Quelle: dpa

Hunderttausende trieb die Ungleichheit auf die Straße.

(Foto: dpa)

Rio de JaneiroBernardo Morares sucht nach Antworten. „Ich habe keine“, sagt er, hebt die Arme und lacht kopfschüttelnd auf. Er versteht selbst nicht, was in seiner Heimat gerade passiert, wie die Protestwelle in den vergangenen Wochen so anschwellen und das ganze Land erfassen konnte. Warum gerade jetzt und warum gerade die Erhöhung der Bustickets um umgerechnet sieben Cent der letzte Funke war, der den brasilianischen Flächenbrand auslöste - Bernardo weiß es nicht. Klar ist: Diese Welle riss auch ihn mit, einen besonnenen, ernst dreinblickenden 19-Jährigen mit Bart, warmen, braunen Augen und auffälligen weißen Ohrsteckern, der in Rio de Janeiro Geschichte studiert.

Millionenfach machten die Menschen in den vergangenen Wochen in den Metropolen Sao Paulo, Salvador, Brasilia und eben auch in Rio de Janeiro ihrem Unmut Luft. Es blieb nicht bei Kritik an den Buspreisen: Korruption in der Politik, der Verwaltung, die massiven Ausgaben für die Fußball-WM, schlechte Infrastruktur, zu wenig Ärzte und Lehrer. Der Staatsapparat reagierte überfordert: Mit Gummigeschossen und Tränengas ging die Polizei gegen die Demonstranten vor.

Unverhältnismäßig finden das viele Brasilianer. Im Nachgang sieht auch die Polizei keine Fehler am harschen Vorgehen: Die Polizisten hätten lediglich ihre „konstitutionellen Pflichten erfüllt, um die Sicherheit zu gewährleisten“, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage von Handelsblatt Online.

Brasilien erlebte, wie schnell eine solche Bewegung aus dem Ruder laufen kann, wie einige wenige Randalierer zur Ursache dafür werden können, dass viele friedliche Demonstranten zu Zielen von Tränengas werden. Viele friedliche Demonstranten hatten versucht, die Randalierer in ihren Reihen zum Ende der Gewalt zu bewegen. Mittlerweile hat Präsidentin Dilma Rousseff dem Druck etwas nachgegeben.

Sie hat unter anderem angekündigt, über wichtige Fragen künftig das Volk mit abstimmen zu lassen. Korruption soll künftig als schweres Verbrechen eingestuft werden. Die Busticketpreiserhöhung wurde zurückgenommen. „Aber jetzt verspricht sie den Busunternehmen dafür Ausgleichszahlungen vom Staat“, sagt Bernardo. So bezahlten die Menschen am Ende die Erhöhung doch – nur über Steuern.

Bernardo Morares engagiert sich schon lange für soziale Gerechtigkeit und Wandel in seinem Land. Foto: Désirée Linde

Bernardo Morares engagiert sich schon lange für soziale Gerechtigkeit und Wandel in seinem Land.

Foto: Désirée Linde

Bernardo war einer der Millionen Protestierenden. „Die Wucht war stärker als wir das jemals hätten erahnen können“, sagt er. Während er spricht, fließen die Worte immer schneller. Er ist noch immer begeistert von der Bewegung, dessen Teil er so unerwartet wurde. Dabei hätte vielleicht gerade er damit rechnen können. Seit 2011 ruft er mit anderen Studenten zu Demonstrationen auf. Immer wieder gehen sie gegen die Missstände Brasiliens auf die Straße, auch damals schon gegen die Erhöhung der Busfahrpreise.

Doch sie blieben dabei weitgehend unbeachtet von Medien, Politik und Masse der Cariocas, der Einwohner Rios. Bei ihren Organisationstreffen kamen damals 30 bis 40 Leute. Wenn es ein guter Tag war. Mit dem 20. Juni, dem Tag der bislang massivsten Proteste, die Brasilien jemals erlebt hat, wurde das anders. Heute reichen die alten Räume für ihre Treffen an der Uni nicht mehr aus: 2000 seien zuletzt gekommen, sagt Bernardo. Bei den Protestmärschen liefen früher nicht mehr nur 200 Leute mit. Am 20. Juni waren es allein in Rio 300.000. Brasilien zeigt der Welt ein neues Gesicht.

Es ist, als wolle Rio sagen: „Ich kann auch anders“

Auch Rio trägt an diesem Abend Anfang Juli seine andere Seite zur Schau. Die Cidade Maravilhosa, die Wunderbare Stadt, die so sehr von ihrem Antlitz bei Sonnenschein lebt, ist wolkenverhangen. Die touristischen Aushängeschilder Zuckerhut und Christusstatue stecken im tiefhängendem Grau fest.

Durchtrainierte Fußballer und Strandschönheiten im knappen Bikini sucht man an den leergefegten Sandstreifen der sagenumwobenen Küstenstreifen Ipanema und Copacabana vergebens. Selbst die Zahl der Großstadtsportler entlang der parallel laufenden sechsspurigen Straße ist verschwindend gering. Es ist, als wolle Rio sagen: „Ich kann auch anders.“

In dieser rauen Kulisse sucht Bernardo nach Worten für das neue Brasilien. Dem Land, das zwar schöne Männer und noch schönere Frauen hat, aber gleichzeitig so viele Fettleibige, dass sie in den Bussen gleichgestellt werden mit Schwangeren, Älteren und Menschen mit Behinderungen, für die ein Sitz freizumachen ist. Das zwar einen Mindestlohn hat, der mit umgerechnet 230 Euro und Lebenshaltungskosten vergleichbar mit denen in Europa aber so niedrig ist, dass schon ein Viertel fürs Busfahren draufgeht.

Ein Land, in dem sich das Pro-Kopf-Einkommen in den vergangenen zehn Jahren zwar vervierfacht hat, es aber an Krankenhäusern, Schulen und Ärzten fehlt. Ein Land, in dem gegen ein Drittel seiner Abgeordneten im Parlament, dem Congresso, Verfahren laufen oder bereits Schuldsprüche gesprochen wurden – wegen Vergehen, die von Sklaverei bis Veruntreuung reichen.

Bernardo lief bei den Demonstrationen an der Seite von Lehrern, Studenten und Arbeitern. Sie alle hätten für oder gegen etwas protestiert – für mehr Rechte für Schwule, gegen die Korruption, gegen die soziale Ungleichheit. Eine gemeinsame Linie hat die Bewegung nicht. Sie hat keinen Kopf, keine gemeinsam von allen getragenen und fixierten Ziele, keine Partei, die sich an die Spitze zu stellen vermag. Organisiert wird alles über Twitter und Facebook. „Wir sind endlich politisch geworden“, sagt Bernardo.

Wie recht er hat, lässt sich am brasilianischen Fußball ablesen: Während des Confed Cups – oder wie Bernardo ihn und seine Freunde ihn nur noch nennen, der Demonstrations Cup – waren Neymars Tore nur Nebensache. Was die Leute interessierte, waren die Proteste. Als Weltfußballer Pele sich äußerte, die Leute sollten lieber „Fußball schauen, anstatt so viel zu demonstrieren“ und die Proteste vergessen, brach via Facebook ein massiver Shitstorm über ihn herein. Ähnlich erging es Ronaldinho.

Jungstar Neymar war klüger. Er „unterstütze friedliche Demonstrationen“, sagte er. In den Souvenirläden Rios sind es seine Trikots, die verkauft werden. Nach Ronaldinhos Nummer 20 muss man lange suchen, auch Kakás Name ist auf den gelb-grünen Shirts deutlich seltener zu finden.

„Wir müssen den Protest weiterführen“

Bernardo ist Fußballfan. Daran will er keinen Zweifel lassen. Klar schaut er gern die Spiele und jubelt für die Seleção. Aber er würde den Preis bezahlen, die WM nicht im eigenen Land zu haben. Dass die WM aber noch abgesagt wird, daran glauben er und die die meisten anderen hier nicht. Denn das Geld, die immer wieder nach oben korrigierte Summe von 13 Milliarden Euro, ist bereits zum Großteil ausgegeben. Sie steckt auch im Maracanã, in Brasiliens größtem Stadion.

Das war immer Symbol für das Zusammenwachsen von Arm und Reich. Bernardo hat dort, wo das Stadion steht und die reiche Süd- und die arme Nordzone Rios aneinandergrenzen, die ersten Jahre seines Lebens verbracht. Er war privilegiert und ist es heute noch. Seine Eltern, beide Ärzte und politisch interessiert, ließen ihn und seine Schwester mit allem dort in Berührung kommen. Er kickte mit den Kindern aus den Armenvierteln, den Favelas, genauso wie mit den Sprösslingen von Universitätsprofessoren.

Karten für die WM kann sich sowieso kaum ein Einheimischer leisten. Für Bernardo und viele andere Cariocas ist das Maracanã ohnehin nicht mehr das, was es einmal war. Es ist nicht mehr öffentlich. Das Stadion, einst in öffentlicher Hand, wird nun verwaltet vom reichsten Mann Brasiliens, Eike Batista, dem deutsch-brasilianischen Magnaten und Eigentümer und Präsident der brasilianischen Holding EBX Group. „Das Volk zahlt über Steuern die Miete und dann noch die Eintrittskarten“, sagt Bernardo.

Auf den Transparenten der Demonstranten, die er wie viele andere durch Rios Straßen trugen, war auch der Spruch „O Maracanã e Nosso“ („Das Maracanã gehört uns“) zu lesen. Er zeigt auch die Angst der Brasilianer, dass sich die Bauunternehmer, Politiker und Fußballfunktionäre den Pfründe des Booms untereinander aufteilen, dass die Zahl der „gated communities“, der Bezirke und Straßenzüge mit privaten Sicherheitspersonal und Hausbediensteten, weiter steigt und dass sich die Reichen ein eigenes Brasilien bauen mit privaten Schulen, Krankenhäusern und Universitäten.

Brasiliens Mittelschicht fürchtet die voranschreitende Spaltung – und ist doch auch selbst gespalten. Die einen klagen in ihren Mittelklassewagen bereits lauthals über die Staus, die entstehen, weil Straßen wegen der Demonstrationen gesperrt sind. Andere empören sich über deren Empörung. Die Cariocas, wie sich die Einwohner Rios stolz nennen, feiern den Sieg beim Confed Cup und geißeln doch die hohen Kosten für die WM. Halbwüchsige lassen sich weiter vor der WM-Uhr am Strand der Copacabana fotografieren. In einer Steele, entworfen von Oscar Niemeyer, zählt sie die Tage, Stunden und Minuten hinunter bis zum Anstoß im eigenen Land. 342 Tage sind es noch, 20 Stunden, 13 Minuten, voller Fußballvorfreude oder voller Proteste? Brasilien will beides.

„Wir müssen den Protest weiterführen“, sagt Bernardo. Wie, das weiß er noch nicht. Von dem jungen Mann, der so mitten drin ist in der Bewegung und doch genauso ratlos wie alle anderen, der zu wissen glaubt, was falsch läuft in seinem Land, zeigt in diesem Moment ein wenig Unsicherheit.

Doch Revolutionen lassen sich eben nicht planen. Mittlerweile demonstrieren bei den Protestmärschen im Zentrum und gar den Favelas wieder weniger. In der Weltpresse dominieren Istanbul und der Militärputsch in Kairo. Am 22. Juli kommt der Papst zum Start des Weltjugendtags (23. bis 28. Juli) nach Rio. Eine neue Chance für Bernardo und Millionen Brasilianer.

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21 Kommentare zu "Brasilien und seine Proteste: Das gespaltene Land"

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  • @keine ahnung

    Sie treffen voll ihren nickname.

    Keine Ahnung, aber immer eine feist-fette-dümmliche Anmerkung.
    Den Michels fällt zu Brasilien nichts ein, sie stehen unstrittig ihren gewählten , gehuldigten Politikchargen in nichts nach.

    Betrachtet ein unbedarfter Mitleser hiesiges weltpolitisches Verständnis, erkennt er muehelos Mittleren US Westen" sowie germanisch-geadelten McFress.

  • http://central.banktunnel.eu/20130707-1918-ecbint-pROOF-OF-LIFE.jpg

  • Korruption, Ungleichheit, explodierende Preise.
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    Da kann doch Deutschland locker mithalten.

  • ich kenne zur zeit nur ein gespaltenes land: deutschland. während ein paar tausend politiker beamte und anhang das volk ausplündern, bekommen 20% des landes (moslems) wesentlich merh rechte und straffreiheit als das eigene volk. PS: und demos würden brutal niedergeschlagen. es sei denn, moslems demonstrieren.

  • "Sie fühlen sich für seltsame Dinge verantwortlich und benutzen Wörter, die man in den USA verwendet. "

    Hm, irgendwie verstehe ich Sie da jetzt auch nicht.
    Natürlich fühle ich mich dafür verantwortlich das in meinem Land so etwas wie Akten schreddern nach 10 Jahren (angeblich) vergeblicher Mördersuche möglich ist.
    Ich fühle mich auch dafür verantwortlich darauf hinzuweisen, darüber zu schreiben, auf diese nicht nur sehr merkwürdigen Vorgänge immer wieder hinzuweisen, eben weil ich mich dafür verantwortlich fühle.

    Ich finde es immer wieder erstaunlich wie Menschen sich ihre Bilder zurecht legen, wenn es um das eigene nationale Selbstverständnis geht.
    Ich würde mich auch viel lieber nur dafür verantwortlich fühlen wie sozial, frei, kreativ und aufgeschlossen Deutschland ist (was es in Teilen auch ist, und darauf bin ich ja auch stolz). Wie man in Deutschland ein selbst bestimmtes Leben führen kann, ohne auf der Straße angepöpelt oder gar umgebracht zu werden weil man nicht der preußischen Norm entspricht.
    Man kann sich doch nicht als Einzelner solchen Vorgängen entziehen in dem einfach darüber schweigt, und sich das von anderen Ländern vorhalten lassen muß.
    Warum konnte sowas passieren? Die Deutschen sind offensichtlich auch hier Weltmeister im verdrängen, und nicht in der Lage ihre nationale Identität auf- und zu erarbeiten. Sie schauen dann mal lieber was woanders nicht klappt und zeigen mit dem Finger drauf, den sie eigentlich in die eigene Wunde legen sollten.

  • "Ihre Zukunfstdiskussionen torkeln versehentlich im brasiliansichen Mato Grosso rum. "

    Ja, stimmt schon.
    Aber ich habe auf eine quasi allgemein gestellte Frage bezogen auf Deutschland geantwortet, die in Zusammenhang mit Protesten (andere nennen das Krawalle) geantwortet.

    @pool
    Natürlich nenne ich solche Vorgänge in Zusammenhang mit Administration, sprich Verwaltung. Insbesondere mit den Folgen daraus. Oder was ist eine Terrordatei?



  • @ netshadow und Co.

    Ihre Zukunfstdiskussionen torkeln versehentlich im brasiliansichen Mato Grosso rum.

    Beschäftigen sie sich doch mal näher mit der Wirtschaftskraft alleine Bundesstaat Sao Paulo, brasilianischen Perspektiven insgesamt und setzen Sie diese mit einem stotternden Bemuehen/Desinteresse deutscher Troll-Wirtschaftspolitik in der Region in Beziehung ( vergangene Dekaden ).

    Schon kommt ein sauberer, kein volldeppiger Input. Brasilien verdient unkontrolliertes Geschmarri nicht.

  • @netshadow

    Mit einem Mausklick kann ein 20jähriger Fondsmanager ein Unternehmen in die Pleite schicken und Tausende arbeitslos machen.

    Sie scheinen von Geld wirklich nicht viel zu verstehen.

    Und der erste Satz, wenn die "Administration", mit der Sie sicher Innenministerium und/oder Verfassungschutz meinen, einen Zusammenhang zwischen radikalen Gruppen und den Morden zugegeben hätte, hätte es quasi zugegeben, selber eine radikale Gruppe zu sein. nachdem dann heraus kam, dass die "Administration" diejenige radaikale Gruppe ist, welche sie selber sucht, hat sie schnell Akten geschreddert und die Aufklärung in diese Richtung eingestellt.

    Sie fühlen sich für seltsame Dinge verantwortlich und benutzen Wörter, die man in den USA verwendet.

  • @kleinebrise

    "Ich stelle mir die Frage, wie lange es in Deutschland noch so friedlich abgeht, obwohl wir für Alles verantwortlich gemacht werden"

    Solange man sich eben auch dafür verantwortlich fühlt.
    Keine Ahnung woran es liegt, aber ich fühle mich weder für die deutsche Geschichte verantwortlich, noch für die sogenannte Euro-Krise.
    Wofür ich mich aber mit verantwortlich fühle (im nationalen Sinne als deutscher Bürger) sind die 10 toten Mitbürger, die ungehindert 10 Jahre lang ermordet werden konnten, und die Administration konsequent einen Zusammenhang zwischen Radikalen Gruppen und diesen Morden verneint hat.

    Und die Schuldenkrise - meine Güte, das ist nur Geld, ein Tauschmittel. Wenn man mit Geld Menschenleben und Menschenwürde aufrecht erhalten könnte, hätte es nie einen Krieg gegeben, und es würden nicht fast 1 Millarde hungern.
    Kommt ein Crash sind "nur" diejenigen die Verlierer die ihren Lebensinhalt darauf ausgerichtet haben Scheine zu horten, und gegen Scheine Scheine zu bekommen. Bekommen, nicht zu verdienen.
    Der "kleine Mann" verliert nichts, es wird neues Geld kommen, das ist so sicher wie Hochwasser.
    Von mir aus kann ein Draghi soviel drucken das jeder EU-Bürger sich mindenstens würdevoll eine Stange Brot kaufen kann, und dafür nicht betteln gehen muss.
    Aber wenn ich selbst meinem Nachbarn das Brot neide, muß man sich über Schuldzuweisungen nicht wirklich wundern.
    Hier klafft ein riesiges, naja, sage ich mal Missverständnis. Unser Geldsystem funktioniert nur mit Schulden. Der Arbeitnehmer schuldet dem Arbeitgeber Leistung, bekommt dafür eine Gegenleistung in Form von Scheinen. Ein Banker verleiht Geld, bekommt dafür als Gegenleistung mehr Scheine. Jeder muss sich also irgendwo verschulden, entweder mit Arbeitsleistung und/oder mit Geld.
    Wer verliert wirklich wenn die Blase irgendwann platzt?
    Derjenige der arbeitet, und dafür vielleicht Kartoffeln statt Geld bekommt, oder derjenige der denkt er sei reich weil er in einem Entenhausen-Turm sitzt?

  • Ich lasse mir meine Vorurteile hier von niemand kaputt machen.

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