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Brennstoffe und Lebensmittel in La Paz nach Massenprotesten knapp Bolivianischer Präsident tritt zurück

Boliviens Präsident Carlos Mesa hat seinen Rücktritt eingereicht. Er reagierte damit auf wochenlange gewaltsame Unruhen und eine tiefe politische und soziale Krise in dem Anden-Staat.
Beugt sich dem Druck der Demonstanten und tritt zurück: Boliviens Präsident Carlos Mesa. Foto: dpa

Beugt sich dem Druck der Demonstanten und tritt zurück: Boliviens Präsident Carlos Mesa. Foto: dpa

HB LA PAZ. Mesa berief für diesen Dienstag einen außerordentlichen Kongress ein, der über die weiteren Maßnahmen befinden sollte. Er selbst werde im Amt bleiben, bis ein Nachfolger gewählt sei, betonte Mesa in einer Fernsehansprache an die Nation.

Durch wochenlange Streiks und Straßenblockaden der Gegner der Wirtschaftspolitik der Regierung befindet sich der Regierungssitz La Paz bereits in einer kritischen Lage, da Brennstoffe und Lebensmittel in der Stadt fehlen. Er sehe sich angesichts dieser Entwicklung nicht mehr in der Lage, das Land aus der Krise zu führen, sagte Mesa.

„Ich bleibe aber Präsident, bis der Kongress eine Entscheidung trifft und die Zukunft des Landes neu definiert“, fügte Mesa hinzu. Er wolle nicht, dass die Bürger in diesen Stunden befürchten müssten, es geben keinen Präsidenten.

Die Forderungen der Demonstranten sind sehr unterschiedlich. Einige wollen die Verstaatlichung der Ölindustrie, andere mehr Rechte für die indianischen Ureinwohner. Mesas schärfster politischer Gegner, der Chef der Bewegung zum Sozialismus, Evo Morales, erklärte, ein Rücktritt Mesas sei nicht die Lösung. Mesa sei es nicht gelungen, die sozialen Bewegungen im Lande mit den Parlamentsparteien in Einklang zu bringen. Auch Morales forderte erneut die Verstaatlichung der Bodenschätze Boliviens.

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