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Brett McGurk Auch Trumps Anti-IS-Beauftragter tritt zurück

Der geplante Abzug aus Syrien hat nach Verteidigungsminister Mattis auch den Anti-IS-Sondergesandten zum Rücktritt bewogen. Trump relativiert derweil seine Aussagen zum IS.
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„Die jüngste Entscheidung des Präsidenten war ein Schock.“ Quelle: AFP
Brett McGurk (l.) mit US-Verteidigungsminister James Mattis

„Die jüngste Entscheidung des Präsidenten war ein Schock.“

(Foto: AFP)

New YorkNach US-Verteidigungsminister Jim Mattis hat auch der US-Sondergesandte für die globale Anti-IS-Koalition, Brett McGurk, seinen Rücktritt erklärt. Das bestätigte das Außenministerium am Samstag in Washington.

McGurk legt sein Amt demnach am 31. Dezember nieder. Aus Regierungskreisen verlautete, der 47-Jährige sei gegen die Entscheidung von Präsident Donald Trump gewesen, die US-Truppen aus Syrien abzuziehen, die dort den Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) unterstützten.

Laut CNN war McGurk frustriert über Trumps plötzliche Entscheidung, alle rund 2000 dort stationierten Soldaten nach Hause zu holen. Demnach hatte der Diplomat erst kurz zuvor seinen Koalitionspartnern die Strategie ausgegeben, in Syrien zu bleiben und weiter den IS zu bekämpfen.

„Die jüngste Entscheidung des Präsidenten war ein Schock“, zitiert die „New York Times“ aus einer E-Mail McGurks an seine Kollegen. Sie bedeute eine völlige Umkehrung der bisherigen US-Politik dort. Auch die Koalitionspartner seien fassungslos.

McGurk war maßgeblich daran beteiligt, die Koalition gegen den IS zusammenzustellen. Die US-Strategie bestand im Kern darin, lokale Bodenstreitkräfte im Irak oder Syrien im Kampf gegen die Terrormiliz aus der Luft zu unterstützen.

Trump begründete den Abzug der Truppen in dieser Woche zunächst damit, dass der IS in Syrien besiegt sei. Nach heftiger Kritik an der Entscheidung änderte er am Samstag seine Formulierung.

In einem Tweet bezeichnete er die Terrororganisation als „weitgehend besiegt“. Dabei fügte er hinzu, dass die Länder in der Region nun problemlos mit dem fertig werden könnten, was noch vom IS übrig sei. Experten halten den IS indes keineswegs für geschlagen. Sie befürchten durch die Abzüge nun eine Destabilisierung der Lage in den betroffenen Regionen. Für weiteres Unverständnis sorgte zudem die Nachricht, dass der US-Präsident offenbar auch plant, die rund 14.000 in Afghanistan stationierten Streitkräfte um die Hälfte zu reduzieren.

Trumps Befehl, die US-Truppen aus Syrien abzuziehen, war auch der Anlass für den Rücktritt von Minister Mattis am Freitag. Mattis galt vielen als die letzte Stimme der Vernunft in einer mitunter chaotisch wirkenden Trump-Regierung.

Auch für die Bundesregierung ist sein Abgang ein Rückschlag. Die Kooperation zwischen Mattis und Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen war einer der wichtigsten Gesprächskanäle Berlins nach Washington.

Mit Agenturmaterial.

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