Brexit Briten brauchen den europäischen Strom

Theresa May nimmt beim Brexit den Verlust des Zugangs zum EU-Binnenmarkt in Kauf. Der britische Energieminister will jedoch im EU-Energiemarkt verbleiben, und die Verbindungen sogar noch weiter ausbauen.
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Großbritanniens Energieminister setzt auf die internationalen Kontakte. Quelle: Reuters
Greg Clark

Großbritanniens Energieminister setzt auf die internationalen Kontakte.

(Foto: Reuters)

LondonGroßbritannien sollte nach Ansicht von Energieminister Greg Clark auch nach dem Brexit im EU-Energiemarkt bleiben. Dies liege sehr im eigenen Interesse, sagte Clark am Mittwoch vor einem Parlamentsausschuss in London. „Ich glaube, es wäre besser, wenn wir weiter drin sind.“ Die Verbindungen sollten insbesondere mit Irland sogar ausgebaut werden. Premierministerin Theresa May strebt einen harten Schnitt mit der Europäischen Union an und ist dazu auch bereit, auf den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum EU-Binnenmarkt zu verzichten.

Großbritannien importierte 2016 sechs Prozent seines Stroms über Leitungen mit Frankreich, den Niederlanden und Irland. Die Briten wollen aber ihre Stromquellen ausweiten, um ältere Kohle- und Atomkraftwerke zu ersetzen, die in den 2020er-Jahren vom Netz gehen dürften.

Die Diskussionen mit der EU seien erst ganz am Anfang, sagte Clark. Er hoffe allerdings, dass Pläne für Verbindungsleitungen mit anderen EU-Ländern und weiteren Staaten fortgesetzt und ausgebaut würden. „Wenn wir ein schlaueres Stromnetz haben wollen und verschiedene Arten von Stromquellen, dann sind Verbindungsleitungen wichtig dafür.“

Ein weiterer Punkt bei den Brexit-Verhandlungen wird die Rolle des Landes im europäischen Emissionshandel (ETS) sein. Klimaschutzminister Nick Hurd sagte dem Ausschuss, Großbritannien werde weiter eine aktive Rolle bei der ETS-Reform spielen. Die Regierung in London werde aber Alternativen prüfen. Der Emissionshandel ist das zentrale Klimaschutzinstrument der EU. Kraftwerke und Industrie müssen Verschmutzungsrechte ersteigern oder bekommen eine bestimmte Menge auch gratis zugeteilt. Wer weniger Kohlendioxid ausstößt als er Rechte hat, kann die überschüssigen Zertifikate verkaufen. Wer mehr braucht, muss zusätzliche erwerben.

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1 Kommentar zu "Brexit: Briten brauchen den europäischen Strom"

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  • Sagen wir es mal so...es liegt im Interesse von Frankreich, dass die Engländer das bekommen, was diese verlangen...es ist nämlich EDF...der französische Stromkonzern, der in England einige Kraftwerke betreibt und auch bauen will...
    Die Franzosen sind eh EU Feindlich eingestellt und jetzt wird interessant zu sehen sein, wie sich EU-Deutschland hier verhalten wird....die Interessen der Franzosen liegen auf der Hand...die wollen weiter in England (Stromwirtschaft) expandieren und gute Geschäfte auf der Insel machen....Energie-Stromwirtschaft...der Sprengstoff, der das Potential hat, die EU weiter zu spalten...Frankreich wird sich auf jeden Fall nicht von Deutschland in die Energie- Stromwirtschaft hineinreden lassen...Le Pen und auch Macron sehen sowieso schon längst in Deutschland wieder das "Feindbild"...diesmal nicht als Militär dominierende Macht sondern als Wirtschaft dominierende Macht...Deutschland führt einen Wirtschafts- und Währungskrieg...gegen den Rest der Welt...und der Krieg kostet den Deutschen heute schon Steuergelder, Zinsen und Wohlstandsverlust für immer mehr Menschen...

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