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Brexit Britischer Handelsminister hält Brexit ohne Abkommen für wahrscheinlich

Die Brexit-Pläne Großbritanniens stoßen in Brüssel auf Widerstand. Das könnte ein Handelsabkommen vereiteln, kritisiert der britische Handelsminister.
05.08.2018 Update: 05.08.2018 - 15:05 Uhr Kommentieren
Der britische Handelsminister kritisiert das Verhalten der EU-Komission und fürchtet die Konsequenzen. Quelle: AFP
Liam Fox

Der britische Handelsminister kritisiert das Verhalten der EU-Komission und fürchtet die Konsequenzen.

(Foto: AFP)

London Die EU treibt nach Ansicht des britischen Handelsministers Liam Fox Großbritannien in einen ungeordneten Brexit. Die Unnachgiebigkeit der EU-Kommission führe wohl dazu, dass kein Vertrag zustande kommen werde, sagte Fox der „Sunday Times“.

Er schätze die Chancen für einen Brexit ohne Abkommen auf „60 zu 40“. Großbritannien habe die Basis für den Austritt aus der EU dargelegt. Es sei an der EU zu entscheiden, ob sie ideologische Reinheit der Realwirtschaft vorziehe.

Derzeit reisen viele britische Regierungsmitglieder in EU-Staaten, um bilaterale Gespräche zu führen. Ein Arbeitsbesuch der britischen Premierministerin Theresa May bei Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron werteten Kommentatoren als Hilfeschrei Mays. Das Treffen hatte am Freitagabend an der Riviera stattgefunden. Macron betont stets, dass die Brexit-Gespräche von der EU geführt werden.

May regiert nur mit hauchdünner Mehrheit und ist anfällig für Revolten. Der Streit um den Brexit-Kurs in ihrer Regierung bremste auch die Verhandlungen mit Brüssel erheblich. Nach Mays jüngsten Plänen soll Großbritannien in Zukunft eine Freihandelszone mit der EU für Waren, aber nicht für Dienstleistungen bilden.

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    Scharfe Kritik daran übte am Sonntag Ex-Entwicklungshilfeministerin Priti Patel: Solche Pläne würden Großbritannien halb in der EU lassen. Sie warf May im „Telegraph“ Mangel an „politischem Mut“ vor. Patel wird dem rechten Flügel der Konservativen zugeordnet und ist eine große Anhängerin des Brexits. Sie trat im vergangenen November zurück, weil sie sich ohne Absprache im Israel-Urlaub mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu getroffen hatte.

    Großbritannien tritt voraussichtlich Ende März 2019 aus der Europäischen Union aus. Nach wie vor ist aber unklar, wie die wirtschaftlichen Beziehungen zur EU künftig gestaltet werden. Die bisherigen Vorschläge der Regierung in London für einen Austrittsvertrag stoßen bei der EU-Kommission auf Widerstand. Beide Seiten bereiten sich daher auch auf einen ungeregelten Austritt Großbritanniens vor. Großbritanniens Notenbankchef Mark Carney warnte am Freitag vor Brexit-Chaos. Die Möglichkeit, dass es keinen Vertrag geben werde, sei unangenehm hoch.

    • dpa
    • rtr
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