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Brexit Chaotischer Brexit könnte Arbeit von Bankern einschränken

Ein ungeordneter Brexit birgt weitere Gefahren für die Finanzbranche. Britische Banker könnten dann eine Arbeitserlaubnis benötigen.
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EU-Tochtergesellschaften reichen nicht aus. Quelle: AFP
Britische Banken

EU-Tochtergesellschaften reichen nicht aus.

(Foto: AFP)

Frankfurt/Main Ein ungeordneter EU-Austritt Großbritanniens würde die Beschäftigung von Londoner Bankern in Deutschland nach Einschätzung eines Arbeitsrechtlers deutlich erschweren. „Ein Brexit ohne Abkommen würde viele Banken vor ein erhebliches Problem stellen: Die Frage ist dann, ob Arbeitnehmer aus London überhaupt einfach so nach Deutschland kommen dürfen, um in der neu gegründeten deutschen AG des Instituts ihren Job anzutreten“, sagte Anwalt Hans-Peter Löw von der Kanzlei Allen & Overy am Freitag in Frankfurt.

Diese Mitarbeiter bräuchten nicht nur eine Aufenthaltserlaubnis, sondern auch eine Arbeitserlaubnis. Und bevor diese ausgestellt wird, müssen die deutschen Behörden prüfen, ob nicht auch ein Arbeitnehmer aus Deutschland oder einem anderen EU-Staat die Stelle antreten könnte. „Da gibt es noch keine Übergangsregelung für Brexit-Banker“, warnte Löw.

Um wie viele Mitarbeiter es genau gehen würde, bezifferte Löw nicht, betonte aber: „Es ist weit verbreitet, dass Banken aus UK, die Geschäft nach Deutschland verlagern wollen, wichtige Funktionen in Frankfurt mit Mitarbeitern aus London besetzen wollen – zumindest für eine Übergangszeit.“

Banken brauchen für Dienstleistungen wie Einlagen- und Kreditgeschäft in der Europäischen Union rechtlich selbstständige Tochtergesellschaften in einem EU-Staat. Der Brexit zwingt viele Institute, sich zumindest teilweise neu aufzustellen. Etwa 30 Geldhäuser haben eine neue Lizenz für Frankfurt beantragt.

Nach Löws Einschätzung sind die meisten Banken gut auf den für Ende März erwarteten britischen EU-Austritt vorbereitet. „Die Verträge zur Übertragung auf eine deutsche Rechtseinheit sind ausverhandelt, jetzt geht es darum, wann das scharfgeschaltet wird“, sagte der Anwalt.

  • dpa
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