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Brexit Corbyn will mit anderen Parteien Strategie finden, um No-Deal-Brexit zu verhindern

Die Mehrheit im britischen Parlament ist nach Labour-Aussagen weiterhin gegen einen ungeregelten EU-Austritt. Der Labour-Chef will darüber nun mit anderen Parteien beraten.
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Krisensitzung mit anderen Parteien: Jeremy Corbyn will einen ungeregelten Brexit unbedingt verhindern. Quelle: dpa
Labour-Chef Jeremy Corbyn

Krisensitzung mit anderen Parteien: Jeremy Corbyn will einen ungeregelten Brexit unbedingt verhindern.

(Foto: dpa)

London In Großbritannien will Labour-Chef Jeremy Corbyn kommende Woche mit den Spitzen anderer Parteien über Wege beraten, wie sich ein Brexit ohne Abkommen noch verhindern lässt. Das kündigte Labours finanzpolitischer Sprecher John McDonnell am Montag im Gespräch mit dem Sender BBC an.

Seinen Worten zufolge gibt es im Parlament weiterhin eine Mehrheit gegen einen ungeregelten Austritt des Landes aus der Europäischen Union (EU). McDonnell forderte zugleich, das Parlament müsse seine regulär am 3. September ablaufende Sommerpause vorzeitig beenden und umgehend über den Brexit beraten.

Vergangene Woche hatte Corbyn in einem Brief an die Chefs der Oppositionsparteien Vorschläge für einen Sturz des konservativen Premierministers Boris Johnson unterbreitet, der den Brexit in jedem Fall zum 31. Oktober über die Bühne bringen will – notfalls auch ohne Abkommen mit der EU. Das Schreiben ging auch an mehrere einflussreiche Unterhaus-Abgeordnete der Konservativen, die Johnsons Kurs ablehnen.

Corbyn will Misstrauensantrag stellen

Der Oppositionsführer will Johnson mit Hilfe eines Misstrauensantrags zu Fall bringen und eine Übergangsregierung unter seiner Führung bilden. Diese soll umgehend Neuwahlen ansetzen und ein zweites Referendum über den Ausstieg aus der EU auf den Weg bringen. Die pro-europäischen Liberaldemokraten (LDP) zeigten sich grundsätzlich offen für einen solchen Weg, lehnten eine Regierung unter Führung Corbyns aber ab. Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon hingegen schloss eine Unterstützung Corbyns nicht aus und kündigte an, mit ihrer Partei eine solche Zusammenarbeit zu prüfen.

Mehr: Premier Johnson will den Brexit durchziehen – auch ohne Deal. Seine Gegner machen mobil. Haben sie Aussicht auf Erfolg? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

  • dpa
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