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Brexit EU-Skeptiker David Frost muss das Freihandelsabkommen mit Brüssel aushandeln

Es ist wohl der schwierigste Posten, den die britische Regierung zu bieten hat. David Frost soll das Abkommen mit der EU aushandeln. Zu Premier Johnson hat er einen engen Draht.
04.02.2020 - 16:00 Uhr Kommentieren
Der Unterhändler soll in elf Monaten ein Abkommen mit der EU aushandeln. Quelle: Epa
David Frost

Der Unterhändler soll in elf Monaten ein Abkommen mit der EU aushandeln.

(Foto: Epa)

London Es ist die größte Freihandelszone der Welt, wir sollten ihr nicht den Rücken kehren.“ Das sagte David Frost vor dem EU-Referendum 2016 und warnte vor den Folgen eines EU-Austritts: Das Leben wäre „komplexer, schwieriger und ungewiss“. Damals war der Brite Vorsitzender des Verbands der schottischen Whisky-Hersteller.

Heute hat der 54-Jährige einen neuen Job – und vertritt eine andere Meinung: Als Vorsitzender der „Taskforce Europe“ leitet „Frosty“ die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU über ein Handelsabkommen. Er berichtet in dieser Funktion direkt an Premier Boris Johnson.

Zu diesem hat Frost eine enge Beziehung: Als Johnson 2016 britischer Außenminister wurde, heuerte er Frost als Sonderberater an. Nachdem Johnson den Posten aus Protest gegen den Brexit-Kurs von Premierministerin Theresa May 2018 wieder aufgab, wechselte Frost für wenige Monate als Vorsitzender zur Londoner Handelskammer. Dort war er, bis er Mitte 2019 von Johnson zurück an seine Seite geholt wurde.

Frost gilt als Befürworter des Brexits, auch wenn er sich vor dem EU-Referendum öffentlich für den Verbleib in der EU ausgesprochen hatte. Die „Financial Times“ zitierte kürzlich „Freunde“, denen zufolge es Frost befürworte, wenn Großbritannien einen eigenen Weg einschlage.

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    Dabei hat Frost in seinem Berufsleben viel Zeit im Ausland verbracht: Nach einem Studium in Oxford begann er seine Karriere Ende der 1980er-Jahre im britischen Auswärtigen Amt, wo er unter anderem Stationen in Paris, Brüssel, Zypern und in New York absolvierte. 2006 bis 2008 war Frost Botschafter in Dänemark.

    Aber nicht zuletzt der Herbst 2019 hat Brexit-Befürworter überzeugt, dass Frost der richtige Mann für den Posten in Brüssel ist – schließlich gilt es als sein Verdienst, dass Premier Johnson doch noch einen Deal mit Brüssel aushandeln konnte. Nun aber steht Frost vor der nächsten Herausforderung: Bis Ende 2020 will Großbritannien mit der EU eine Vereinbarung treffen – sonst würden die Briten eben ohne Freihandelsabkommen aus der Gemeinschaft ausscheiden, hat Johnson vorgegeben. Den Zeitplan halten Experten für äußerst ambitioniert – und die Folgen eines EU-Abschieds ohne Handelsabkommen für katastrophal.

    Mehr: Der britische Premier Boris Johnson macht Druck für die Verhandlungen mit der EU. Deutsche Unternehmen sollten sich schleunigst für einen relativ harten Brexit wappnen.

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