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Brexit-Hardliner Boris Johnson „Großbritannien wird auf keinen Fall Grenzkontrollen einrichten“

Boris Johnson will raus aus der EU – notfalls ohne Austrittsabkommen. Jetzt spricht sich der Favorit auf den Posten des Premierministers aber für eine Kooperation mit der EU aus.
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Brexit: Boris Johnson will mit EU zusammenarbeiten Quelle: AP
Boris Johnson

Boris Johnson glaubt nach eigener Aussage nicht an einen Brexit ohne Abkommen.

(Foto: AP)

Düsseldorf Boris Johnson hat eingeräumt, dass Großbritannien beim Brexit eine Zusammenarbeit mit der EU braucht. „Es liegt nicht nur an uns“, sagte der Favorit auf die Nachfolge von Premierministerin Theresa May in einem am Montagabend ausgestrahlten Interview mit der britischen BBC. Nur durch Kooperation ließen sich eine harte Grenze zwischen dem britischen Nordirland und der Republik Irland und lähmende Zölle vermeiden.

Johnson will Großbritannien am 31. Oktober aus der EU führen. Im Interview unterstrich er erneut seine Bereitschaft, den Staatenbund ohne Austrittsabkommen zu verlassen. Notfalls sollten die vereinbarten Ausstiegszahlungen von 39 Milliarden Pfund zurückgehalten werden. Allerdings glaube er „nicht einen Moment“ an ein No-Deal-Szenario, sagte der Brexit-Hardliner.

Das aktuelle Abkommen, das May ausgehandelt hatte, sei tot. Johnson glaubt nach eigener Aussage fest daran, bis Oktober einen neuen Deal aushandeln zu können. Schließlich habe sich das politische Klima im Vereinigten Königreich und auf dem Kontinent seit dem ursprünglichen Austrittstermin am 29. März gewaltig verändert.

Obwohl die EU mehrfach betont hat, nicht vom bestehenden Abkommen abrücken zu wollen, will Johnson wichtige Punkte nachverhandeln. Dazu zählt besonders die Frage der künftigen Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und der britischen Provinz Nordirland – diese ist einer der Hauptstreitpunkte im Brexit-Poker.

Der ehemalige britische Außenminister kandidiert derzeit um den Vorsitz der Konservativen Partei – und damit auch um den Posten des Premierministers. Die 160.000 Mitglieder der Tories müssen sich bis Ende Juli per Briefwahl zwischen Johnson und seinem Rivalen, dem amtierenden Außenminister Jeremy Hunt, entscheiden.

Mehr: Die Europäische Union braucht eine neue, möglichst enge Sonderbeziehung zu Großbritannien. Deutschland kann dabei die Rolle eines Wegbereiters einnehmen, meint Peter Wittig, der deutsche Botschafter in London.

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  • Wie kann Boris sagen oder versprechen, was GB tun wird? Ist er schon PM?

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