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„Britannia“-Nachfolge Neubau für 200 Millionen Pfund: Neues Flaggschiff soll nach Brexit für Großbritannien werben

Das Schiff soll das Königreich repräsentieren und Ort für Messen und Gipfeltreffen sein. Der Bau soll 2022 beginnen. Der Name ist noch offen – einen ersten Vorschlag gibt es aber bereits.
30.05.2021 - 11:19 Uhr Kommentieren
Die königliche Jacht wurde 1997 außer Dienst gestellt. Quelle: dpa
„Britannia“

Die königliche Jacht wurde 1997 außer Dienst gestellt.

(Foto: dpa)

London Als sichtbares Zeichen des Brexits soll in Zukunft ein neues Flaggschiff das Vereinigte Königreich auf den Weltmeeren repräsentieren. Das Schiff tritt die Nachfolge der königlichen Jacht „HMS Britannia“ an, die 1997 von der Labour-Regierung unter Tony Blair außer Dienst gestellt wurde.

Im Unterschied zur „Britannia“ ist das Schiff aber keine Jacht für die königliche Familie, sondern als Treffpunkt für Messen, Gipfeltreffen und diplomatische Gespräche gedacht. So könnte es etwa bei Auslandsreisen des Premierministers in einem Hafen des besuchten Landes liegen und dort Platz für ein wirtschaftliches Begleitprogramm bieten.

Das Schiff werde „den aufkeimenden Status Großbritanniens als große, unabhängige Seehandelsnation widerspiegeln“, sagte Premierminister Boris Johnson. Es sei „ein klares und starkes Symbol für unser Engagement, ein aktiver Akteur auf der Weltbühne zu sein“.

Mit dem Bau des Schiffs soll 2022 begonnen werden. Es wird frühestens in vier Jahren fertig sein. Die Kosten sollen rund 200 Millionen Pfund (233 Mio. Euro) betragen, angepeilt wird eine Betriebsdauer von 30 Jahren.

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    Ein Name ist noch nicht gewählt. Konservative Abgeordnete drängen darauf, es nach Prinz Philip zu benennen, dem vor kurzem gestorbenen Ehemann von Queen Elizabeth II.

    Die Labour-Opposition kritisierte das teure Projekt angesichts der hohen Staatsschulden nach der Corona-Pandemie. Man wolle Investitionen für einen grünen Aufschwung und für das Gesundheitssystem sehen, sagte die Abgeordnete Bridget Phillipson. Die Regierung müsse zeigen, wie das Schiff der britischen Wirtschaft nutze.

    Johnson hatte immer schon eine Vorliebe für Großprojekte. Er sieht das Schiff als Symbol dafür, dass Großbritannien nach dem Brexit wieder über seine eigene Handelspolitik entscheiden kann.

    Seine Regierung lässt auch das Militär aufrüsten und will die führende Seemacht nach den USA werden. Vor wenigen Tagen ist ein neuer britischer Flugzeugträger zu seiner ersten Fahrt in Richtung Pazifik ausgelaufen. Damit will die Regierung Präsenz vor China zeigen.   

    In der Handelspolitik geht es allerdings seit dem Brexit nur langsam voran. Die Gespräche mit den USA über ein Freihandelsabkommen stocken, mit Australien streitet man über Rindfleischimporte. Auch Gespräche über Fischfangquoten mit Norwegen wurden für dieses Jahr abgebrochen.

    Mehr: Handelskammer in London sieht keine Chance für Abkommen mit USA

    • dpa
    • cvo
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