Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Wahl in Großbritannien Bye, Bye Brüssel?

Banger Blick aus Brüssel gen Großbritannien: Camerons Sieg könnte Europas Niederlage einleiten, denn der Premier lässt nun über einen EU-Austritt abstimmen. Für Deutschland wäre ein Brexit vor allem eines: teuer.
26 Kommentare

Camerons Tories gewinnen die Wahl

London „Let's go!", rief der britische Premierminister David Cameron beim abschließenden Wahlkampf-Marathon mit hochgekrempelten Hemdsärmeln seinen Unterstützern zu. Es sollte seine Anhänger zu einer letzten Kraftanstrengung aufmuntern. Doch im Zeichen der latenten Europa-Skepsis vieler Briten könnte der Aufruf im Schatten der Wahl auch unfreiwillig zweideutig aufgenommen werden. Denn mit dem Wahlsieg des amtierenden Premierministers ist das Königreich nun auch einem möglichen EU-Austritt entscheidend näher rückt.

Camerons Sieg könnte Europas Niederlage einleiten. So ist der Verbleib von Cameron in der Downing Street 10 nicht nur für die 64 Millionen Einwohner Großbritanniens relevant, sondern hat auch weitreichende Folgen für das restliche Europa.

Bye, Bye, Brüssel also? Der Ausgang der Abstimmung in Großbritannien gibt die Richtung vor, in die das Königreich innerhalb Europas nun gehen wird. Labour und SNP stellen die EU-Mitgliedschaft nicht in Frage. Die Tories und die europafeindliche Ukip haben sich dagegen auf ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft festgelegt. Cameron hat für den Fall einer Wiederwahl dagegen versprochen, die Bevölkerung 2017 über die Mitgliedschaft in „einer reformierten EU“ entscheiden zu lassen. Und die Liberaldemokraten? Die sind zwar proeuropäisch und gegen ein Referendum, würden aber wohl zustimmen, wenn die Tories ihnen in anderen Punkten entgegenkämen.

Das Wort Brexit, eine Wortschöpfung aus den Begriffen Britannien und Exit, hängt nun wie ein Gespenst der Ungewissheit über dem Königreich. Der unterlegende Labour-Führer Ed Miliband hat sich zwar gegen einen Volksentscheid ausgesprochen. Doch der „rote Ed“, wie er genannt wird, musste am Freitag seine Niederlage bereits eingestehen. Bei der nun anstehenden Regierungsbildung steht damit viel auf dem Spiel – und das nicht nur für die politische Klasse in London.

Denn die EU ist in den Augen vieler Briten ein Ort der Kakophonie, der Regelwut, der überbordenden Bürokratie. Aktuelle Umfragen sagen darum ein knappes Ergebnis für ein kommendes EU-Referendum voraus. 50:50 schätzen selbst Diplomaten in London die Chance ein, dass die Briten bei einer Abstimmung die Scheidung vom Rest des Kontinents einreichen.

Finanzmärkte reagieren verunsichert
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Wahl in Großbritannien - Bye, Bye Brüssel?

26 Kommentare zu "Wahl in Großbritannien: Bye, Bye Brüssel?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Zitat: "Denn, so Schulz, das von David Cameron versprochene Referendum könne Großbritannien und die EU „in eine sehr schwierige Situation“ bringen."

    Es ist also nicht gut, wenn man das Volk befragt und allenfalls auf dessen Willen hört?

    Das sagt sehr viel über das Demokratieverständnis der EU aus!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Der Austritt Großbritanniens aus der EU wäre nicht nur für Deutschland teuer, sondern für GB ebenfalls !

    Wie soll man sich den Austritt von GB (als Gründungsmitglied der EWG vorstellen ? Als assoziierter Staat weiterhin von allen EU-Regelungen profitieren ? Meine Güte, sind das alles Eigennützlinge !

  • Schimpf ... mit seinen Steuern füttert der Blaublütler 120 Hartzer. Geld fürs Nichtstun!!

  • Ah, ein Blaublütler!

    Eure Hochwohlgeboren liegen irgendwie falsch in der Würdigung der historischen Verdienste von Hr. Kohl.

  • Also, ich finde, da GREXIT und BREXIT demnächst über die Bühne sind, sollten wir jetzt weiterdenken!

    Der nächste logische Schritt wäre der
    MERKEL-XIT!
    D.h. wir schieben die Dame zu Ihren Auftraggebern, sprich unseren "Freunden" nach Übersee ab.

    Dann wäre noch der
    SCHÄUBLE-XIT
    Den wollen sogar unsere "Freunde" nicht mehr haben. Der muss halt dann zurück in seine Heimat auf die schwäbische Alp.

  • Ein absoluter Gewinner Herr Devjo? Leere Rentenkassen, marode Infrastruktur (weil kein Geld da ist), unkontrollierte Masseneinwanderung und damit der Verlust der deutschen Kultur (in meiner Gegend wird man schon angespuckt als Deutscher von den netten Einwanderern), Bezahlung von Griechenland, eine Einbrecherquote die nie höher war und ein Volk das zu faul ist sich politisch zu informieren und zu engagieren.
    Aber stimmt, irgendwo ganz weit oben sitzen ein paar Gewinner als Minderheit. Daumen hoch!

  • korrekt, ist ne alte "EU-Regel". Sofern nicht das gewünschte Abstimmungsergebnis vorliegt müssen im Vorfeld irgendwelche "Mißverständnisse" vorgelegen haben die es dann gilt auszuräumen. Damit ist dann auch das Abstimmungsergebnis ungültig und eine Neuwahl erforderlich.

  • @ Herr Bruno zu Fürstenberg Usslar:

    Mit Ihrer Aussage stehe ich im Einklang (Die, die unter dem € nichts haben, hatten zu DM-Zeiten auch nichts).

    Allerdings sollten sie auch zugeben, dass das EURO-Konstrukt gravierende Nachteile mit sich bringt, welche bei der Planung durch Kohl und Co. nicht bedacht oder falsch bedacht worden sind.

    Letzten Endes handelt es sich in meinen Augen um eine Fehlgeburt. Die Idee war zwar gut, aber die Umsetzung miserabel.

  • Seit beginn der Schuldenkrise hat Deutschland alleine an Zinsen weit über 100 Milliarden Euro gespart, die jungen arbeitslosen Süd-Europäer die seitdem eingewandert sind und deren Bildungsabschlüße überraschend schnell annerkannt wurden, haben zusätzliche Milliarden eingebracht (200.000 - 400.000 Euro pro Kopf, je nach Ausbildung). Die verkauften Güter an die Pleitestaaten bezahlt mit EZB Geldern, haben hier Einnahmen (für den Staat) generiert.
    Deutschland ist ein absoluter Gewinner der momentanen Entwicklung.
    Warum also aufregen?

Alle Kommentare lesen