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Buch über Obama Schützenhilfe von Big Bill

In seinem neuen Buch kritisiert Bill Clinton Präsident Obama ein wenig – und gibt ihm viel Rückendeckung. Der frühere Präsident hat außerdem noch ein paar Tipps, wie das ökonomische Schlammassel überwunden werden kann.
08.11.2011 - 17:13 Uhr Kommentieren
Trotz einiger kritischer Tönen verteidigt Bill Clinton (rechts) die Politik seines Nach-Nachfolgers Barack Obama. Quelle: dpa

Trotz einiger kritischer Tönen verteidigt Bill Clinton (rechts) die Politik seines Nach-Nachfolgers Barack Obama.

(Foto: dpa)

Washington Zweimal Kritik an der Politik seines Nach-Nachfolgers Barack Obama genügte, um dem neuen Buch von Ex-Präsident Bill Clinton die Aufmerksamkeit der Medien zu garantieren. Obama habe versäumt, frühzeitig die Schuldenobergrenze zu erhöhen als dazu noch die politischen Mehrheiten vorhanden waren. Und im Kongresswahlkampf 2010 fehlte Obama die politische Botschaft. Doch wer glaubt, Bill Clinton rechnet nach rund drei Jahren der Präsidentschaft von Obama mit diesem ab, der irrt sich gewaltig.

Das Buch von Bill Clinton mit dem Titel „Back to Work“, das heute in den USA erschienen ist, liest sich vor allem als Unterstützung der Politik des gegenwärtigen Präsidenten. Und was dabei als Kritik daherkommt sind im Grunde nur eher väterliche Ratschläge des 65-Jährigen Clinton gegenüber dem 50-Jährigen Obama. Die Botschaft von „Back to Work“ ist klar: Obama ist im Kern auf dem richtigen Weg. Und die Dinge würden wohl besser laufen, wären da und dort nicht ein paar handwerkliche Fehler passiert. Allerdings: Mit der Blockadepolitik durch die Tea Party, einer fragmentierten republikanischen Partei und dem Erbe der Rekordschulden ist es auch nicht unbedingt einfach, erfolgreich zu regieren.

Auf knapp 200 Seiten philosophiert Clinton über die gesellschaftlichen Entwicklungen in den USA und phasenweise liest sich das Werk wie ein zu Papier gebrachter Redeauftritt. Denn auch bei seinen öffentlichen Auftritten lässt sich Clinton gerne von einem Thema zum nächsten tragen. Dann schmückt er seine Ausführungen mit Anekdoten, kommt dabei gelegentlich ziemlich vom Weg ab, aber vermittelt dem Zuhörer am Ende das Gefühl, dass Clinton einfach weiß, wie und warum alles mit allem zusammenhängt. „Eigentlich sind es mehrere Bücher in einem“ schreibt daher auch die „New York Times“ über „Back to Work“. Das macht es aber auch interessant, weil es am Ende eben mehr ist als nur eine Sammlung kluger Gedanken.

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