Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Bündnisvertrag mit inoffiziellem Staat Europarat kritisiert russisch-abchasische Kooperation

Nur vier Länder haben Abchasien als unabhängigen Staat anerkannt. Trotzdem hat Russlands Präsident Wladimir Putin ein Bündnis mit der Region abgeschlossen. Der Europarat warnt vor einer Destabilisierung Europas.
2 Kommentare
Russlands Präsident Wladimir Putin (rechts) und der abchasische Präsident Raul Khadzhimba haben ein umfassendes Abkommen unterzeichnet. Quelle: Reuters

Russlands Präsident Wladimir Putin (rechts) und der abchasische Präsident Raul Khadzhimba haben ein umfassendes Abkommen unterzeichnet.

(Foto: Reuters)

StraßburgDer Europarat hat ein kürzlich unterzeichnetes Kooperationsabkommen zwischen Russland und der abtrünnigen georgischen Schwarzmeerregion Abchasien scharf kritisiert. Die Unterzeichnung dieses Vertrags sei ein „neuer Faktor zur Destabilisierung dieses Teils von Europa“, warnte am Mittwoch Jean-Claude Frécon, Präsident des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarats, in dem Regionalpolitiker aus den 47 Europaratsländern vertreten sind. Abchasien sei ein Teil Georgiens, betonte der französische Senator. Der Europarat könne kein Abkommen anerkennen, das die territoriale Integrität Georgiens verletze.

In dem am 24. November unterzeichneten Abkommen verpflichtet sich Moskau, der Region finanziell unter die Arme zu greifen. Zudem gibt es Vereinbarungen über die Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums sowie über gemeinsame Streitkräfte. Die georgische Regierung verurteilte die Vereinbarung als „illegalen Akt“.

Russland und Georgien hatten im August 2008 einen fünf Tage langen Krieg um Abchasien und die ebenfalls abtrünnige Provinz Südossetien geführt. Moskau erkannte die beiden Kaukasusregionen danach als unabhängig an. In der Region sind tausende russische Soldaten stationiert, Georgien wertet dies als Besatzung.

Russland ist seit 1996 Mitglied des Europarats, Georgien wurde 1999 in die paneuropäische Staatenorganisation aufgenommen.

Brexit 2019
  • afp
Startseite

2 Kommentare zu "Bündnisvertrag mit inoffiziellem Staat: Europarat kritisiert russisch-abchasische Kooperation"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sehr richtig!

  • >> Europarat kritisiert russisch-abchasische Kooperation >>

    Das kann die Russische Demokratie aushalten, von einer Vereinigung kritisiert zu werden, die Faschisten unterstützt, Abschlachten von Zivilisten gutheißt und das Selbstbestimmungsrecht der Völker mit Füssen tritt !