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Bürgerkrieg 50 Tote bei Luftangriff im Jemen – Saudi-Arabien will Vorfall untersuchen

Nachdem 50 Menschen bei einem Luftangriff im Jemen starben, will Saudi-Arabien die eigene Militär-Operation überprüfen und aufarbeiten.
Update: 10.08.2018 - 16:27 Uhr Kommentieren
Bürgerkrieg im Jemen: 50 Tote bei Luftangriff Quelle: dpa
Jemen

Seit dem Aufstand der Huthi gegen die jemenitische Regierung im Jahr 2004 tobt in dem Land ein Bürgerkrieg.

(Foto: dpa)

Riad/Sanaa/New YorkNach internationaler Kritik will eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition den verheerenden Angriff auf einen Schulbus mit Kindern im Jemen untersuchen. Die Umstände der Operation würden aufgearbeitet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf eine Quelle in dem Bündnis. Ergebnisse würden so bald wie möglich veröffentlicht.

Bei dem Luftangriff in der nördlichen Provinz Saada waren am Donnerstag nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) mindestens 51 Menschen getötet worden, 40 davon Kinder. Weitere 79 Menschen wurden demnach verletzt. Das saudi-arabische Bündnis hatte sich mit verschiedenen Versionen gerechtfertigt: Zunächst hatte es geheißen, in dem Bus hätten sich Huthi-Rebellen aufgehalten. Später sagte es, die Bomben hätten eigentlich Raketenwerfern der Aufständischen gegolten.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte den Angriff verurteilt und eine unabhängige und schnelle Untersuchung von der Militärkoalition verlangt. Alle Parteien im Jemen-Konflikt müssten dafür sorgen, dass Zivilisten und zivile Objekte aus militärischen Handlungen herausgehalten werden, erklärte ein Sprecher der Vereinten Nationen am Donnerstagabend (Ortszeit) in New York.

Seit mehr als drei Jahren bombardiert das Bündnis Stellungen der Huthi-Rebellen als Verbündeter der international anerkannten Regierung des Jemens und tötete dabei Tausende Menschen, darunter viele Zivilisten. Der Angriff am Donnerstag ist einer der schwersten auf unbeteiligte Menschen in dem Bürgerkrieg.

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