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Bürgerkrieg Amnesty will Waffenverkäufe an Kriegsparteien im Jemen verhindern

Waffenlieferungen westlicher Länder sollen über Umwege in den Händen von Extremisten gelandet sein. Amnesty International fordert die Regierungen zum Handeln auf.
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Wilcken verwies auf Berichte der in Jordanien ansässigen Arabischen Reporter für Investigativen Journalismus, wonach amerikanische und britische Waffen bei den Terrororganisationen Al-Kaida und dem sogenannten Islamischen Staat gelandet sind. Quelle: dpa
Deutsche Waffenlieferung

Wilcken verwies auf Berichte der in Jordanien ansässigen Arabischen Reporter für Investigativen Journalismus, wonach amerikanische und britische Waffen bei den Terrororganisationen Al-Kaida und dem sogenannten Islamischen Staat gelandet sind.

(Foto: dpa)

Kairo Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat westliche Regierungen aufgerufen, keine weiteren Waffen an Kriegsparteien im Jemen zu liefern. Die „Ausbreitung unverantwortlicher, von den Vereinten Arabischen Emiraten unterstützten Milizen verschlimmert die humanitäre Krise und stellt eine Gefahr für die Zivilgesellschaft dar“, sagte Patrick Wilcken, Referent für Waffenkontrolle und Menschenrechte bei Amnesty International. Zuvor hatte es Berichte darüber gegeben, dass Waffenlieferungen aus dem Westen letztendlich in den Händen von Extremisten landen.

Wilcken verwies auf Berichte der in Jordanien ansässigen Arabischen Reporter für Investigativen Journalismus, wonach amerikanische und britische Waffen bei den Terrororganisationen Al-Kaida und dem sogenannten Islamischen Staat gelandet sind.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben die Anschuldigungen bisher nicht kommentiert. Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition, zu der auch die Emirate gehören, führt seit 2015 im Jemen einen Krieg gegen die mit dem Iran alliierten Huthi-Rebellen.

Die Nachrichtenagentur AP hatte im August über Geschäfte zwischen der Koalition und Al-Kaida berichtet, wonach Waffen und Bargeld an mit Al-Kaida verbundenen Milizen weitergegeben wurden, die gegen die Rebellen ankämpfen. Deutschland, die Niederlande und Norwegen haben Waffengeschäfte mit Mitgliedern der Koalition beschränkt, zahlreiche andere westliche Länder wie die USA und Großbritannien liefern allerdings weiter Waffen.

Durch den Krieg im Jemen sind Tausende getötet oder verletzt worden, mehr als drei Millionen Menschen wurden vertrieben. Friedensgespräche, die vergangenes Jahr in Schweden wieder aufgenommen wurden, haben noch zu keinem großen Durchbruch geführt. Details zu den vereinbarten Gefangenenaustauschen werden in Jordanien besprochen. Jede Seite fordert die Freilassung von mehr Gefangenen, als die Gegenseite angibt zu haben.

Auch Beobachter der Vereinten Nationen treffen die Kriegsparteien auf einem Schiff vor Jemens Küste um über einen Plan zum Rückzug der Huthis aus Hudaida zu beraten. Der Hafen der Stadt am Roten Meer hat strategische Bedeutung für den Zugang zum Norden des Landes.

Der Handelsblatt Expertencall
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