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Bürgerkrieg in Syrien Darum wird so verbissen um Aleppo gekämpft

Die Stadt Aleppo ist ein Symbol für den wohl grausamsten Bürgerkrieg der Welt gibt. Umkämpft, geteilt und eingekesselt ist sie ein Spielball der Propaganda im Zentrum der Gewalt. Dabei lebten dort noch viele Zivilisten.
01.08.2016 - 18:06 Uhr
In den Straßen von Aleppo tobt der Bürgerkrieg, dabei leben in der Stadt noch Hunderttausende Zivilisten. Quelle: Reuters
Wenn der Wahnsinn zur Normalität wird

In den Straßen von Aleppo tobt der Bürgerkrieg, dabei leben in der Stadt noch Hunderttausende Zivilisten.

(Foto: Reuters)

Aleppo Wer Aleppo erobert, gewinnt womöglich den gesamten syrischen Bürgerkrieg. Das sagen Experten, die seit Jahren die Gewalt in der ehemaligen Millionenmetropole verfolgen.

Warum ist Aleppo für den syrischen Bürgerkrieg so wichtig?

Aleppo in Nordsyrien ist – noch vor der Hauptstadt Damaskus – das größte Zentrum im Bürgerkriegsland. Doch es ist nicht nur die immense historische, kulturelle und vor dem Konflikt auch wirtschaftliche Bedeutung, die die Stadt zum Symbol für den wohl grausamsten Bürgerkrieg der Welt macht: Umkämpft wie keine andere Stadt ist Aleppo zwischen den Regimetruppen von Machthaber Baschar al-Assad und verschiedenen Rebellengruppen zerrissen. So wie das gesamte Land. Wer Aleppo – strategisch wichtig nahe der türkischen Grenze gelegen – erobert, könnte auch den gesamten Bürgerkrieg gewinnen.

Warum ist die Stadt geteilt?

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    Nachdem es in Aleppo 2011, zu Beginn des syrischen Bürgerkrieges, relativ ruhig blieb, starteten Rebellen im Sommer 2012 eine Offensive, um die Regierung aus Nordsyrien zu vertreiben. Doch sie konnten die Millionenstadt nur zum Teil einnehmen. Seitdem ist Aleppo zwischen Assad-Truppen und Aufständischen geteilt. Luftangriffe erschüttern die Stadtteile in Rebellenhand. Die Milizen wiederum beschießen die Bezirke unter Regierungskontrolle.

    Wer kämpft wo in Aleppo?

    Das syrische Regime kontrolliert mit seinen Verbündeten – zu denen unter anderem Russland gehört – den Westteil der Stadt und hält auch Gebiete außerhalb der Stadtgrenzen, so dass die Rebellen im Osten Aleppos belagert sind. Die eingeschlossenen Gruppen gehören einem weiten Spektrum zwischen extremistisch, islamistisch bis hin zu moderat an. Einige werden auch von den USA unterstützt. Genauso wie die kurdischen Kämpfer, die einige Viertel im Norden der Stadt kontrollieren.

    Und außerhalb der Stadt?

    Im Westen und Südwesten herrscht das Islamisten-Bündnis Dschaisch al-Fatah, das am Sonntagabend eine Offensive gestartet hat, um den Belagerungsring um Aleppo zu brechen. Der Koalition gehören zwar auch moderate Kämpfer an, sie wird aber von mächtigen und teils extremistischen Gruppen dominiert. So handelt es sich bei Fatah al-Scham – noch vor wenigen Tagen als Al-Nusra-Front der offizielle Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida in Syrien – um Dschihadisten. Die islamistische Miliz Ahrar al-Scham gibt sich dabei etwas pragmatischer und weniger radikal. Die Türkei gilt als wichtige Unterstützerin der Miliz.

    Das sagen die Vereinten Nationen zur aktuellen Lage
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