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Bürgerkrieg in Syrien Nato und USA erwarten baldiges Ende Assads - selbst Russland zweifelt

Die Nato und die USA erwarten einen Kollaps des Assad-Regimes. Bislang war Moskaus Unterstützung eine wichtige Stütze. Dass selbst die Russen jetzt seine Niederlage für möglich halten, ist für Assad ein schwerer Schlag.
13.12.2012 - 22:00 Uhr 5 Kommentare
Russland distanziert sich zunehmend vom syrischen Herrscher Assad. Quelle: AFP

Russland distanziert sich zunehmend vom syrischen Herrscher Assad.

(Foto: AFP)

Brüssel/Moskau/Damaskus Angesichts der Rückschläge der Regierungstruppen in Syrien geht der Westen zunehmend von einem baldigen Zusammenbruch des Regimes von Präsident Baschar al-Assad aus. „Ich denke, dass sich das Regime in Damaskus dem Kollaps nähert“, sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Donnerstag in Brüssel. „Ich denke, es ist nur noch eine Frage der Zeit.“

Auch die USA erwarten ein baldiges Ende des syrischen Herrschers. „Wir glauben, dass die Tage von Assads Regime gezählt sind“, sagte Victoria Nuland, Sprecherin im US-Außenministerium. Zwar könne niemand die Zukunft voraussehen. Aber die Opposition habe in letzter Zeit entscheidende Erfolge erzielt. Das Regime in Damaskus greife in letzter Verzweiflung immer mehr zur Gewalt gegen das eigene Volk.

Selbst Russland, bisher ein enger Verbündeter des syrischen Präsidenten, scheinen fast zwei Jahre nach Beginn des Aufstandes in Syrien Zweifel zu kommen, ob Assad politisch überleben kann. Der Präsident verliere zunehmend die Kontrolle über das Land, sagte der russische Vizeaußenminister Michail Bogdanow der Agentur Itar-Tass zufolge. Deshalb sei eine Niederlage nicht auszuschließen. Außenminister Sergej Lawrow, der bislang fest an Assads Seite stand, will an diesem Freitag Vertreter der syrischen Opposition empfangen.

Rasmussen kritisierte den Einsatz von Raketen gegen die syrische Bevölkerung. „Die Raketen wurden innerhalb Syriens abgefeuert und landeten auch innerhalb Syriens.“ Es gebe „einige Informationen“, dass es sich um Scud-Raketen handele. „Der Einsatz dieser Waffen zeigt eine völlige Missachtung des Lebens syrischer Bürger.“ Damaskus dementierte den Einsatz von Scud-Raketen.

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    Unterdessen wächst in Syrien die Kritik an der Entscheidung Washingtons, die Al-Nusra-Front zur Terrororganisation zu erklären. An diesem Freitag wollen die Revolutionsaktivisten unter dem Motto „Es gibt keinen Terror in Syrien außer dem Terror von Assad“ demonstrieren. Zuvor hatte sich bereits ein Mitglied der syrischen Muslimbruderschaft negativ über diese Entscheidung der USA geäußert.

    Die islamistische Al-Nusra-Front kämpft gegen das Assad-Regime, zum Teil Seite an Seite mit anderen Rebellenbrigaden. Die Gruppe hat zudem zahlreiche Sprengstoff- und Selbstmordanschläge auf Soldaten und staatliche Einrichtungen verübt. Der Al-Nusra-Front gehören auch Kämpfer aus anderen islamischen Ländern an.

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    5 Kommentare zu "Bürgerkrieg in Syrien: Nato und USA erwarten baldiges Ende Assads - selbst Russland zweifelt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wenn ich die offitielle Darstellung lese und die
      Kommentare, die sich sehr kritisch zur Darstellung
      äussern, muss ich eine entscheidende Frage stellen :
      Wieso geht man davon aus, dass der Westen, angeführt
      durch die USA eine Befriedung unter ihrer Kontrolle
      anstreben ? Welche Funktion haben denn unsere
      "Verbündeten" Saudi-Arabien und Qatar ? Die spielen
      die Rolle des künftigen Bösewichts! Wenn das eintritt,
      was zu erwarten ist, dann hat der Westen die schöne
      Ausrede, die Saudis und Türken und Ägypter sind schuld.
      Die geheime Politik hinter der Fassade wird nicht hinterfragt. Ich meine, es gibt da einen durchgängigen
      roten Faden seit dem 2. WK. Man nimmt sich einen Gegener
      nach dem Anderen vor, wenn man mit dem Einem fertig ist
      ändert man nur ein wenig die Rhetorik ... .
      Aber Syrien ist kein wirtschaftlich wichtiges Land.
      Warum sollte man dort Frieden wollen. Es genügt das Land
      dem gegnerischen Einfluss zu entreissen. Man hat es an
      dem Irak - Iran -Krieg gesehen. Beide Seiten wurden unter-
      stützt, der Krieg sollte über lange Zeit viele Opfer
      fordern. Das schwächt eine ganze Region. Ja, es spricht
      Vieles dafür, dass der Westen (und Israel) eine geschwächte Umgebung (bzw. Konkurrenz) unter eigener
      Kontrolle anstrebt. Dafür ist eine "Demokratie" die
      geeignete Form, man weiss, dass das nie richtig funktionieren wird. Und gibts eine wahabitische Diktatur,
      ok , damit wird der Westen mit seinem hochgezüchteten
      Militärapparat auch später noch fertg. Kein arabisches
      Land hat es aus eigener Kraft zu bemerkenswerten militärischen Fähigkeiten gebracht.
      Und wenn man den clash of civilisation - den Kampf der
      Kulturen propagiert muss man ja auch etwas dafür tun dass
      es wahr wird.

    • Super, ein neuer radikalislamischer Gottesstaat entsteht.
      Die Minderheiten werden vertrieben, unterdrückt und abgeschlachtet! Die US amerikanische Außenpolitik hinterlässt ein Pulverfass nach dem anderen.
      Was ist wenn nach dem arabischem Frühling die radikalen Kräfte ihre Macht gefestigt haben? Geben die dann Ruhe oder machen die sich dann auf um Europa von den "Ungläubigen" zu befreien?

    • schon ab2005 hat der westen leute ausgebildet die den arabische fruehling vorbereitet haben.es scheint fuer die westlichen maechte keinerlei skrupel zu geben mit terroristischen mitteln ihre machtinteressen durch zu setzen.menschenleben spielen dabei nur in ihren westlichen laendern eine rolle .und deutsche medien?sie unterstuetzen sogar noch diesen terrorismuss indem sie ohne irgend eine kritik alles schreiben und senden ,was ihnen vorgegeben wird . reine propaganda, das nennt sich dann freie demokratische presse.

    • Zitat:"Noch hat die syrische Armee das Kernland in ihrer Hand, hat bessere Waffen, Panzer, eine funktionierende Luftwaffe, deutlich mehr Soldaten und das syrische Volk hinter sich stehen. All das sollte man nicht vergessen.
      Und all das sind Unterschiede zu ausländischen Terroristen, bezahlt von Petrodollars. Diese werden von der Bevölkerung gehasst."

      Die NATO ist da schon lämgst drin und kämpft. Deshalb hat sie auch Angst vor Rache-Anschläge auf die Türkei und lässt Patriot-Raketen aufstellen. Die NATO kämpft dort bereits aktiv mit Spezialtruppen. Das Böse gewinnt.

    • Abwarten. Die Erfolge dieser wahabitischen und salafistischen Terroristen wurden auch schon vor einem Jahr in den Himmel gelobt. Und dass Russland einem gewaltlosen Abtreten Assads unter gewissen Bestimmungen zustimmen würde, war auch von Anfang an klar.

      Noch hat die syrische Armee das Kernland in ihrer Hand, hat bessere Waffen, Panzer, eine funktionierende Luftwaffe, deutlich mehr Soldaten und das syrische Volk hinter sich stehen. All das sollte man nicht vergessen.
      Und all das sind Unterschiede zu ausländischen Terroristen, bezahlt von Petrodollars. Diese werden von der Bevölkerung gehasst.

      Viel mehr sollte sich aber der Westen Gedanken machen, wen er eigentlich unterstützt. Die illusionäre Idee einer westlichen Demokratie wird uns sicherlich allen verkauft, aber seien wir mal ehrlich. Eine Rebellenpartei, die ihre Waffen, ihre sonstige Ausrüstung und ihre finanzielle Unterstützung aus den diktatorischen Staaten Saudi-Arabien und Katar (warum lehnt sich eigentlich niemand in diesen US-freundlichen Staaten auf? Ein Schelm, wer böses dabei denkt) erhält, der wird wohl kaum eine westlich-demokratische Agenda verfolgen.

      Bleibt also nur zu hoffen, dass das syrische Volk tapfer und sein Militär wehrhaft bleibt. Ansonsten sehe ich spätestens im Krieg gegen den Iran den 3. Weltkrieg heraufziehen!

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