Bürgerkrieg in Syrien Syriens Rebellen melden Dutzende Toten

Bei schweren Gefechten zwischen syrischen Soldaten und Rebellen sollen Dutzende Menschen getötet worden sein. Aktivisten berichten, dass die Armee mehrere Viertel der Stadt Raka unter Beschuss genommen habe.
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Explosionen in der Hauptstadt Damaskus im Februar. Auch in der Stadt Raka soll es laut den Rebellen Explosionen und schwere Gefechte zwischen Rebellen und Armee gegeben haben. Quelle: dpa

Explosionen in der Hauptstadt Damaskus im Februar. Auch in der Stadt Raka soll es laut den Rebellen Explosionen und schwere Gefechte zwischen Rebellen und Armee gegeben haben.

(Foto: dpa)

Beirut/WashingtonIm Norden Syriens sind bei schweren Kämpfen zwischen Soldaten und Rebellen nach Angaben von Aktivisten dutzende Menschen ums Leben gekommen. Mehrere „Bataillone“ von Rebellen lieferten sich am Samstag in Raka, etwa 550 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Damaskus, Gefechte mit Regierungstruppen, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Unterdessen sind sich US-Präsident Barack Obama und Russlands Präsident Wladimir Putin offenbar über eine Notwendigkeit von Fortschritten bei der politischen Umgestaltung Syrien einig geworden.

In der Stadt Raka seien Explosionen zu hören, mehrere Rauchsäulen stünden über der Stadt, hieß es bei der Beobachtungsstelle. Eine Bestätigung von unabhängiger Seite gibt es bisher nicht. Die Armee habe mehrere Viertel der Stadt sowie Vororte unter Beschuss genommen, erklärten die Aktivisten weiter. Genauere Angaben zur Zahl der Opfer machten sie nicht. Laut Beobachtungsstelle und Rebellen vor Ort setzte die syrische Luftwaffe Kampfhubschrauber ein, um Stellungen der Rebellen anzugreifen.

Raka liegt am Euphrat unweit der Grenze zur Türkei. In der strategisch wichtigen Stadt leben normalerweise rund 240.000 Menschen. Seit Beginn des Aufstands gegen Syriens Staatschef Baschar al-Assad vor fast zwei Jahren suchten zahlreiche Syrer in Raka Zuflucht vor der Gewalt.

Im osttürkischen Kahramanmaras, das etwa 100 Kilometer Luftlinie von der syrischen Grenze entfernt liegt, sind rund 300 Soldaten der Bundeswehr stationiert. Sie gehören zu einer NATO-Mission mit Patriot-Raketenabwehrsystemen, die das Bündnismitglied Türkei vor möglichen Angriffen aus Syrien schützen soll.

US-Präsident Barack Obama und sein russischer Kollege Wladimir Putin sind sich nach US-Angaben einig über die Notwendigkeit von Fortschritten bei der politischen Umgestaltung Syriens. Bei einem Telefongespräch hätten beide Politiker vereinbart, die Syrien-Bemühungen ihrer Außenminister fortzusetzen, teilte das US-Präsidialamt am Freitag mit. Nähere Einzelheiten wurden nicht bekannt. Das russische Präsidialamt erklärte, beide Staatschefs hätten versichert, Schritte zu vermeiden, die die russisch-amerikanischen Beziehungen belasten könnten. In der abgelaufenen Woche hatten die Außenminister John Kerry und Sergej Lawrow in Berlin über den Syrien-Konflikt beraten.

Beide Länder sind uneins über die Zukunft von Syriens Präsident Baschar al-Assad, der seit zwei Jahren versucht, einen Aufstand gegen ihn militärisch niederzuschlagen. Die USA fordern den Rücktritt Assads. Für Russland darf ein solcher Schritt jedoch nicht zur Vorbedingung für eine Verhandlungslösung gemacht werden.

  • afp
  • rtr
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