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Bürgerkrieg Unruhige Nacht in Ägypten

Die Anhänger des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi haben für Sonntag zu neuen Protesten aufgerufen. Im Norden der Sinai-Halbinsel töteten Unbekannte in der Nacht einen Polizisten.
18.08.2013 - 10:37 Uhr Kommentieren
Sicherheitskräfte in der Kairoer Al-Fath-Moschee: Räumung und 385 Festnahmen. Quelle: dpa

Sicherheitskräfte in der Kairoer Al-Fath-Moschee: Räumung und 385 Festnahmen.

(Foto: dpa)

Kairo Die ägyptische Polizei hat Safwat Hegasi, einen einflussreichen Prediger aus den Reihen der Muslimbruderschaft, festgenommen. Aus Sicherheitskreisen in Kairo hieß es, außer Hegasi seien noch sechs weitere führende Mitglieder der Islamisten-Bewegung festgenommen worden.

Mehrere westliche Regierungen hatten die neuen Machthaber in den vergangenen Tagen davor gewarnt, die Muslimbrüder zu isolieren, deren Präsident Mohammed Mursi am 3. Juli nach Massenprotesten vom Militär gestürzt worden war.

Die ägyptische Regierung teilte in der Nacht zum Sonntag mit, Außenminister Nabil Fahmi habe am Samstag mit dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle sowie mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und den Außenministern von Bahrain und Großbritannien telefoniert. In seinen Gesprächen habe er erklärt, in Ägypten hätten bewaffnete Gruppen damit begonnen, die Bevölkerung zu terrorisieren. Das internationale Schweigen zu diesen Angriffen sei inakzeptabel.

Im Norden der Sinai-Halbinsel töteten Unbekannte in der Nacht einen Polizisten auf der Straße zum Flughafen von Al-Arisch. Vier weitere Polizisten wurden nach Angaben der staatlichen Medien verletzt. Drei Angehörige der Ordnungspolizei erlitten bei einem zweiten Angriff auf eine nahe gelegene Wache ihrer Einheit Verletzungen. Die Angreifer konnten fliehen.

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    Die Anhänger des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi haben für Sonntag zu neuen Protesten aufgerufen. Mehrere Demonstrationen sollen am Nachmittag in der Hauptstadt Kairo stattfinden, wie die Allianz der islamistischen Mursi-Anhänger erklärte.

    Bei der Räumung der Al-Fath-Moschee in Kairo wurden am Samstag nach Angaben des Innenministeriums 385 Menschen festgenommen. Hunderte Islamisten, Anhänger des am 3. Juli entmachteten Präsidenten Mohammed Mursi, hatten sich seit Freitagabend in der Moschee auf dem zentralen Ramses-Platz verschanzt.

    Die ägyptische Nachrichtenagentur Mena meldete, Bewaffnete hätten vom Minarett des Gotteshauses aus das Feuer eröffnet. Danach begannen die Sicherheitskräfte, die Menschen einzeln aus der Moschee zu holen.
    Einen dramatischen Höhepunkt hatten die Konfrontationen am Mittwoch erreicht, als zwei Protestcamps der Mursi-Anhänger in Kairo gewaltsam geräumt und dabei mindestens 578 Menschen getötet wurden.

    „Tag des Zorns” in Ägypten - Zahlreiche Tote


    • dpa
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