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Bürgerkrieg Viele Tote bei Luftangriff auf libysche Militärakademie

Die anerkannte Regierung Libyens vermutet ausländische Unterstützer eines Rebellen-Generals hinter den Angriffen. Dieser hatte die Attacken auf die Hauptstadt zuletzt verstärkt.
05.01.2020 - 11:49 Uhr Kommentieren
Unbekannte „ausländische Kampfflugzeuge“, die General Haftar unterstützen, hätten die Akademie in der Nacht zum Sonntag angegriffen, teilte die Regierung der Nachrichtenseite Alwasat Gate zufolge mit. Quelle: AFP
Luftangriff in Libyen

Unbekannte „ausländische Kampfflugzeuge“, die General Haftar unterstützen, hätten die Akademie in der Nacht zum Sonntag angegriffen, teilte die Regierung der Nachrichtenseite Alwasat Gate zufolge mit.

(Foto: AFP)

Tripolis Bei einem Luftangriff auf eine Militärakademie in Libyens Hauptstadt Tripolis sind mindestens 28 Menschen getötet und 18 weitere verletzt worden. Das teilte das Militär der international anerkannten Regierung des Landes mit. Unbekannte „ausländische Kampfflugzeuge“, die General Chalifa Haftar unterstützen, hätten die Akademie in der Nacht zum Sonntag angegriffen, teilte die Regierung der Nachrichtenseite Alwasat Gate zufolge mit.

Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Haftar bemüht sich seit Monaten, Tripolis mit seinen Kämpfern der Libyschen Nationalarmee (LNA) einzunehmen. Die LNA hatte ihre Angriffe auf die Hauptstadt in vergangenen Wochen verstärkt. Haftar wird in dem Konflikt von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Russland unterstützt.

Die Vereinten Nationen verurteilten den Angriff. Die zunehmende militärische Eskalation würde die Lage im Land weiter verschärfen und Chancen auf eine Rückkehr zu politischen Verhandlungen gefährden, teilte die UN-Mission in Libyen (Unsmil) bei Twitter mit. Am Samstag hatte der stellvertretende Leiter der Mission, Yacoub El-Hillo, sich bereits schockiert gezeigt angesichts der „sinnlosen, willkürlichen Attacken auf zivile Gebiete und zivile Infrastrukur“.

Unklar blieb weiter, ob und gegebenenfalls wann die Türkei Truppen in das nordafrikanische Land entsenden würde. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte dafür am Donnerstag vom Parlament das entsprechende Mandat erhalten.

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    Die Türkei unterstützt in dem Konflikt die Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch mit Sitz in Tripolis. Die türkische Außenministerium verurteilte den Angriff auf die Militärakademie auf das Schärfste und forderte andere Länder dazu auf, Haftar künftig nicht mehr zu unterstützen.

    Mehr: Europa hat immer noch keine gemeinsame Antwort auf die Zukunft Libyens gefunden. Dabei nutzt Russland Europas Schwäche aus, meint Handelsblatt-Korrespondent Ozan Demircan.

    • dpa
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