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Bürgerkriegsland Mehr als 30 Tote bei Kämpfen zwischen Rebellen in Syrien

Im Nordwesten Syriens ist es zu heftigen Auseinandersetzungen zweier rivalisierender Gruppierungen gekommen. Auch Zivilisten kamen dabei ums Leben.
Update: 03.01.2019 - 00:23 Uhr Kommentieren
Das Bündnis verschiedener Milizen wird von der Türkei unterstützt. Quelle: dpa
Nationale Befreiungsfront

Das Bündnis verschiedener Milizen wird von der Türkei unterstützt.

(Foto: dpa)

Damaskus Bei heftigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Rebellen sind im Nordwesten Syriens mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Zivilisten. Die Gewalt brach zwischen der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS) und der von der Türkei unterstützten Nationalen Befreiungsfront (NLF) aus, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch meldete. Den HTS-Kämpfern gelang es demnach, den Ort Darat Isa einzunehmen.

Dieser liegt im Norden der von Regierungsgegnern kontrollierten Region um die Stadt Idlib, der letzten großen Rebellenhochburg des Bürgerkriegslandes. Bereits in den vergangenen Monaten hatte es dort immer wieder Spannungen zwischen konkurrierenden Gruppen gegeben.

Die HTS-Miliz zählt in der Region um Idlib zu den stärksten bewaffneten Kräften. Die früher unter dem Namen Al-Nusra-Front bekannte Gruppe hat sich offiziell vom Terrornetzwerk Al-Kaida losgesagt. Aktivisten berichteten, HTS-Anhänger hätten den Abzug von NLF-Kämpfern Richtung Norden ausgenutzt. Die Türkei hat gedroht, im Norden Syriens gemeinsam mit verbündeten syrischen Rebellen eine Offensive auf von Kurden kontrollierte Gebiete zu beginnen.

Die durch Trump geschaffene neue Lage im Norden Syriens war auch Thema eines Telefonats der Präsidenten Frankreichs und Russlands, Emmanuel Macron und Wladimir Putin. Macron sagte darin nach Angaben seines Präsidialamts, der Kampf gegen Terrorismus im Nahen Osten müsse weiter geführt werden. „Jegliche neue Destabilisierung“ in der Region müsse vermieden werden.

Laut der Beobachtungsstelle, die sich auf ein Aktivistennetzwerk in dem Bürgerkriegsland stützt, waren es die schwersten Gefechte zwischen den militanten Gruppen seit drei Monaten. Beide beschuldigten sich gegenseitig, die Kämpfe ausgelöst zu haben.

Die von der syrischen Regierung kontrollierten Syrischen Zentralen Militärmedien meldeten, die HTS-Kämpfer hätten nun die völlige Kontrolle über den strategisch wichtigen Ort Daret Asseh 30 Kilometer westlich der Provinzhauptstadt Aleppo sowie die umliegenden Dörfer Kafrantin, Huta und Mkalbis.

Das syrische Verteidigungsministerium teilte mit, eine im Manbidsch-Gebiet stationierte Gruppe kurdischer Kämpfer habe sich zurückgezogen. Oppositionelle und die Beobachtungsstelle bestätigten dies. Die kurdische Miliz in dem Konfliktgebiet kommentierte die Angabe zunächst nicht. Mehr als 200 kurdische Kämpfer hätten Manbidsch verlassen, berichteten das Ministerium und die Beobachtungsstelle.

  • dpa
  • ap
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