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Bundeskanzler hält "privilegierte Partnerschaft" für abgehakt Schröder spricht Türkei in Instanbul Mut zu

Bundeskanzler Gerhard Schröder und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan erwarten auch nach dem Regierungswechsel in Berlin Kontinuität in den engen Beziehungen beider Länder.

HB ISTANBUL. Das Verhältnis sei in einem „erstklassigen“ Zustand, sagte Schröder am Mittwochabend bei einer Pressekonferenz in Istanbul. „Ich erwarte, dass auch die neue Bundesregierung an erstklassigen Beziehungen interessiert ist.“

Dem stimmte Erdogan auch unter Bezug auf die in Deutschland lebenden 2,5 Millionen Türken zu. Er könne sich vorstellen, im nächsten Jahr auch eine Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem „Iftar-Essen“ in die Türkei einzuladen. Schröder war mit seinem Kurzbesuch in Istanbul einer Einladung Erdogans zu diesem traditionellen islamischen Fastenbrechen gefolgt.

Die von der Union angestrebte „privilegierte Partnerschaft“ an Stelle einer türkischen EU-Mitgliedschaft hat nach Einschätzung Schröders nach der Aufnahme der Beitrittsverhandlungen am 3. Oktober nur noch „historische Bedeutung“.

Die begonnenen Verhandlungen würden von niemanden mehr in Frage gestellt. Dies gelte auch für die künftige Bundesregierung. „Davon können Sie fest ausgehen“, versicherte Schröder seinem türkischen Amtskollegen.

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