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Bundespräsident Griechen fordern Geld von Deutschland

Der griechische Staatspräsident Papoulias hat bei einem Presseauftritt mit Bundespräsident Gauck die griechischen Forderungen nach Reparationen unterstrichen. Dabei geht es um deutsche Verbrechen im Zweiten Weltkrieg.
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Der griechische Staatspräsident Papoulias bei einem Auftritt mit Bundespräsident Gauck: „Griechenland hat diese Forderungen nie aufgegeben“ Quelle: dpa

Der griechische Staatspräsident Papoulias bei einem Auftritt mit Bundespräsident Gauck: „Griechenland hat diese Forderungen nie aufgegeben“

(Foto: dpa)

AthenBeim Griechenland-Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck sind Meinungsverschiedenheiten in der Frage deutscher Kriegsreparationen offen zutage getreten. Der griechische Präsident Karolos Papoulias forderte am Donnerstag nach einem Treffen mit Gauck in Athen die rasche Aufnahme von Verhandlungen über Entschädigungen für die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Gauck verwies auf die Haltung der Bundesregierung, wonach es für Reparationen keine rechtliche Grundlage gebe.

Papoulias erinnerte nach seinem Gespräch mit Gauck daran, dass Griechenland die Forderungen nach Entschädigungen nie aufgegeben habe. "Wichtig ist, dass diese Frage gelöst wird mit der Aufnahme von Verhandlungen so schnell es geht", fügte er hinzu.

Gauck wies dieses Anliegen bei der gemeinsamen Pressekonferenz zurück: "Sie wissen, dass ich darauf nur so antworten kann, dass ich meine, der Rechtsweg dazu ist abgeschlossen." Dies sei auch die offizielle Haltung der Bundesregierung, der er nicht widersprechen wolle.

Deutschland sei aber bereit, die moralische Schuld anzuerkennen und tatkräftig Hilfe zu leisten. Gauck verwies auf die Pläne für einen deutsch-griechischen Zukunftsfonds und für die Errichtung eines deutsch-griechischen Jugendwerks, das "Brücken des Verständnisses" bauen solle - "auch um den dunklen Seiten der Vergangenheit zu begegnen".

Die deutschen Besatzer hatten Griechenland 1942 zu einer zinsfreien Zwangsanleihe von 476 Millionen Reichsmark an Deutschland genötigt. Dieses Darlehen wurde nie zurückgezahlt. In Griechenland wird zudem lebhaft darüber debattiert, ob Deutschland Reparationen für die Schäden der Besatzungszeit zahlen müsse. Die griechische Regierung gab dazu im letzten Jahr ein Gutachten in Auftrag, dessen Ergebnisse aber nicht offiziell veröffentlicht wurden.

Griechischen Medienberichten zufolge kamen die Verfasser des Gutachtens zu dem Ergebnis, dass sich die griechischen Forderungen an Deutschland mit Zinsen auf bis zu 162 Milliarden Euro summieren könnten. Die griechische Regierung räumt solchen Forderungen allerdings selbst wenig Aussicht auf Erfolg ein. Außenminister Evangelos Venizelos sagte dazu vergangene Woche: "Wenn wir den juristischen Weg einschlagen, werden wir keinen Erfolg haben."

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42 Kommentare zu "Bundespräsident: Griechen fordern Geld von Deutschland"

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  • Ich kann den ganzen Sch.. nicht mehr hören. Nix zahlen, nicht für damals und auch nicht mehr für heute! Im Gegenteil sollte wir unsere Kredite strikt fällig stellen - schei... egal ob die dann bankrott sind!Die Grien wollen mehr Geld, mehr Kredite, einen Schuldenschnitt nach wie vor ihre Sozialleistungen Rente 55 etc usw usw
    Aber was ist mal mit Geben oder auch nur anfängliche Reformen zu ende zu bringen? Der gleiche mist mit den anderen "EU Problemchen Länder" ala Portugal, Cypern usw usw
    Aber wollen wir mal nicht mosern wir können ja auch noch ein paar Milliarden für die Ukraine oder den Aufbau von Anatolien in Zukunft übernehmen
    Hoffentlich kommt bei der "EU Wahl" endlich mal eine ordentlich Klatsche für die jetzigen Parteien.

  • Der Gauck kann nicht anders, als "nein" sagen zu Reparationszahlungen Zitat:" Das Londoner Schuldenabkommen sagt dann auch: Alle ausstehenden Fordeungen auf Reparationen wurden bis zu dem Zeitpunkt einer endgültigen Regelung zurückgestellt (Artikel 5 Absatz 2); für gewöhnlich sollten sie damit bis zum Abschluss eines förmlichen Friedensvertrags aufgeschoben werden. Die 3 Westsieger und die BRD alt haben also 1953 Ansprüche aller anderen Opferstaaten AUSGESCHLOSSEN bis zu einem Friedensvertrag. Die BRD hatte 1990 wirklich keine Lust, einen Friedensvertrag abzuschließen und genau das Erreichte (Reparationsverweigerung gegenüber Drittstaaten) wieder zu gefährden. Deutschland musste daher 1990 das Wort "Friedensvertrag" verweigern und tat es, Reparationsforderungen von Slowenien, Holland, Belgien, Norwegen, Dänemark, den Kanalinseln, Griechenland, Serbien.....wären sonst ante portas gestanden. Zitat Ende. Also haben die Griechen recht, das Geld steht noch aus und wir brauchen endlich einen Friedensvertrag.

  • @ FatFinger

    Der Euro erledigt sich von selbst wenn er von der Bevölkerung nicht mehr als Anlagewährung akzeptiert wird. Der Trick von FIAT-Währung ist ja dass ein paar Leute arbeiten und ihren Lohn dann auch in FIAT-Währung sparen während sich Politiker und Banker diese Währung selbst drucken bzw. die gesparten Anlagen konfiszieren.

    Sobald niemand mehr in dieser Währung spart sondern sofort in Güter umtauscht wird das Handeln der Politikerbeamten und Banker für jeden über die explodierende Inflation ersichtlich.

    Wenn man dann noch Parteien unterstützt die Kredite ablehnt und die Steuererhebung und -verwendung möglichst dezentral haben möchte kommen wir weiter.

  • @ Seismograph

    Ich frage mich wie man nach so viel Presseberichten über griechische Korruption ernsthaft daran glauben kann dass von eventuell gezahlten Reparationsleistungen auch nur ein Cent beim Volk ankommen würde.

    Dieses Geld würde umgehend an Leute wie Soros gehen die griechische Schuldtitel für ein Zehntel ihres Nennwertes aufkaufen und ihre Lobbyisten wie Ex-Außenminister Fischer einsetzen damit Geld von D nach GR fließt um die Zinsen dieser Schuldtitel zu bedienen.

    Bekäme Griechenland die geforderten 160 Milliarden würden Soros & Co. dementsprechend reicher.

  • @ herkonn

    Wenn ausgerechnet der Europameister des einseitig erklärten Schuldenerlasses (Staatsbankrott) jetzt über 70 Jahre zurück liegende Forderungen zu schwadronieren anfängt hinterlässt das einen Beigeschmack.

    Die Griechen sollten aufpassen dass da nicht ein paar Gegenrechnungen aufgemacht werden.

  • @ Hein_Bloed

    Glauben Sie nicht dass die griechischen Milliardäre schon längst in das Fördergeschäft eingestiegen wären wenn es sich lohnen würde? Aber vor GR schreckt jeder potentielle Investor zurück.

  • Die Forderung sagt viel über die Seriosität bzw. Professionalität der grieschichen "Volksvertreter" aus. Diesen unverbesserlichen Opportunisten geht "der Arsch auf Grundeis"!

    Selbst wenn D zahlen würde, die Taschen bestimmter Griechen-Politiker sind heute schon weit sichtbar geöffnet.

    Gauck macht einen auf Besänftigung, was taktisch nicht gerade unklug ist!

  • Ich habe hier schon mehrfach gelesen, dass Griechenland falsche Angaben beim Euro-Beitritt gemacht hat.
    Das hat Deutschland seinerzeit genauso gemacht! Waigel hat hier gelogen und gefälscht, dass sich die Balken gebogen haben.
    Man könnte das jetzt doch gut nutzen, Deutschland sagt einfach: "Sorry, wir haben damals die Kriterien nicht erfüllt, wir sind dann mal weg. Die Verpflichtungen und Garantien, die wir seitdem eingegangen sind: ungültig!"
    Bloß soweit sind wir hier noch nicht. Diejenigen, die den Euro eingeführt haben, werden nicht die sein, die ihn wieder abschaffen werden.

  • Reparationszahlungen, endlich mal ein positves Verhandlungsergebnis!
    Ich persoenlich freue mich fuer die Griechen, denn damit bekommen endlich sie selbst etwas und nicht die Banken in Frankreich, Deutschland (gehoeren ja nicht den Deutschen, heissen nur so), England und USA!
    Ich freue mich auch fuer die Deutschen, denn endlich wissen sie mal fuer was sie Zahlen! Ja, schon der WW2 ist lange vorbei, aber der Besatzer raubt Deutschland immer noch aus und das voellig legal und ob der Besatzer nun das Geld bekommt und damit deren Hintermaenner oder das griechische Volk, das ist humanistisch betrachtet doch ein deutlicher Unterschied!

  • Reparationszahlunge? Spinnen die, die Griechen?
    Wer entschädigt mich denn für meine Griechischen Staatsanleihen. Vielleicht sollte man unterhalb der Akropolis einfach mal eine Fussballfeld als Entschädigung abstecken. Vielleicht kappieren es die Griechen ja dann, wer ständig für sie blecht!

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