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Burkina Faso Medien melden Militärputsch

In Burkina Faso hat es laut Medien im Land einen Militärputsch gegeben. Sicherheitskräfte haben demnach den Präsident und das Kabinett der Übergangsregierung als Geiseln genommen. Die Lage ist unklar.
16.09.2015 - 20:38 Uhr
Burkina Fasos Interimspräsident Michel Kafando (r.) und Premierminister Isaac Zida. Medienberichten zufolge hat das Militär des Landes die komplette Übergangsregierung als Geiseln genommen. Quelle: AFP
Militärputsch

Burkina Fasos Interimspräsident Michel Kafando (r.) und Premierminister Isaac Zida. Medienberichten zufolge hat das Militär des Landes die komplette Übergangsregierung als Geiseln genommen.

(Foto: AFP)

Ougadougou Wenige Wochen vor der Wahl in Burkina Faso hat das Militär den Übergangspräsidenten Michel Kafando und Regierungschef Yacouba Isaac Zida festgenommen. Die beiden seien am Mittwochnachmittag von Soldaten gehindert worden, ihre Büros zu verlassen, sagte Achille Tapsoba, ein Mitarbeiter des Präsidialamts, der Nachrichtenagentur AP. Ob es sich um einen Putsch handelte, war zunächst nicht klar.

Kafando, ein ehemaliger UN-Botschafter, und Zida sollten die Präsidentenwahl am 11. Oktober organisieren. Von dem Urnengang erhofften sich viele, dass die Demokratie im Lande stabilisiert werde. Der langjährige Präsident Blaise Compaoré war im vergangenen Jahr durch einen Volksaufstand gestürzt worden. Das Militär übernahm zunächst die Macht, gab sie aber nach Druck der internationalen Gemeinschaft an ein Übergangskabinett ab.

Für Spannungen hatte in den vergangenen Wochen unter anderem der Ausschluss von Präsidentschaftsbewerbern der ehemaligen Regierungspartei CDP von der Wahl gesorgt. Die CDP, der auch Compaoré angehört, drohte daraufhin mit einem Wahlboykott und zivilem Ungehorsam, sollten ihre Mitglieder nicht antreten dürfen.

Hintergrund für den Wahlausschluss ist ein neues Wahlgesetz. Danach sind Kandidaten nicht wählbar, die Compaoré bei dem Versuch unterstützt hatten, länger als in der Verfassung vorgesehen im Amt zu bleiben. Das trifft nach Ansicht des Hohen Gerichts auch auf Eddie Comboigo zu, der Ende August von der Wahl ausgeschlossen wurde.

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    Das westafrikanische Land ist ein wichtiger Verbündeter von Frankreich und den USA im Kampf gegen islamische Extremisten. Es blieb bisher von deren Gewalt und Terror verschont. Doch im April wurde ein Rumäne entführt, dafür übernahm eine in Mali ansässige Dschihadistengruppe die Verantwortung.

    • dpa
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