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Bytedance Wer hinter dem Videodienst Tiktok steckt

In nur acht Jahren ist Bytedance vom Start-up zum Unternehmen mit Milliardenbewertung aufgestiegen. Nun gerät das Unternehmen zunehmend unter Druck.
03.08.2020 - 17:30 Uhr Kommentieren
Das chinesische Unternehmen Bytedance bietet die Anwendung im Ausland an. Quelle: AFP
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Das chinesische Unternehmen Bytedance bietet die Anwendung im Ausland an.

(Foto: AFP)

Peking Zhang Yiming hat mit seinem Unternehmen einen rasanten Start hingelegt: Gerade einmal acht Jahre ist es her, dass der 37-Jährige Bytedance gründete. Inzwischen hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Peking laut Schätzungen einen Marktwert von 110 Milliarden US-Dollar (94 Milliarden Euro) und beschäftigt in 126 Städten 60.000 Mitarbeiter. Namhafte Investoren haben ihr Geld in den Konzern investiert, etwa KKR, Softbank oder Sequoia Capital.

In China startete Bytedance zunächst im Jahr 2012 mit der Nachrichtenseite Toutiao. Erst zwei Jahre später brachte das Unternehmen die Video-App Douyin auf den chinesischen Markt. Inzwischen hat das Unternehmen rund 20 Apps in unterschiedlichen Bereichen.

Douyin ist in China äußerst beliebt, wenn auf den Smartphones vieler Chinesen nicht gerade der Messenger-Dienst Wechat flimmert. Rund um die App Douyin ist eine ganze Industrie entstanden: In Kursen können die Teilnehmer lernen, wie sie Beiträge so gestalten, dass möglichst viele Menschen sie anschauen und man mit den Werbeeinahmen Geld verdienen kann.

2017 kaufte Bytedance in den USA den dort erfolgreichen Musikclip-Dienst musical.ly auf und führte ihn 2018 mit Tiktok zusammen. Im Ausland bietet Bytedance mit Tiktok eine andere Version der App an, denn Douyin wird in China scharf zensiert. Wer beispielsweise live ein Video senden will, muss sich mit seinem Pass registrieren. Sobald die App das Gesicht eines Menschen erkennt, der nicht registriert ist, erscheint ein Warnhinweis.

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    Erst kürzlich wurde der Fall eines in China lebenden ausländischen Journalisten bekannt, der im Douyin-Livestream seiner chinesischen Ehefrau auftauchte. Nach wenigen Minuten erschien ein Warnhinweis, dass sich eine nicht registrierte Person im Livestream befindet. Kurze Zeit später wurde das Video blockiert.

    Großer Druck

    Bytedance-Gründer Zhang ist in China großem Druck ausgesetzt. So musste das Unternehmen im Jahr 2018 seine populäre App „Neihan Duanzi“, die Memes, Witze und lustige Videos verbreitet hatte, einstellen, weil sie den chinesischen Behörden missfiel. In einem öffentlichen Brief entschuldigte sich Zhang bereits, Regeln missachtet zu haben, und gelobte Besserung.

    Weltweit wurden Douyin und Tiktok zusammen bereits zwei Milliarden Mal heruntergeladen. Bytedance gehört zu den wenigen Unternehmen, die von der Coronakrise profitierten. Und auch Tiktok wird immer beliebter: Deutsche Unternehmen wie die Deutsche Telekom oder der Versandhändler Otto sind mittlerweile in dem Dienst vertreten.

    Obwohl Bytedance mit Tiktok im Ausland enorm erfolgreich ist, ist der Heimatmarkt immer noch am bedeutendsten für das Unternehmen. Laut Medienberichten macht es in China fast 90 Prozent seines Umsatzes. Zahlen veröffentlicht Bytedance nicht.

    Neben China gehörte Indien zu den wichtigsten Märkten für den Konzern, dort gibt es 200 Millionen Tiktok-Nutzer. Allerdings verbot die indische Regierung den Dienst wegen Sicherheitsbedenken kürzlich.

    Ein großer Rückschlag für Bytedance: Als die App im vergangenen Jahr kurzzeitig in Indien verboten war, schätzte die chinesische Firma, dass ihr täglich eine halbe Million Dollar an Einnahmen entgeht.

    Mehr: Nach Intervention von Trump: Tiktok zeigt sich zu Zugeständnissen bereit.

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