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Carlos Romero Deschamps Rolex statt Askese – Mexikos exzessiver Gewerkschaftsboss muss gehen

Carlos Romero Deschamps war 26 Jahre lang Sinnbild für die Korruption in Mexiko. Dem Ölkonzern Pemex hinterlässt der Gewerkschafter Milliardenschulden.
22.10.2019 - 14:37 Uhr Kommentieren
Der mächtige Gewerkschaftsführer erhielt offiziell nur ein Gehalt von umgerechnet 1.172 Euro pro Monat. Quelle: imago images/ZUMA Press
Carlos Romero Deschamps

Der mächtige Gewerkschaftsführer erhielt offiziell nur ein Gehalt von umgerechnet 1.172 Euro pro Monat.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Mexiko-Stadt Er begann als Tankwagenfahrer und war zuletzt der mächtigste Gewerkschafter Lateinamerikas: Carlos Romero Deschamps. Ein Vierteljahrhundert führte er die Gewerkschaft der Arbeiter des staatlichen Mineralölkonzerns Petróleos Mexicanos (Pemex).

Politiker machten ihm die Aufwartung, Präsidentschaftskandidaten finanzierte er mit Gewerkschaftsgeldern den Wahlkampf. Im Gegenzug schaute die Politik 26 Jahre lang darüber hinweg, dass Romero Deschamps wie ein König lebte und sich schmieren ließ.

Der Mann, der umgerechnet nur 1.172 Euro pro Monat verdiente, reiste in Privatfliegern, zeigte gern seine goldene Rolex, schenkte seinem Sohn einen Ferrari. Für die Mexikaner war er Beispiel dafür, dass Gewerkschaften in Lateinamerika nicht primär die Arbeiterinteressen vertreten, sondern mafiaähnliche Klubs sind.

Erst als Linkspräsident López Obrador vor zehn Monaten die Macht übernahm, sank der Einfluss des 76-Jährigen. Am Donnerstag trat Romero zurück, nachdem der Präsident öffentlich gemacht hatte, dass die Generalstaatsanwaltschaft gegen ihn ermittelt. Bei Pemex, der größten Firma Lateinamerikas, wurden Arbeitsplätze vererbt, verkauft oder vermietet, weil Romero Deschamps’ Gewerkschaft ein Besetzungsrecht hat.

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    Die Korruption, für die er stand, ist ein Grund, warum Pemex heute kaum produktiv arbeitet, Milliardenschulden hat und für die neue Regierung zur finanziellen Last geworden ist.

    Mehr: Mexiko stellt ein neues Konjunkturprogramm vor. Infrastruktur-Projekte sollen gefördert, privater Konsum angeregt werden. Doch Präsident Obrador dementiert einen Wirtschaftseinbruch.

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