Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

CFT Irans Parlament billigt Anti-Terrorfinanzierungspakt

Ruhani konnte die Hardliner nach langer Diskussion überzeugen, dass auch sie dem Pakt zustimmen. Ohne ihn wäre der Iran finanztechnisch isoliert.
Kommentieren
Ruhani hat sich gegen die Hardliner durchgesetzt: Sie warnten vor einer Unterminierung iranischer Außenpolitik. Quelle: dpa
Hassan Ruhani

Ruhani hat sich gegen die Hardliner durchgesetzt: Sie warnten vor einer Unterminierung iranischer Außenpolitik.

(Foto: dpa)

TeheranNach monatelangen heftigen Diskussionen hat das iranische Parlament Irans Beitritt zum Anti-Terrorfinanzierungspakt CFT (Combating the Financing of Terrorism) gebilligt. 53 Prozent der Abgeordneten stimmten am Sonntag laut staatlicher Nachrichtenagentur Irna einem entsprechenden Gesetz zu.

Der Iran musste dem Pakt beitreten, um von der Liste der Länder gestrichen zu werden, deren Gesetzgebung zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung nicht den international anerkannten Standards entspricht. Der Iran hatte bis Ende Oktober Zeit, seine Gesetze diesbezüglich zu ändern.

Der CFT-Beitritt war im Iran umstritten, weil besonders die Hardliner eine Blockade der iranischen Unterstützung von anti-israelischen Gruppen im Palästinensischen Autonomiegebiet oder im Libanon befürchten. Diese Gruppen werden im Iran als Freiheitskämpfer, im Westen jedoch als Terrormilizen eingestuft. Hardliner sehen in dem Pakt deshalb eine Unterminierung der iranischen Außenpolitik.

Die Regierung von Präsident Hassan Ruhani hatte sich für den Beitritt eingesetzt, weil der Iran sonst finanztechnisch auch von seinen Verbündeten hätte isoliert werden müssen. Die Debatte am Sonntag geriet zum offenen Schlagabtausch. Der Beitrittsbeschluss wurde von Beobachtern als eine erneute Niederlage für die Hardliner eingeschätzt. Das neue Gesetz kann jedoch nur in Kraft treten, wenn es auch vom Wächterrat bestätigt wird.

Die zwölf Mitglieder des Wächterrats sind aber erzkonservativ und bis jetzt auch gegen einen Beitritt gewesen. Der einseitige Ausstieg der USA aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 sowie die Verhängung neuer Sanktionen durch die Regierung von Präsident Donald Trump hat im Iran zu einer akuten Finanzkrise geführt. Teheran hofft nun auf die anderen fünf Verhandlungspartner China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland, die jedoch auf den CFT-Beitritt bestehen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: CFT - Irans Parlament billigt Anti-Terrorfinanzierungspakt

0 Kommentare zu "CFT: Irans Parlament billigt Anti-Terrorfinanzierungspakt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.