„Charlie Hebdo“ Mit Spaß gegen die Islamisten

Der blutige Anschlag auf das Pariser Magazin „Charlie Hebdo“ erschüttert die Meinungsfreiheit. Das Satireblatt machte immer wieder mit teils derber Satire Schlagzeilen. Der Herausgeber stand zuletzt unter Polizeischutz.
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Video zeigt Attentäter in Paris

DüsseldorfFrankreich steht unter Schock. Am heutigen Mittwoch sind mehrere bewaffnete Männer in die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ eingedrungen und haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft mindestens zwölf Menschen erschossen. Darunter sind laut Staatsanwaltschaft der Herausgeber des Blatts, Stephane Charbonnier, genannt „Charb“, und die Zeichner Wolinski, Cabu und Tignous.

Warum „Charlie Hebdo“? Das Magazin ist dafür bekannt, neben Politik- und Wirtschaftsgrößen auch mit teilweise derber Kritik religiösen Fanatismus aufs Korn zu nehmen. Bis zuletzt nahm „Charlie Hebdo“ dabei kein Blatt vor den Mund. Der Name „Charlie“ ist an die bekannte Figur Charlie Brown aus der Serie „Peanuts“ angelehnt. „Hebdo“ ist die Kurzform von „hebdomadaire“, was übersetzt „Wochenzeitschrift“ bedeutet.

Das Wochenmagazin ist für seine linkspolitische Haltung und investigativen Journalismus bekannt. Nach Angaben des Verlags beträgt die wöchentliche Auflage etwa 75.000 Exemplare, in der Redaktion sind rund 20 Menschen beschäftigt. Der Inhalt ist am ehesten mit dem des deutschen Satiremagazins „Titanic“ zu vergleichen. Die Ausreizung von gesellschaftlichen Grenzen und Tabus liegt in der DNA der Zeitung.

„Charlie Hebdo“ war in den 70er Jahren aus dem Vorgängerblatt „Hara Kiri“ hervorgegangen. Im gaullistischen Frankreich sorgte „Hara Kiri“ mit einer Titelgeschichte, die Charles de Gaulle verunglimpfte, kurz nach dessen Tod für herbe Kritik. Das Magazin wurde von der Regierung daraufhin verboten. Die Geburtsstunde von „Charlie Hebdo“ war somit ein Skandal. Nicht wenige vermuten deshalb im Namen „Charlie“ einen letzten Abschiedsgruß an de Gaulle, weniger die Zeichentrickfigur Charlie Brown.

Auch „Charlie Hebdo“ steckte über die Jahre hinweg immer wieder in juristischen Auseinandersetzungen. Im Jahr 2006 ließ Herausgeber Charbonnier die dänische Karikatur des Propheten Mohammed in einer Sonderausgabe drucken. Daraufhin bekam er Morddrohungen, der Dachverband französischer Muslime CFCM klagte vor Gericht. Jedoch vergebens.

Zeichner unter Polizeischutz
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13 Kommentare zu "„Charlie Hebdo“: Mit Spaß gegen die Islamisten"

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  • @ Andreas Rabenstein
    „....wo man doch weiß wie diese "Heiligen" darauf reagieren?“

    Sicher doch, vorauseilende Unterwerfung ist immer gut, besonders in Bezug zum Islam. Die Haltung dieser Muslime ist beredtes Zeichen dafür, jede Kritik an ihrer Gesellschaftsordnung mit Gewalt zu unterdrücken. Das machen sie schon seit der Hidschra, deshalb ist die Blutspur dieser Gesellschaftsordnung auch so furchtbar breit und reicht bis heute. Ein französischer Lehrer hat auf seiner HP eine Abhandlung über den Propheten geschrieben und dazu eine historische Zeichnung des Mohammed eingestellt. Muslime haben durch allerlei Repressalien gegen ihn dafür gesorgt, daß er seine HP geschlossen hat. Damit nicht genug, er wurde weiter bedroht und lebt jetzt in Belgien. Bei Ihrer Einlassung fällt mir auf, daß Sie offensichtlich bereit sind sich jeder anderen Kultur kritiklos zu unterwerfen. Hier geht es darum, daß Muslime mit Gewalt versuchen den von ihnen gehaßten Menschen im „Westen“ ihren Willen und ihre Sichtweise der Dinge im Islam aufzunötigen, von ihnen zu verlangen, daß sie deren Lebensart nicht nur tolerieren, sondern sich ihr unterwerfen. Es waren übrigens Muslime, die die Buddhastatuen von Bamiyan sprengten und nur, weil es Islam verboten ist Gesichter von Heiligen zu zeigen, und damit einer anderen Religion den „Respekt“ versagten, den sie für ihre Gesellschaftsordnung überall auf der Welt einfordern, besonders mit Gewalt, wobei Tote keine Rolle spielen.

  • Bei diesem Brutalen Anschlag bekomme ich eines nicht aus dem Kopf!
    Wie schaffen 3 Barbaren an einem Werktag, Mittagszeit, mit soviel ruhe, in einer EU Großstadt, in der Stadtmitte sowas anzurichten.
    Und dann können die auch noch fort, Gibt es in Paris kein Verkehr/Stau?
    Am Eifel Turm waren doch nach dem Amokfahrt Soldaten stationiert, nicht weit weg vom Tatort, haben die den gar nichts gehört?

  • Meine Gedanken sind an erster stelle an den verbliebenen, aber auch meine volle Zustimmung!
    Andere Kulturen haben andere werte. Wenn die Politik und Wirtschaft weiter Zuwanderung braucht sollten wir ihre Grenzen Respektieren. Der Islam nimmt dieses Thema sehr ernst und deswegen karikieren die nichts was mit glauben zu tun hat.

    Was ist aus Nikolaus vom Myra geworden? Der Getränkekonzern hat aus ihm ein dicken Konsumorientierten Clown gemacht, das hat er nicht verdient.

  • Das Problem: Spass, Witz, Tolerant, etc. kennt der Islam bzw. die Islamisten nicht

  • @Andreas Rabenstein:

    Volle Zustimmung!
    Und es werden ja nicht nur ihre "Götter" zu Idioten gemacht, sondern sie selber.
    Es ist lächerlich, von Meinungsfreiheit zu reden, wenn gar keine Meinung ausgedrückt wird, sondern nur Verachtung.
    Der Islam ist ganz und gar nicht mein Ding. Es gehört jedoch grundsätzlich bei religiöser Kritik dazu, diese ernsthaft und mit Respekt zu betreiben und identitätsstifende Grundhaltungen nicht einfach ins Lächerliche zu ziehen und die Menschen, deren zentrales Lebensgrundlage das ist, gleich noch mit in den Dreck zu treten. Dem Blatt fehlt(e) völlig der notwendige Respekt vor religiösen Grundhaltungen, die man ja selber gar nicht teilen muss.

    Warum macht man solche Dinge nicht auch mit Schwulen, Lesben, Behinderten, Frauen, Ausländern, Migranten, Juden, ...?

    Seltsam: Die gleichen Leute, die es für verwerflich halten, auf Probleme aufmerksam zu mache, die mit der wachsenden islamischen Bevölkerungsgruppe in Deutschland zwangsläufig und automatisch bei solchen Konstellationen auftreten, haben keinerlei Problem damit, viel schlimmere religiöse Diffamierungen und Beleidigungen als Meinungsfreiheit zu glorifizieren.




  • Tja, es gibt eben Gläubige die sich nicht so gerne veralbern lassen, denen die eigene Religion noch wirklich heilig ist, und die es nicht gerne sehen, wenn aus ihren "Göttern" Idioten gemacht werden. Ich befürworte in keiner Weise das Vorgehen der Attentäter, doch frage ich mich, warum derartige Satire überhaupt sein muss, wo man doch weiß wie diese "Heiligen" darauf reagieren?! Etwas mehr Umsicht wäre insgesamt nicht die schlechteste Medizin gegen einen Ausverkauf der menschlichen Würde insgesamt. Mein Mitleid gilt den Angehörigen der Opfer des Massakers!

  • Wenn es überhaupt wahre und mutige Kämpfer für Freiheit und Frieden auf der Welt gäbe, dann sind es die Macher von Charlie Hebdo.

    Wahre Vorbilder für unsere Jugend, aber auch die Älteren, die sich so gerne hinter indifferenten Politikern (zuletzt Merkel, aber auch andere) verstecken mögen.

  • Ich erinnere mich noch wie Rudi Carrell den Turbanträger Chomeini vollkommen harmlos in seine Satiresendung eingebaut hat, was sofortige Morddrohungen nach sich zog. Und ich erinnere mich noch ganz genau wie deutsche Politiker dem Massenmörder Chomeini in den Arsch gekrochen sind und sich für die satirische Sendung von Rudi Carrell entschuldigt haben. Die Folgen sehen wir nun wieder in Paris.

  • Unglaublich wie brutal diese Terroristen vorgehen, was für eine Verrohung geht da vor sich?

    Ich hoffe dass diese Verbrecher schnell gefasst werden!

    Satire nicht verstehen zeigt wie geistig unterbelichtet diese Mörder sind!!

    Werde dieses Satireheft in Zukunft kaufen und hoffe dass die Veröffentlichung wie bisher weiter geht!

    Meine Gedanken sind bei den Angehörigen.

  • leider wahr

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