Charlie Hebdo Wie ein Journalist den Anschlag überlebte

Der Journalist Laurent Léger ist einer der wenigen Überlebenden des Anschlags auf „Charlie Hebdo“. In einem Interview schildert er, wie er den Attentätern entkam.
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Der Journalist Laurent Léger (links), hier mit dem französischen Ministerpräsidenten Manuel Valls, überlebte den Anschlag auf "Charlie Hebdo". Quelle: AFP

Der Journalist Laurent Léger (links), hier mit dem französischen Ministerpräsidenten Manuel Valls, überlebte den Anschlag auf "Charlie Hebdo".

(Foto: AFP)

ParisDer Journalist Laurent Léger verdankt sein Leben einem Reflex: Als er am Mittwochvormittag einen vermummten, schwarz gekleideten Mann mit einem Maschinengewehr in den Redaktionssaal des französischen Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ stürmen sah, warf er sich hinter einen Ecktisch. Von da aus musste er hilflos mit ansehen, wie einer seiner Kollegen nach dem anderen kaltblütig erschossen wurde.

Léger ist einer der wenigen Überlebenden des Anschlags, in dessen Verlauf die Attentäter zwölf Menschen töteten. Im Sender France Info schilderte er, was er am Ort der Bluttat sah.

„Die Redaktionskonferenz war gerade zu Ende. Plötzlich hörte man etwas krachen, dann ging die Tür auf und ein Typ stürzte herein und schrie 'Allahu Akbar'“ (Gott ist groß), sagte Léger. „Er sah aus wie einer von (den Eliteeinheiten) GIGN oder Raid, er war vermummt, komplett schwarz, er hielt eine Waffe in beiden Händen, und dann ging das Schießen los, Pulvergeruch. Ich konnte mich hinter einen Tisch in einer Ecke werfen“, sagte Leger.

Der Eindringling habe „Charb“ gerufen, den Künstlernamen von Zeitungschef Stéphane Charbonnier, berichtete Léger weiter. „In einigen Sekunden waren alle am Boden (...) Dann war da plötzlich Stille. Eine lange Stille." Anschließend habe er Schritte gehört, der Schütze habe mit einem zweiten Mann gesprochen. Erst da habe er verstanden, dass es zwei Angreifer gab.

„Ich sah eine Menge Blut, ich sah den Horror“
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8 Kommentare zu "Charlie Hebdo: Wie ein Journalist den Anschlag überlebte"

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  • Es war doch klar, dass sich diese hirnlosen Mörder nicht ergeben. Sie wollten den Märtyrertod um in den Genuss aller im Koran versprochenen „Wohltaten“ im Jenseits zu kommen. Natürlich wäre es besser gewesen, diese feigen Mörder lebend zu bekommen und vor Gericht zu stellen, obwohl die das kaum berührt hätte. Gelten doch die westlichen Werte nichts, rein gar nichts. Und jetzt (warum erst jetzt?) sollen lt. Kuruyüz beim heutigen Freitagsgebet die Imame zu friedlichen Umgang mit den Nichtmoslemen aufrufen. Welch ein Hohn, nachdem doch bekannter Weise seit Jahren Hassprediger in Moscheen und auf öffentlichen Plätzen auftreten und dort direkt oder indirekt zum heiligen Krieg aufrufen. Und das unter Beobachtung (nicht Unterbindung) unserer Politik bzw. den Diensten. Jetzt geht den Mossels der Ar…auf Grundeis. Erst Pegida (erst noch von der Politik und den Kirchen „verdammt“) und nun die Bestätigung der Richtigkeit dieser Protestmärsche durch die Ereignisse in Paris. Wann werden unsere Politiker endlich mal wach und lassen sich nicht weiter von diesen Okkupanten des Abendlandes an der Nase herumführen. Wann werden Imame, die aus den moslemischen Mutterländern hier her kommen und ihre verquasten Ansichten verbreiten, nicht umgehend des Landes verwiesen sobald Hetzparolen erkannt werden? Das gilt übrigens auch für die berauschenden Auftritte moslemischer Herrscher auf deutschem Boden.
    Unsere Toleranz gegenüber anderen Kulturen hat Grenzen. Jeder der sich integriert ist akzeptiert. Wer das nicht kapiert muss eben unser Land verlassen, was jetzt durch das unselige Doppelpassgesetz leider immer schwieriger wird. Dieses Gesetz war eine Fehlleistung, das galt aber auch schon für das alte Einbürgerungsgesetz.
    Ich bin mal gespannt, was sich diese Mossels einfallen lassen um unseren Politikern wieder Honig ums Maul zu schmieren. Etwa Protestmärsche gegen feige Mörder im Namen Allahs?

  • Schade das die Kommentarfunktion bei "zehn Lektionen aus Paris" abgeschalten wurde, da wollt ich das Handelsblatt mal loben in letzter zeit gute Artikel gerade was das Thema Pegida betrifft gelesen.Aber Handelsbatt schön aufpassen dauert nich mehr lange und ihr werdet als Pegida sympatisanten und AFD gesteuert diskreditiert.

  • Sie meinen, dass war eine Aktion von Pegida in Tateinheit mit der Front National, um uns allen zu zeigen, wie schlimm alles ist? Interessant. Gratuliere zu Ihrem scharfen Verstand

  • @ Hohmann:

    In der Tat streitet man sich selbst unter den Betroffenen schon lange darüber, ob die Ökonomie überhaupt eine Wissenschaft sein kann - angesichts der begrifflich/tatsächlichen Widersprüche in ihr selbst.

  • Bernard Maris war nicht nur Wirtschaftsjournalist, sondern auch Professor für Ökonomie (bei dem ich auch studiert habe) und seit 2011 Mitglied des Aufsichtsrats der Französischen Zentralbank, der Banque de France. Ein äußerst charmanter und humorvoller Mensch und ein hochintelligenter wirtschaftspolitischer Querdenker, der uns damalige Studenten schon Ende der Achziger Jahre vor den Grenzen der Aussagekraft der Wirtschaftswissenschaft warnte.

  • Schon interessant, wie die Menschen auf diesen False Flag Terror reagieren. (...)
    Da kommt jetzt noch viel mehr Terror - die Geheimdienste lassen grüßen....

     
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Welch eine sinnlose brutale Tat. Niemand sollte sich vorstellen müssen, daß die Täter damit auch nur irgendetwas anderes erreichen als Abscheu.

    Leider läßt sich am Zensurverhalten etlicher Medien - auch öffentlicher - ablesen, daß sie offenbar doch erreichten, was sie teilweise auch wollten, nämlich Einschüchterung.

    Das ist ein ganz fataler Fehler bei Medien, Menschen und der öffentlichen Meinung.

  • Mein Mitleid gilt in diesem Fall vor allem der Frau die die Mörder einlassen musste.
    Wie wird man damit fertig? Himmel - ich möchte nicht in ihrer Haut stecken!
    Madame, vous avez fait la bonne chose! Vous devez être là pour votre fille - et - vous vous souviendrez avec des caricatures futures de leurs collègues.

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