China dementiert Exportquote für Seltene Erden soll nicht sinken

In Chinas Staatsmedien kursieren widersprüchliche Meldungen über Pläne, den Export seltener Metalle im kommenden Jahr weiter zu reduzieren. Während die Zeitung "China Daily" unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Handelsministeriums gemeldet hatte, die Exportquote für Seltene Erden solle 2011 um 30 Prozent reduziert werden, erklärte ein Vertreter des Ministeriums am Mittwoch, dieser Bericht entbehre jeder Grundlage.
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Seltene Erden: Spezialmetalle wie Gallium sind in Mobiltelefonen verarbeitet Quelle: dpa

Seltene Erden: Spezialmetalle wie Gallium sind in Mobiltelefonen verarbeitet

(Foto: dpa)

HB PEKING. Die als Seltene Erden bezeichneten Metalle kommen nur in geringen Mengen vor, spielen für moderne Technologien aber eine große Rolle. Mehr als 90 Prozent davon werden in China gefördert. Von 1996 bis 2003 seien die Vorräte aber um 37 Prozent gesunken, und sie könnten bei der gegenwärtigen Abbau-Rate in 15 bis 20 Jahren erschöpft sein, erklärte das Handelsministerium vergangene Woche.

In der deutschen Wirtschaft wächst bereits die Sorge vor einer zunehmenden Knappheit seltener Technologiemetalle. "Die Nervosität in den Unternehmen wird immer größer und größer", sagte Salzgitter-Aufsichtsratschef Rainer Thieme kürzlich bei der Vorstellung einer Studie. Demnach rechnen mehr als die Hälfte der 100 befragten Unternehmen aus der metallverarbeitenden Industrie bei bestimmten Rohstoffen mit drastischen Preiserhöhungen, die zu empfindlichen Kostensteigerungen führen könnten. Knapp ein Drittel befürchtet, dass eine weitere Verknappung der Technologiemetalle die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gefährden könnte.

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