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China Hongkong will Schmähung der Nationalhymne bestrafen

Mangelnder Respekt gegenüber der Nationalhymne soll in Hongkong künftig mit 5.600 Euro bestraft werden – dazu soll ein Gesetz verabschiedet werden.
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In Hongkong gilt die gleiche Nationalhymne wie in China - viele der Einwohner Hongkongs sehen sich allerdings nicht als Staatsbürger der Volksrepublik. Quelle: dpa
Flagge für die Unabhängigkeit Hongkongs

In Hongkong gilt die gleiche Nationalhymne wie in China - viele der Einwohner Hongkongs sehen sich allerdings nicht als Staatsbürger der Volksrepublik.

(Foto: dpa)

In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong soll jeglicher Mangel an Respekt gegenüber der Nationalhymne künftig unter Strafe stehen. Öffentliche Beleidigungen oder der Einsatz der Hymne „Marsch der Freiwilligen“ für kommerzielle Zwecke sollen künftig mit bis zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 50.000 Hongkong-Dollar (etwa 5600 Euro) geahndet werden.

Einen entsprechenden Gesetzentwurf legte die Stadtregierung am Mittwoch vor. Damit solle die „Würde“ der Hymne gewahrt bleiben, sagte ein Behördensprecher auf Anfrage. Kritiker argumentieren unter anderem, Patriotismus könne nicht verordnet werden.

Falls das Gesetz wie geplant verabschiedet wird, könnte es beispielsweise der Gewohnheit örtlicher Fußballfans ein Ende setzen, während größerer Spiele die dann erklingende Hymne auszubuhen. Nach dem Scheitern der Demonstrationen für mehr Demokratie in der früheren britischen Kronkolonie 2014 wurde dieses Ausbuhen zum Ritual.

Hongkong wird seit der Rückgabe 1997 an China nach dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ in den eigenen Grenzen autonom regiert und die Menschen dort genießen mehr politische Freiheiten als jene in der Volksrepublik. Die Hymne ist dieselbe wie auf dem chinesischen Festland.

Viele der sieben Millionen Einwohner Hongkongs begreifen sich indes nicht als Staatsbürger der Volksrepublik China und sehen die Führung in Peking und den Patriotismus der Kommunistischen Partei kritisch. Gesetze, welche die Beleidigung der Hymne unter Strafe stellen, gibt es auch in Singapur, Malaysia und Thailand.

  • dpa
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