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China KPC entlässt Parteichef nach Uiguren-Unruhen

Nach den neuen Unruhen in der nordwestchinesischen Stadt Urumqi mit fünf Toten hat die chinesische Führung personelle Konsequenzen aus den neuerlichen Unruhen in der Provinz Xinjiang gezogen. Sowohl der städtische Parteichef als auch der Polizeichef der Region wurden ihrer Ämter enthoben.
Eine Angehörige der uigurischen Minderheit in China demonstriert vor einer Reihe von Polizisten in Ürümqi. Die Kommunistische Partei Chinas reagierte am Samstag auf die anhaltenden Proteste gegen die schlechte Sicherheitslage in der Stadt und entließ den städtischen Parteichef. Quelle: dpa

Eine Angehörige der uigurischen Minderheit in China demonstriert vor einer Reihe von Polizisten in Ürümqi. Die Kommunistische Partei Chinas reagierte am Samstag auf die anhaltenden Proteste gegen die schlechte Sicherheitslage in der Stadt und entließ den städtischen Parteichef.

(Foto: dpa)

HB URUMQI. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete am Samstag, der Parteichef der Provinzhauptstadt Urumqi sei ebenso seines Amtes enthoben worden wie der Polizeichef der Region. Gründe für die Ablösung von Urumqis Parteisekretär Li Zhi wurden in der Meldung nicht genannt. Li war während der Zusammenstöße von Han-Chinesen und muslimischen Uiguren im Juli Kommunistenchef der Stadt. Damals waren fast 197 Menschen getötet worden

Bei den neuerlichen Unruhen waren in dieser Woche nach offiziellen Angaben fünf Menschen ums Leben gekommen. Anlass der Gewalttätigkeiten waren auf Angriffe auf Han-Chinesen mit Injektionsnadeln. Xinjiang ist die angestammte Heimat der Uiguren, die sich durch zugewanderte Han-Chinesen benachteiligt fühlen.

In Urumqi kehrte am Samstag nach dreitägigen Ausschreitungen gespannte Ruhe ein. Vor Regierungsgebäuden bezogen Sicherheitskräfte Stellung, wie in Fernsehbildern aus Hongkong zu sehen war. In anderen Teilen der Stadt wurden Geschäfte wieder eröffnet und nahmen Busse den Verkehr wieder auf. Auch dort waren Tausende Polizisten präsent, um neue Zusammenstöße zwischen Han-Chinesen und Angehörigen der Volksgruppe der Uiguren zu verhindern.

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