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China Proteste in Hongkong: London bestellt chinesischen Botschafter ein

Die Regierung in Großbritannien hat den Botschafter Chinas in London einbestellt. Grund seien „inakzeptable und falsche“ Äußerungen des Diplomaten.
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In den vergangenen Wochen hatte die Stadt wegen eines umstrittenen Gesetzes die größten Proteste seit drei Jahrzehnten erlebt. Quelle: dpa
Proteste in Hongkong

In den vergangenen Wochen hatte die Stadt wegen eines umstrittenen Gesetzes die größten Proteste seit drei Jahrzehnten erlebt.

(Foto: dpa)

London Die Regierung in Großbritannien hat im Streit über Proteste in Hongkong am Mittwoch den Botschafter Chinas in London, Liu Xiaoming, einbestellt. Das teilte das britische Außenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Grund seien „inakzeptable und falsche“ Äußerungen des Diplomaten über eine angebliche Einmischung der britischen Regierung in innere Angelegenheiten Chinas.

Die „Financial Times“ hatte zuvor berichtet, Xiaoming habe gegenüber Journalisten „grobe Einmischung“ der britischen Regierung bezüglich der Proteste in Hongkong beklagt. Der britische Außenminister Jeremy Hunt mahnte Peking per Kurznachrichtendienst Twitter zum „gegenseitigen Respekt“ und zur Einhaltung rechtlicher Vereinbarungen. Bereits am Dienstag hatten sich beide Länder wegen des Vorgehens der chinesischen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten in der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong einen diplomatischen Schlagabtausch geliefert.

In den vergangenen Wochen hatte die Stadt wegen eines umstrittenen Gesetzes die größten Proteste seit drei Jahrzehnten erlebt. Bis zu zwei Millionen Menschen gingen auf die Straße, um gegen die Politik der Regierungschefin Carrie Lam zu protestieren. Ihr Auslieferungsgesetz würde es Hongkong erlauben, von China beschuldigte Personen an die Volksrepublik auszuliefern. Kritiker warnen, Chinas Justiz sei nicht unabhängig und diene der politischen Verfolgung.

Am 1. Juli 1997 hatte Großbritannien Hongkong an China zurückgegeben. Eigentlich stehen den Hongkongern laut Rückgabevertrag bis 2047 mehr Freiheiten zu als den Chinesen in der Volksrepublik. Doch immer mehr Hongkonger haben den Eindruck, dass Peking schon jetzt ihre Rechte beschneidet.

Mehr: Seit Wochen halten die Demonstrationen gegen die Regierungschefin von Hongkong und ihr Gesetz zur Auslieferung nach China an. Ein Überblick über die Ereignisse.

  • dpa
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