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China Regierung tauscht Finanzminister aus

Der bisherige Finanzminister Lou Jiwei wird durch Xiao Jie ersetzt. An der Wirtschaftspolitik Chinas soll sich unter dem Nachfolger nichts ändern, die Finanzpolitik soll aber zukünftig eine größere Rolle spielen.
07.11.2016 - 11:50 Uhr
Lou Jiwei (Foto) ist seinem Amt als chinesischer Finanzministern enthoben worden. Der 65-Jährige, der das Finanzministerium seit 2013 geleitet hatte, wird durch Xiao Jie, bisher stellvertretender Generalsekretär des Staatsrats, ersetzt. Über die Gründe für den Wechsel ist bisher nichts offiziell bekannt. Quelle: dpa
Entlassung

Lou Jiwei (Foto) ist seinem Amt als chinesischer Finanzministern enthoben worden. Der 65-Jährige, der das Finanzministerium seit 2013 geleitet hatte, wird durch Xiao Jie, bisher stellvertretender Generalsekretär des Staatsrats, ersetzt. Über die Gründe für den Wechsel ist bisher nichts offiziell bekannt.

(Foto: dpa)

Peking China tauscht seinen Finanzminister aus: Der seit gut dreieinhalb Jahren amtierende Lou Jiwei wurde laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Montag seines Postens enthoben und durch den 59-jährigen Xiao Jie ersetzt, den stellvertretenden Generalsekretär des Staatsrats.

Der 65-jährige Lou war seit März 2013 Finanzminister. Zu Beginn seiner Amtszeit verzeichnete die Volksrepublik einen von den Behörden geförderten Börsenboom, doch Mitte des vergangenen Jahres setzte ein Kurseinbruch ein.

Der Chefökonom der Citic Bank International, Liao Qun, sagte der Nachrichtenagentur AFP, Lous Abberufung könne ein mit seinem Alter zusammenhängender Routinevorgang sein. Die Ernennung seines Nachfolgers könne aber Erwartungen der Märkte auf Steuersenkungen zur Ankurbelung der Wirtschaft wecken.

Peking werde zur Stabilisierung seines Wirtschaftswachstums an einer lockeren Wirtschaftspolitik festhalten, sagte der Experte. Unter dem neuen Ressortchef könne die Finanzpolitik aber eine "größere Rolle bei der Förderung des Wachstums spielen", zumal China bereits mehrfach geldpolitische Instrumente eingesetzt habe.

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    Die für die gesamte Weltwirtschaft wichtige chinesische Volkswirtschaft sorgt schon seit längerem mit vergleichsweise schwachem Wachstum für Beunruhigung. Chinas Wirtschaftsleistung wuchs 2015 um 6,9 Prozent - so wenig wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Im dritten Quartal dieses Jahres betrug der Zuwachs 6,7 Prozent, soviel wie in den beiden vorherigen Quartalen. Die chinesische Regierung rechnet in diesem Jahr offiziell mit einem Wachstum von 6,5 bis 7,0 Prozent.

    • afp
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