China zeigt seine Waffen Dongfeng erreicht die ganze Welt

Präsident Xi Jinping präsentiert China als Militärmacht: 12.000 Soldaten sind auf der Straße, 500 Panzerfahrzeuge und weitreichende Dongfeng-Atomraketen, die Börsen bleiben geschlossen. Ist dieses Land ein Friedensreich?
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Die gigantische Militärparade im Video

Peking„Gemeinsam wider das feindliche Kanonenfeuer, voran! Voran! Voran! Vorwärts!“, singen die Soldaten aus voller Kehle. Im Takt der Dirigierstäbe beschwören sie Chinas Aufstieg in der Nationalhymne. Im Gleichschritt umschreiten sie den Fahnenmast am Kopfende des Tian’anmen-Platzes. Langsam steigt die rote Nationalflagge in den blauen Himmel auf. Die größte Militärparade in der Geschichte der Volksrepublik ist eine Machtdemonstration des Staats- und Parteichefs Xi Jinping. „Der große Triumpf hat die nationale Demütigung beendet und China zurück in die Reihen der internationalen Großmächte geführt“, sagt Xi in seiner Eröffnungsrede.

Zu seiner Rechten steht Russlands Präsident Wladimir Putin, zu seiner Linken der ehemalige chinesische Präsident Jiang Zemin. Dann fügt Xi jedoch auch an: „China liebt den Frieden.“ Es geht ein Raunen durch die Reihen der mehr als zehntausend ausgewählten Gäste, als Xi dann die Reduzierung seiner rund 2,3 Millionen Soldaten um 300.000 ankündigt.

In einer weißen Limousine stehend nimmt Xi anschließend den versammelten Einheiten der Volksbefreiungsarmee die Ehrenformation ab. 12.000 Soldaten marschieren kurz darauf vor dem Tian’anmen-Platz. Mit ohrenbetäubendem Brummen rollen rund 500 hochmoderne gepanzerte Fahrzeuge die „Straße des Ewigen Friedens“ entlang. Zu den militärisch wichtigsten Waffen gehören moderne Raketensysteme. Die neueste Interkontinentalrakete vom Typ „Ostwind“, Dongfeng-5B, präsentierte das Militär in Peking erstmals der Öffentlichkeit. Sie kann mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden und soll jeden Ort der Welt erreichen können.

Es ist die erste Militärparade, die China zum Ende des Zweiten Weltkrieges abhält. 1000 Soldaten aus 17 Ländern wie Russland, Kuba, Kasachstan, Mexiko, Pakistan und Serbien marschieren mit. „Gegenüber der internationalen Gemeinschaft, vor allem gegenüber den USA, will chinesische Führung als einflussreiche Großmacht  ernst genommen werden“, meint Kristin Shi-Kupfer vom Berliner Chinaforschungsinstitut Merics.

Wieso Japan als Aggressor dargestellt wird
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15 Kommentare zu "China zeigt seine Waffen: Dongfeng erreicht die ganze Welt"

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  • „Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger u. namhafte Europ. Politiger sagen: "Putin habe nie einen Krieg in der Ukraine gewollt und sei vom Westen in eine Rolle gedrängt worden, die er gar nicht spielen will.“
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    Dieser Satz sagt doch einfach alles, und wo sind unsere Mainstreammedien um sachlich, objektiv und ehrlich über diese Ereignisse zu berichten? Fehlanzeige, null.......Immer das gleiche Schema.
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    Letztes Jahr gab es quasi nur Ukraine-Berichterstattung-Fazit: Putin = Kriegstreiber
    Dieses Jahr gab es quasi nur Griechenland-Berichterstattung-Fazit: Griechenland = faul
    Jetzt kommen nur noch Meldungen zur Flüchtlingskatastrophe.
    Ist also in der Ukraine wieder alles in Ordnung, oder in Griechenland?
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    Die Propaganda läuft unbeirrt weiter, und viele Menschen wissen garnicht, dass die USA und NATO die ALLEINSCHULDIGEN an all diesen Krisen sin !!!!

  • Ukraine bekommt Diesel für Armee aus Rußland, Kohle für Kraftwerken kommt über Rußland, Erdgas aus Rußland, Strom auch aus Rußland (die eigene Kraftwerke sind marode und halten nicht).
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    Die russische Banken pumpten Milliarden in ukrainische Niederlassungen und sind praktisch jetzt die einzige ausländische Banken!
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    Die ukrainische Sportler trainieren in Rußland und reisen frei dort, genau so wie ukrainische Bürger! ...Herr Porochenko zahlt auch Steuern in Rußland..
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    Die beste „Freunde“ Polen, Litauen, Estland, Schweden und … machen das gar nicht!
    Hat Polen oder USA in letzten Winter etwa Kohle an Ukraine verschenkt ?
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    Komische „Aggressor“ ist diese Rußland! ......Nicht war?

  • Karl schreib:
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    Ich habe eine Freundin in der Ukraine – ich hatte sie von Anfang des Putsches in der UK darauf hingewiesen, dass es der USA und der EU niemals um „Freiheit“ und „Demokratie“ gehen würde… all die Menschen, genau wie die Menschen in Jugoslavia, Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen, Ägypten (hab ich was vergessen?)
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    Alle sind für die USA und ihre dahinter stehende Schattenmacht (Banken und Konzerne, der militärisch-industrielle Komplex) nichts anderes als VERFÜGUNGSMASSE, benutzbare Objekte, um die strategischen Ziele der USA und EU, der Osterweiterung, zu erreichen – selbstredend gerade auch mit und durch Opfer unter Bevölkerungen – von Soldaten ganz zu schweigen.
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    Sie hat es bis vor kurzem nicht geglaubt: JETZT schon!

  • Seit 45 gab es in Deutschland keine echte Demokratie und keine Souveränität mehr..... Das hat schon Adenauer zugegegeben, dass er drittgesteuert war (Zitat: "Wir sind keine Vertreter des deutschen Volkes, wir haben das Mandat von den Allierten.)
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    Vorhandene Restbestände an deutscher Souveränität wurden von Kohl erfolgreich an EZB, EU und EuGH entsorgt. Und um die Rest von Rechtsstaatlichkeit macht sich unsere unser US-Avatar im Hosenanzug.
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    Am Ende ist nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa eine "marktkonforme Demokratie" nach den Vorstellungen transatlantsicher Vordenker.

  • In Lybien, Syrien, Afghanistan, Ägypten, Irak überall der gleiche Ablauf – und überall das selbe Ergebnis !
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    Die Länder versinken nach einem US-finanzierten Putsch im Chaos, die letzten staatlichen Werte sind verscherbelt oder Zerbombt, dem Volk geht es schlechter als unter einem Diktator (und das will schon etwas heissen).
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    Sollte Europa wirklich solche Freunde bzw. Verbündete haben ?

  • Sollen die zivilisierten Länder folgendes ignorieren:
    Offizielle Anzahl an Todestrafen in China: 3.400 p.a.
    Inoffizielle Anzahl an Todesstrafen in China lt. Volkskongressabgeordneten: 10.000 p.a.

    Die korrekte Anzahl an Todesstrafen liegt noch deutlich darüber.

  • 1. Daß China zum 70. Jahrestag des Sieges über Japan im 2. Weltkrieg eine große Militärparade abhält, ist vollkommen normal und braucht niemanden zu beunruhigen.

    2. Selbstverständlich ist China ebensowenig ein Friedensstaat wie alle anderen Staaten dieser Erde. Bekanntlich sind Staaten laut Nietzsche (Zarathustra) die "kältesten aller kalten Ungeheuer". Manchmal allerdings verbergen sie ihr kaltes Antlitz.

    Von den Vorkommentatoren ist bereits mit Recht darauf hingewiesen worden, daß in den letzten Jahrzehnten kein Staat so unverfroren und brutal sein kaltes Ungeheurangesicht gezeigt hat wie die USA. Sie sind eben die mächtigste Militärmacht der Welt und glauben, sich jede Schandtat leisten zu können.

    3. Das wirklich Beunruhigende und Sorge Machende ist nun aber die Tatsache, daß alle großen westlichen Nationen die Parade boykottiert haben. Kein einziger dieser Staaten befindet sich im Krieg mit China. Keiner dieser Staaten hat in seiner Propaganda den chinesischen Staatschef Xi in ähnlicher Weise dämonisiert und zum 2. (oder 3., 4., 5. ...) Hitler erklärt, wie man das bei Putin tut. Und dennoch leistet man sich einen ungehörigen Affront gegen China.

    Das macht mir Sorge. Offensichtlich steuern die USA (die anderen westlichen Staaten sind ja nur ihre Schoßhündchen) zielstrebig und unbeirrt einen kompromißlosen Kurs der Konfrontation und des Konflikts. Sie machen auf mich den Eindruck eines Amokläufers, der von allen guten Geistern verlassen ist.

  • @F. Gessw:

    "..., hat durchaus Länder überfallen, Finnland, Japan (auf besetztem chinesischen Gebiet), Afghanistan..."

    Sie vergaßen:

    POLEN, in Tätergemeinschaft mit NS-Deutschland

  • Warum kann man denn Frank Sierens Artikel nicht kommentieren? Ich habe heute früh im Radio gehört, die ganze EU hätte vereinbart die Botschafter zu schicken? Da wäre Hintergrundinformation interessant.

    Auch wie der Plan zu sehen ist die Truppenstärken zu reduzieren? Ist das eine Umstrukturierung oder eine Sparmassnahme? Oder doch ein Signal?

  • Interessante Frage. Krieg führt das Land momentan nicht. Grossteile der Welt haben China / die Chinesen aber noch nicht durchschaut. Als diktatorischer Staat braucht er Feindbilder um das Volk bei Laune zu halten genauso wie Nordkorea diese braucht.
    Unangenehm und schmutzig ist die Rolle der Deutschen Politik in diesem Spiel. Japan ist auf Augenhöhe mit Deutschland und die Deutsche Industrie kann nicht mehr von Japan profitieren. Um von den Niedriglöhnen der Chinesen profitieren zu können schlägt sich die Deutsche Politik auf die Seite Chinas und kritisiert Japan bei Dingen der INNENPOLITIK Japans.
    1. Überschreitet Merkel ihre Zuständigkeiten
    2. Sie macht sich zur Gespielin des Deutschen Grosskapitals
    3. Deutschland war uber den 3-Achsenpakt zusammen mit Italien mit Japan verbündet. Geht man so mit ehemaligen Bündnispartnern um?

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