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Handelsblatt-Leserreise nach China Die Marke Mao

Ob jung, alt oder mittelalt – das Bild des „Großen Führers“ ist in China noch allgegenwärtig. Der politischen Führung gelingt es, den Rebellen und Denker von einst zu vereinnahmen, den Tyrannen aber außen vor zu lassen.
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Der Führerkult ist ungebrochen Quelle: ap
Selfie mit Mao

Der Führerkult ist ungebrochen

(Foto: ap)

Peking Vom 10. bis 18. Mai besucht eine Wirtschaftsdelegation des Handelsblatts die Metropolen Peking, Schanghai und Hunan. Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs wird gemeinsam mit Lesern Politiker, Manager und Unternehmer treffen.

Hans-Jürgen Jakobs Quelle: dpa

Hans-Jürgen Jakobs ist Senior Editor des Handelsblatts.

(Foto: dpa)

Der große Vorsitzende ist in der Hauptstadt gut, aber selten vertreten. Okay, Chinesen stellen sich stundenlang an, um im Mao-Mausoleum den aufgebahrten Revolutionär zu sehen, der 1949 die Volksrepublik gegründet hat. Und wenige Hundert Meter entfernt ist Mao (1893 – 1976) groß am Platz des Himmlischen Friedens im Porträt zu bewundern, am ersten Tor auf dem Weg in die Verbotene Stadt. Aber ansonsten war’s das mit dem Republikheiligen in Peking.

In Maos Heimat, der Provinz Hunan, ist er ganz anders präsent. In seiner Geburtsstadt Shaoshan gibt es ein 10,1 Meter hohes Denkmal. In der Provinz-Hauptstadt Changsha hängen drei Mao-Bilder zentral im Flur des Gebäudes der regionalen Parteiführung.

Im Business Park sendet eine große Mao-Büste das Signal von Erhabenheit, und auf der Flussinsel Orange Island vor der Metropole ist der Chairman von einst schließlich eine Art gutbürgerliche Attraktion: Eine 33 Meter hohe Skulptur – innen drin ist ein Veranstaltungsraum – dient jungen Hochzeitspaaren als Kulisse für ein Foto, das im Zweifel länger hält als die Ehe.

Auf der Insel hat Mao in seinen Studentenzeiten Gedichte verfasst und war anschließend durch den breiten Strom zurückgeschwommen. China liebt solche Legenden.

Der Handelsblatt Expertencall
Maos Konterfei als Merchandising-Verzierung
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