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Chinas Kritiker Experte: Deutsch-chinesisches Treffen Grund für Ais Freilassung

Dass Ai Weiwei auf freiem Fuß ist, sei auch Verdienst der Deutschen, sagen Experten. China weist das zurück: China sei ein Rechtsstaat, und deshalb behandele die Justiz den Fall entsprechend den rechtlichen Vorgaben unabhängig.
23.06.2011 Update: 23.06.2011 - 14:15 Uhr 1 Kommentar
Der chinesische Künstler Regimegegner Ai Weiwei. Quelle: Reuters

Der chinesische Künstler Regimegegner Ai Weiwei.

(Foto: Reuters)

Peking Die ersten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen kommende Woche in Berlin sind nach Einschätzung von Experten der Hauptgrund für die Freilassung des Künstlers Ai Weiwei. So nehme China ein brisantes Thema vom Tisch, sagte der Forschungsdirektor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Eberhard Sandschneider, am Donnerstag im dapd-Interview. Ähnlich äußerte sich der Sinologe Tilman Spengler.
Die Zukunft Ais könnte dennoch Thema bei dem Treffen am 27. und 28. Juni werden.

Ai Weiwei war am Mittwoch nach zweieinhalb Monaten Haft auf Kaution freigelassen worden. Trotz seiner Freilassung steht er weiter unter strenger Beobachtung der Behörden und darf zudem ein Jahr lang Peking nicht verlassen. Im April war er als Gastprofessor an die Universität der Künste (UdK) in Berlin berufen worden. Ai Weiwei war am Mittwoch nach zweieinhalb Monaten Haft auf Kaution freigelassen worden. Trotz seiner Freilassung steht er weiter unter strenger Beobachtung der Behörden und darf zudem ein Jahr lang Peking nicht verlassen. „Ich bin körperlich gesund. Aber ich kann keine Interviews führen, solange ich gegen Kaution auf mein Verfahren warte“, sagte Ai am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in Peking.

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    1 Kommentar zu "Chinas Kritiker: Experte: Deutsch-chinesisches Treffen Grund für Ais Freilassung"

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    • Wenn man Chinesen vor Monaten nach Ai Wei Wei fragte, so konnte kaum jemand mit diesem Namen etwas anfangen. Das hat sich nach dem riesigen Medienspektakel der letzten Monate grundlegend geändert. Es ist zu vermuten, dass sich Regimekritik für unbekannte Künstler durchaus rechnet. Mit seinen zweifelhaften Kunstobjekten ala Teehaus konnte er jedenfalls nicht diese Aufmerksamkeit ernten. Was den Vorwurf der Steuerhinterziehung angeht kann man nur sagen, wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Das hat schon ein russischer Oligarch erfahren müssen. Es ist zwar ungerecht als einziger belangt zu werden, wenn es alle tun. Aber das ist halt staatliche Willkür. Einen schönen Tag.

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