Chinas Staatschef in Deutschland Besuch vom reichen Onkel Xi

Xi Jinping bereist Europa. Heute kommt Chinas Staatschef nach Berlin, trifft dort Bundespräsident Gauck und Kanzlerin Merkel – am größten ist die Freude aber wohl in Frankfurt. Denn Xi hat ein schönes Mitbringsel dabei.
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Präsident Xi Jinping prostet bei seinem Besuch in den Niederlanden Königin Maxima zu. Quelle: dpa

Präsident Xi Jinping prostet bei seinem Besuch in den Niederlanden Königin Maxima zu.

(Foto: dpa)

PekingDie chinesische Öffentlichkeit interessiert sich bisher hauptsächlich für die Anzüge, die ihr Präsident auf seiner Reise durch das ferne, ferne Europa trägt. Zu einem Dinner mit dem niederländischen König trug Genosse Xi Jinping ein traditionelles Outfit mit chinesischem Stehkragen. Das gilt als völlige Neuerung, denn bisher haben sich die kommunistischen Größen ausschließlich in schwarzen Anzügen gezeigt.

„Die Kleidung zeigt die neue Selbstsicherheit und Offenheit der neuen Führung“, sagte ein ehemaliger Leiter der Protokollabteilung im chinesischen Außenministerium. Die Frage ist nun, wie der Präsident sich an diesem Freitag für seine Termine mit Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel kleiden will.

Es handelt sich um Xis erste Europareise als Präsident. Bisher läuft alles prächtig: Wo er hinkommt, wird er umworben. Schließlich ist er der Staatschef der größten Wachstumswirtschaft auf diesem Planeten. China ist zudem auf der Weltbühne ein diplomatisches Schwergewicht geworden – an den Positionen der Atommacht mit der Milliardenbevölkerung kommt keiner vorbei.

Das chinesische Outfit des Präsidenten verrät dabei schon etwas über sein Programm. Er tritt selbstbewusster auf als seine Vorgänger und vertritt eine ausgeprägt machtpolitische Agenda. Zugleich bringt er aber auch Geschenke mit: Wirtschaftsabkommen sowie die Aussicht auf vertiefte Partnerschaft und Zusammenarbeit.

Die französische Regierung – am Mittwoch war Xi in Paris zu Gast – hat bereits ausgerechnet, dass das eigene Handelsdefizit um zehn Prozent sinken würde, wenn jährlich fünf Millionen chinesische Touristen nach Frankreich kommen. Sie wünscht sich zudem deutlich höhere Exporte nach China.

Kein Wunder, dass Xis französischer Kollege François Hollande alles tat, um einen guten Eindruck zu machen. Um so größer war die Freude, als China einen Großauftrag bei dem europäischen Flugzeugbauer Airbus aufgab.

Doch Kern des Besuchsprogramms sind die Gespräche in Deutschland, das China aufgrund enger Verflechtung der Wirtschaft näher steht als die anderen EU-Mitglieder. „Die Beziehungen sind die besten in der Geschichte“, sagt Ding Chun vom Zentrum für Europastudien an der Fudan-Universität in Shanghai. Beide Länder teilten politische Prioritäten: Die Förderung von Realwirtschaft, Außenhandel und freien Märkten bei möglichst großer Stabilität und Berechenbarkeit.

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8 Kommentare zu "Chinas Staatschef in Deutschland: Besuch vom reichen Onkel Xi"

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  • Warum? Mal abgesehen vom Westen mischt sich kein Land in die inneren Angelegenheiten einer anderen Nation ein. Warum soll China auf die unterste Treppenstufe sinken, wie Europa und die USA um Ihre Interessen zu vertreten. Die Chinesen haben wenig Religion, bei Ihnen zählt persönliche Ehre und die werden Sie wie Europa und die USA nicht verlieren. Das ist für Chinesen von großer Bedeutung mit der Ehre, ähnlich eines Christens, der nicht in die Hölle will.

  • 欢迎来到德国,习主席先生!

    我们蒙蔽德国一些欧盟的那一刻,
    但不要担心:这是好多了!

    我们两国具有良好的经济效益 – 的关系。

  • ....natürlich habe ich noch vergessen, dass Xi einen Bundespräsidenten die Hand schüttelt, der nicht vom Volk gewählt ist aber anmaßt ständig im Namen des Volkes zu sprechen . Übrigendes kommt BP Gauck aus dem angeblichen Unrechtsstaat DDR und kann immer noch DDR.

  • Hoffentlich spricht Xi die Menschenrechtsverletzungen in Deutschland an , wo 500 000 Tausend Obdachlose wie Tiere auf der Strasse leben oder in überfüllten Nachtunterkünften nicht schlafen können, weil sie Angst haben beklaut zu werden. Da sie keine Unterkunft bekommen gibt es meist kein Geld Hartz IV vom Staat. Asylanten und Zuwanderer bekommen dagegen Kindergeld selbst wenn ihre Kinder im Ausland angeblich leben und bekommen auch noch Sozialgeld. Einweisung und Jahrelange seelische
    Folter in geschlossenen Kliniken wie es Mollath passiert ist mal als Beispiel genannt, weil er Mißstände aufdeckte die Politik und Finanzmafia in Gefahr bringen konnte. Behinderten Mord anhängen weil es so einfach ist einen Fall abzuschliessen und keiner den Unschuldig Verurteilten vermisst. Auch sollte Xi fordern das wenn man sich so auf Demokratie beruft wie in Deutschland, die Bürger mit einbezieht und nicht ausgrenzt. Das ist auch eine Menschenrechtsverletzung. Im Bundestag werden Politiker meist erst am Lebensabend ausgetauscht also länger im Amt als Chinesische >Politiker. Hoffentlich spricht Xi darüber. Habe ich was vergessen?

  • Wieso titelt das "seriöse" Handelsblatt nicht gleich: "Der reiche Onkel besucht die Mutti". - Wurde jemals ein westlicher Regierungs- oder Staatschef als 'Onkel' bezeichnet? Langsam kommt die Bildkrake in jedes x-beliebige Redakteurhirm hineingekrochen. - Euren 'Salat' kann man bald auch nicht mehr genießen.

  • Herzlich Willkommen, kann ich da nur sagen.

    Ich war selbst gerade ein paar Tage in Peking. Hat mir da sehr gefallen und wir haben uns diese schöne und sehr große Stadt angesehen.

    Gegenüber meinem letzten Besuch vor 7 Jahren hat sich dort sehr viel getan. aber der immer wieder angesprochene Smog war kaum zu erkennen. Entweder hat sich das alles gebessert, ober wir hatten eine Periode der schönen Tage. Auch von dem (angeblichen) Polizeit-Staat haben wir fast nichts mitbekommen. Polizei war kaum da und wenn, dann nie so mit MP und Pistolen bewaffnet, wie in Deutschland üblich.

    Generell freu es mich, wenn nun der Chef der Chinesen zu einem „Gegenbesuch“ hier ist.

  • Wir sollten da endlich mal ne Transitstrecke von Europa nach China legen, durch Russland und über Arabien nach Indien. Dann verschmutzen wir nicht mir Transport die Weltmeere, Piraten wären keine Gefahr mehr und der Handel wird kostengünstiger, umweltfreundlicher und schneller. Außerdem profitieren ein Haufen Länder davon, da würde Zuzug kommen entlang der Strecke und alle profitieren. Außerdem können dann entlang der Strecken auch Energieversorgungen stattfinden ohne Tankerunglücke etc.

  • O Gott, die Etikette. Der Maxima muß dringend gezeigt werden, wie man ein Glas anfasst. Das ist ja unfassbar!

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