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Chinesische Studie Atomtestgelände in Nordkorea nach Bombentests teilweise eingestürzt?

Der Berg, in dem Testbomben für Nordkoreas Atomprogramm gezündet wurden, soll zusammengesackt sein. Forscher fürchten Strahlungslecks.
26.04.2018 - 08:43 Uhr Kommentieren
Die Anlage sei wahrscheinlich nicht mehr für weitere Atomtests geeignet und womöglich anfällig für Strahlungslecks, schreiben chinesische Forscher. Quelle:  CNES Airbus Defense Space/38 No
Satellitenaufnahme der Anlage in Punggye-Ri vom 25. April 2017

Die Anlage sei wahrscheinlich nicht mehr für weitere Atomtests geeignet und womöglich anfällig für Strahlungslecks, schreiben chinesische Forscher.

(Foto:  CNES Airbus Defense Space/38 No)

Düsseldorf Das größte Atomtestgelände in Nordkorea ist offenbar zum Teil eingestürzt. Das berichten mehrere englischsprachige Medien, darunter der „Guardian“ und „BBC“, und berufen sich dabei auf Erkenntnisse von Geologen der Chinesischen Universität der Wissenschaften und Technik in Hefei.

Entsprechende Vermutungen gab es schon im vergangenen September, als nach dem bislang letzten Atombombentest eine weitere Erschütterung registriert wurde – wahrscheinlich von einstürzenden Tunneln in Nordkoreas Atomtestzentrum in der nördlichen Hamgyeong-Provinz.

Die Ergebnisse der Studie der chinesischen Geologen weisen demnach darauf hin, dass ein Teil des Berges, in dem sich die Testtunnel befinden, in sich zusammengesackt sei. Die Anlage sei wahrscheinlich nicht mehr für weitere Atomtests geeignet und womöglich anfällig für Strahlungslecks, schreiben die Forscher.

In Punggye-Ri im Nordosten des Landes wurden seit 2006 sechs Bomben getestet. Der Test im September 2017 war der bislang größte Nordkoreas und hatte international für scharfe Kritik gesorgt. Die Sprengkraft wurde auf mehr als 100 Kilotonnen TNT geschätzt und war mindestens zehn Mal so stark als die der vorher getesteten Bomben des Landes. Zum Vergleich: Die Hiroshima-Bombe hatte eine Sprengkraft von etwa 13 Kilotonnen TNT.

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    Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-Un hatte vor wenigen Tagen überraschend verkündet, sein Atomprogramm auszusetzen. Kim hatte den Schritt unter anderem mit der Vollendung des nordkoreanischen Atomprogramms begründet – dieser „große Sieg“ mache weitere Tests unnötig. Diese Argumentation wurde jedoch von Experten weltweit mit Skepsis aufgenommen.

    Am Freitag wollen sich Kim und der südkoreanische Präsident Moon Jae In im Grenzort Panmunjom treffen und unter anderem auch über das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm reden. Es ist erst das dritte Mal in der Geschichte der verfeindeten Staaten, dass sie zu einem Gipfeltreffen zusammenkommen. Der Koreakrieg (1950 bis 1953) endete lediglich mit einem Waffenstillstand, bis heute gibt es keinen Friedensvertrag.

    Ein Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Kim ist für Ende Mai oder Anfang Juni geplant. Wichtigstes Ziel von Moon und Trump ist es, Nordkorea zur Beseitigung seiner Atomwaffen zu bewegen.

    • pal
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