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Christie trumpt auf „US-Besucher wie FedEx-Pakete verfolgen“

In der Kandidatur um den US-Präsidentschaftskandidaten der Republikaner fiel vor allem Milliardär Donald Trump auf. Jetzt zieht Chris Christie nach: Er will alle Besucher der Staaten wie Pakete überwachen lassen.
2 Kommentare
Chris Christie, Governeur von New Jersey, erhält Beifall während einer Wahlkampfrede. Er fordert, dass Touristen in den  USA vollständig überwacht werden. Quelle: ap
Chris Christie

Chris Christie, Governeur von New Jersey, erhält Beifall während einer Wahlkampfrede. Er fordert, dass Touristen in den USA vollständig überwacht werden.

(Foto: ap)

New York Kann man Trump noch übertrumpen? Man kann! Der republikanische Präsidentschaftskandidat Chris Christie, derzeit Gouverneur von New Jersey, fordert ein lückenloses Überwachungssystem für legale Einwanderer nach dem Vorbild von Paketdiensten. Reisen ein Tourist oder ein Geschäftsmann jetzt in die USA ein, werden ein Foto gemacht und Fingerabdrücke genommen. Danach bewegen sich diese Menschen frei wie jeder andere.

Nicht mehr lange, wenn es nach Christie geht. So wie man bei einem FedEx-Paket dank eines Barcodes immer genau wisse, wo es gerade sei, könnte man bei legalen Ausländern immer genau wissen wo sie sich aufhalten. Rund 40 Prozent der elf Millionen illegalen Einwanderer erreichten nach Schätzungen die USA legal und blieben dann einfach, nachdem ihr Visum abgelaufen war. Diesen Leuten, so Christie in New Hampshire launig, "wollen auf die Schulter klopfen und ihnen sagen 'Danke, dass ihr gekommen seid. Und jetzt ist es Zeit zu gehen'". Die USA brauche ein System, dass Ausländer "vom ersten Moment an verfolgt."

Hillarys potenzielle Gegenspieler
Donald Trump
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Er schmeißt mit reißerischen Parolen um sich und beherrscht damit nicht nur die Schlagzeilen, sondern auch die Umfragen. Ein politisches Amt bekleidete der Immobilienunternehmer noch nie, gewann im Jahr 2000 aber die Vorwahlen in Kalifornien. Der in New York lebende Investor hat fünf Kinder aus drei Ehen.

(Foto: AFP)
Jeb Bush
2 von 11

Er könnte die Dynastie von Vater und Ex-Präsident George Bush Senior sowie Bruder und Ex-Präsident George W. Bush fortsetzen. Ob sein Nachname ihm im Wahlkampf hilft oder schadet, muss sich noch zeigen. Der ehemalige Gouverneur von Florida gilt als moderat und kann dank seiner Kontakte wichtige Spender hinter sich versammeln.

(Foto: dpa)
Scott Walker
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Walker hat als Gouverneur von Wisconsin Schlagzeilen der besonderen Art gemacht - und Nerven gezeigt. Nach einer umstrittenen Sparpolitik wollten Kritiker ihn mit einer Abstimmung aus dem Amt jagen. Doch Scott überstand den Angriff und überlebte als Gouverneur. Nach Trump rechnen ihm Demoskopen derzeit die besten Chancen aus.

(Foto: dpa)
Mike Huckabee
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Der Mann mit dem markanten Namen war bereits 2008 im Rennen und gewann sogar die erste Vorwahl in Iowa, musste später aber aufgeben. Seitdem tingelt der Baptistenprediger und Ex-Gouverneur von Arkansas durch die TV-Sender, etwa mit einer Talk-Show beim konservativen Sender Fox News. Er trifft besonders den Nerv der religiösen Rechten.

(Foto: dpa)
Ben Carson
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Der 63-Jährige ist in Medizinerkreisen weltberühmt: Der Neurochirurg gilt als Pionier der operativen Trennung Siamesischer Zwillinge. Den ersten erfolgreichen Eingriff führte er 1987 an einem deutschen Brüderpaar aus Ulm durch. Der Afroamerikaner kommt aus sehr armen Verhältnissen und gilt als konservativ.

(Foto: ap)
Ted Cruz
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Der Newcomer sitzt zwar erst seit 2013 im Senat, hat aber schon durch bizarre Aktionen von sich reden gemacht - etwa mit 20 Stunden Dauerreden, wobei er teils aus Kinderbüchern zitierte. Der Texaner ist Tea-Party-Mann: Gegen Abtreibung, Waffengesetze und gegen „Big Government“. Die Parteibasis liebt ihn, Wechselwähler fürchten ihn.

(Foto: Reuters)
Marco Rubio
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Als Sohn kubanischer Einwanderer buhlt er vor allem um die wichtigen Stimmen der Latinos. Der Senator aus Florida fordert eine umfassende Einwanderungsreform und lehnt die Annäherung zwischen Havanna und Washington vehement ab. Er gilt als enger Freund von Jeb Bush, zudem als etwas zu jung und unerfahren.

(Foto: ap)

Christie ist einer der konservativen Kandidaten, die durch den plötzlichen Aufstieg des Milliardärs Donald Trump in Probleme geraten ist. Trump stieg nach Vorlage eines harschen Immigrations-Programms fast zehn Punkte in den Umfragen und führt unter den republikanischen Kandidaten mit weitem Abstand vor Jeb Bush. Christie hat es gerade erst wieder mit Mühe in die Gruppe der ersten zehn geschafft, was ihm einen Platz in der nächsten TV-Diskussion am 16. September sichern würde.

Die Umsetzung der Kennzeichnungsplane überträgt Christie einem Profi. Er will den Gründer von FedEx holen: "Ich werde Fred Smith drei Monate in das Amt für Einwanderung holen, und er wird denen dann erklären, wie man das macht."
Kritiker wie der demokratische Präsidentschaftskandidat Martin O'Malley sprachen am Wochenende vom "einem neuen Level der Entmenschlichung". Andere zweifeln schlicht die Umsetzbarkeit der Idee an, wieder andere verwiesen in Kommentaren sarkastisch auf die deutsche Nazizeit, als zum bislang letzten Mal Menschen Kontrollnummern eintätowiert wurden. FedEx-Pakete werden mit Hilfe eines aufgedruckten Barcodes vom Sender bis zum Empfänger nachverfolgt.

Wie dem auch sei: Christie hat die Publizität die er braucht, und FedEx hat eine gute Werbung als zuverlässiges Paketunternehmen. Ein Erfolg für die Sprecherin von Christies Wahlkampfteam. Laut der Webseite nj.com aus New Jersey ist es Samantha Smith. Sie ist die Tochter von FedEx-Gründer Fred Smith.

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2 Kommentare zu "Christie trumpt auf: „US-Besucher wie FedEx-Pakete verfolgen“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • wenn diesen Trotteln sonst nichts einfällt schlag ich vor:
    Diät machen, einpacken, viel Paketband rum und in irgendeiner Ecke vor sich hinrotten lassen...wie ein FedEx-Paket beim Streik....

  • Dieser hirnrissige Christie ähnelt doch sehr unserem Dick&Doof von der SPD.

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