„Comandante“ Chavez Venezuelas Präsident Hugo Chavez ist tot

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Menschenrechtsorganisation zieht kritische Bilanz

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff sagte einen Besuch in Argentinien ab, um an der um 10.00 Uhr (16.30 uhr MEZ) am Freitag beginnenden Trauerfeier teilzunehmen. Auch Argentiniens Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner, Boliviens Präsident Evo Morales und Uruguays Staatschef José Mujica wollen kommen. Ob auch Kubas Staatschef Raúl Castro oder gar sein Bruder Fidel nach Caracas kommen, war noch unklar. Beide waren engste Weggefährten von Chávez.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach der Familie von Chávez, der Regierung und dem venezolanischen Volk sein „tiefes Beileid“ aus. Er würdigte in einer kurzen Ansprache den „Beitrag zur Entwicklung seines Landes“, den Chávez während seiner Amtszeit geleistet habe. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff zeigte sich bestürzt und sprach von einem „unersetzlichen Verlust“. Chávez hinterlasse eine „Leere im Herzen, in der Geschichte und den Kämpfen Lateinamerikas“. „Ein großer Lateinamerikaner ist tot.“ Bolivien verhängte sieben Tagen offizielle Trauer, Argentinien drei Tage. Mehrere Staatschefs aus der Region wollen nach Caracas reisen.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zog dagegen eine kritische Bilanz der Chávez-Jahre. Die 14 Jahre seien geprägt gewesen durch „eine dramatische Machtkonzentration und eine offene Missachtung der Menschenrechte“. Der Opposition, Journalisten und Menschenrechtlern seien grundlegende Rechte verweigert worden. Gerade in den letzten Jahren habe Chávez seine Macht genutzt, um Kritiker einzuschüchtern, zu zensieren und zu verfolgen.

Chávez war in Havanna am 11. Dezember zum vierten Mal seit Juni 2011 wegen seiner Krebserkrankung operiert worden. Nach seinem Tod steht Venezuela vor Neuwahlen. Chávez hatte schon Ende vorigen Jahres Maduro als seinen Wunschnachfolger präsentiert.

Nach Artikel 233 der venezolanischen Verfassung müssen binnen 30 Tagen Neuwahlen ausgerufen werden. Bis dahin muss laut Verfassung Parlamentspräsident Diosdado Cabello die Amtsgeschäfte übernehmen. Es gilt als sicher, dass Maduro als Kandidat antritt. Welchen Kandidaten die Opposition aufstellt, ist noch nicht sicher.

Chávez war am 7. Oktober 2012 mit klarer Mehrheit von über 55 Prozent der Stimmen bis 2019 im Amt bestätigt worden. Auch die Opposition erkannte den Sieg rückhaltlos an. Allerdings hatte Chávez am 10. Januar 2013 sein Amt schon nicht mehr antreten können, weil er in Havanna ans Krankenbett gefesselt war.

  • dpa
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24 Kommentare zu "„Comandante“ Chavez: Venezuelas Präsident Hugo Chavez ist tot"

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  • Wir bekommen immer nur das öffentlich präsentiert, was jemand anderem passt. Die Meinung, die wir uns daraus bilden sollen bzw. bilden können, stellt deshalb keineswegs eine objektive Meinung dar. Vielmehr ist es ein Bild, das uns glaubhaft erscheinen soll. Zur Krebserkrankung von Hugo Chavez - im Artikel wurde erwähnt, dass es Vermutungen gab, seine Krankheit wäre von außen gesteuert... Ganz abwegig ist es nicht. Seltsamerweise ist er nicht der einzige Präsident aus Lateinamerika, der eine "Contra-Amerikanische" Politik führte und schließlich an einer Krebserkrankung starb. Er wollte sein Land nicht durch die USA "imperialisieren" lassen genauso wie auch Paraguays Präsident Fernando Lugo oder Argentiniens Präsidentin Christina Fernandez Kirchner...Heute sind noch nciht alle Karten offen, sodass man sich darüber streiten könnte inwieweit das nur eine Verschwörungstheorie ist. Aber eines Tages wird alles ans Licht kommen. Genau so wie damals mit dem Vorwurf Irak hätte biologische Waffen, dabei ging es den USA doch nur ums Öl und Sicherung der Ressourcen für sich selber.


  • Venceremos comandante. R.I.P

    Welch gehässiger Bodensatz mit verquerten-irrigen Weltbild im Beritt. Tollwut ausgebroch. Morgen ist Schäuble wieder dran.

  • ... da haben die Segnungen sozialistischer Medizinheilkunde ja den Richtigen erwischt!

  • R.I.P. Comandante!

  • Ein sozialistischer Spinner weniger.

  • Sie müssen mal mit Venezuelanern sprechen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, die Verwandte in Gefängnissen haben, oder deren Familien Mitgliedern getötet wurden, weil sie nicht mit dem Stalin-Verschnitt Commandante übereingestimmt haben. Die tanzen heute auf den Strassen. Ich habe viele Freunde aus Venezuela, und ich habe in Südamerika gelebt. Und ich muss sagen, dass Sie keine Ahnung haben.

  • Lol-ich Lach mich tot, hahaha. Nicht von den USA ausgebeutet, prust! Mannmannmann, da hat die Anti-USA Propaganda ja vollen Erfolg gehabt bei Ihnen. Einfach mal mit einem Folteropfer von Chavez reden oder mit einen Verwandten eines von Chavez getöteten Demonstranten.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.


  • Lateinamerika bewundert seine Comandantes.

    Wir muessen mit so EU Heinis und lokalen Entschuldigungen in Leit(d)ungsposition vorliebnehmen.

    Hier habn einige schlichtweg keine Ahnung von Lateinamerika und der "United Fruit Company Goldman und Morgan". Einschliesslich Machtzirkel moralisch verkommener alter Grossgrundbesitzer- Mulitreichen.

  • Für die Kommentatoren mit Semmelhirn ein kleiner Filmtip:
    The War on democracy.
    Vorsicht, Kommunistenpropaganda!

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