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Corona 150 Euro Prämie und „Freiheitskarte“: Griechenland belohnt Impfungen

Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis will die Impfbereitschaft junger Leute fördern. Wer sich impfen lässt, bekommt Geld vom Staat geschenkt.
28.06.2021 - 21:02 Uhr Kommentieren
Junge Leute in Griechenland erhalten ab Juli vom Staat eine mit 150 Euro geladene Bezahlkarte, wenn sie sich mindestens einmal haben impfen lassen. Quelle: dpa
Gäste sitzen in einem Café in Athen

Junge Leute in Griechenland erhalten ab Juli vom Staat eine mit 150 Euro geladene Bezahlkarte, wenn sie sich mindestens einmal haben impfen lassen.

(Foto: dpa)

Athen Zur „Operation Freiheit“, wie Griechenland seine Covid-Impfkampagne nennt, kommt jetzt die „Freiheitskarte“: Griechinnen und Griechen im Alter von 18 bis 25 Jahren will die Regierung mit einer Prämie in die Impfzentren locken. Wer mindestens eine Impfung nachweisen kann, bekommt vom Staat ein elektronisches Guthaben von 150 Euro auf sein Smartphone.

„Wir öffnen damit ein weiteres Fenster der Freiheit“, sagte Premierminister Kyriakos Mitsotakis am Montag in einer vom Fernsehen und auf Youtube übertragenen Rede. Die 18- bis 25-Jährigen hätten unter den Corona-Beschränkungen der vergangenen 16 Monate besonders gelitten, sagte Mitsotakis: „Sie haben das gemeinsame Studieren und Freunde vermisst, ihnen fehlten Reisen und Unterhaltung.“ Nun sei „die Stunde gekommen, diese Bevölkerungsgruppe, die auf eine besonders harte Probe gestellt wurde, zu belohnen“, erklärte Mitsotakis.

18- bis 25-Jährige, die sich gegen Covid-19 impfen lassen, können die sogenannte „Freiheitskarte“ bekommen. Das Guthaben von 150 Euro wird entweder auf das Smartphone geladen oder steht physisch in Form einer vorbezahlten Kreditkarte zur Verfügung.

Eingesetzt werden kann das Guthaben für Flug-, Fähr- und Bahntickets innerhalb Griechenlands, Mietwagen, Hotels, Campingplätze, Theater- und Kinovorstellungen, den Besuch von Konzerten, Museen und archäologischen Stätten. Zahlungen sind sowohl im Internet möglich wie auch an allen Kartenterminals (POS).

Fast eine Millionen Berechtigte

Berechtigt sind etwa 940.000 junge Leute der Geburtsjahrgänge 1996 bis 2003. Wer geimpft ist, kann die Karte auf dem Regierungsportal gov.gr elektronisch beantragen. Am nächsten Tag soll das Guthaben zur Verfügung stehen, sagte Kyriakos Pierrakakis, der griechische Minister für Digitalisierung.

Start des Programms ist in der zweiten Julihälfte. Vereinfacht wird das Verfahren dadurch, dass es in Griechenland ein zentrales Impfregister gibt, das in Echtzeit aktualisiert wird. Auch wer sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt hat impfen lassen, kann die Karte bekommen.

Als zusätzlichen Anreiz bekommen die Inhaber der „Freiheitskarte“ neben den 150 Euro im Monat August ein unbegrenztes Datenvolumen für ihr Smartphone. Damit möchte die Regierung rechtzeitig zu Beginn der Sommerferien die Impfbereitschaft junger Leute fördern.

Bei den abgeschlossenen Impfungen liegt Griechenland unter den 27 EU-Staaten auf Platz sieben. Nach Regierungsangaben werden bis Ende Juni 35 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft sein. Bis Ende Juli soll die Quote auf 48 Prozent steigen. Seit Mitte Juni ist die Impfpriorisierung aufgehoben.

„Wir haben genug Impfstoff“

Alle über 18-Jährigen können zeitnah Impftermine beantragen. „Wir haben genug Impfstoffe, sodass Impfwillige, die sich heute auf unserer Plattform anmelden, schon für morgen einen Termin bekommen können“, sagte Akis Skertsos, Staatsminister im Amt des Ministerpräsidenten.

Gegenwärtig werden in Griechenland pro Tag etwa 100.000 Impfungen verabreicht. Ziel sei eine Impfquote von 70 Prozent, sagte Skertsos. Um sie zu erreichen, will die Regierung in den nächsten Tagen weitere Vergünstigungen für Geimpfte verkünden. Es gibt auch Überlegungen, für bestimmte Berufsgruppen eine Impfpflicht einzuführen. Darüber will die Regierung im Herbst entscheiden.

Mehr: Angst vor der Delta-Variante: Diese Einreiseregeln gelten weltweit

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