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Corona-Folgen Autobauern in China gehen die Chips aus – auch deutsche Hersteller sind betroffen

Die Lieferengpässe könnten die Produktion in der Volksrepublik noch bis ins erste Quartal 2021 hinein beeinträchtigen, warnen Branchenvertreter.
14.12.2020 - 03:48 Uhr Kommentieren
Von der Knappheit an Mikrochips sind zunehmend auch die deutschen Autobauer und ihre Zulieferer betroffen. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Mikrochip

Von der Knappheit an Mikrochips sind zunehmend auch die deutschen Autobauer und ihre Zulieferer betroffen.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Peking Den Autoherstellern und ihren Zulieferern in China gehen die Chips aus. Li Shaohua, stellvertretender Generalsekretär des chinesischen Automobilverbands China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) warnt davor, dass einige Unternehmen im ersten Quartal des nächsten Jahres „stark betroffen“ von dem Engpass sein werden. Li machte die Bemerkungen gegenüber der verbandseigenen Publikation „AutoReview“.

Auch deutsche Automobilhersteller und -zulieferer sind von der Knappheit betroffen. Neben Bosch und Continental warnte ebenso Volkswagen vor Engpässen. „Die Chipversorgung für bestimmte elektronische Automobilkomponenten wurde aufgrund von Unsicherheiten, die durch die Pandemie verursacht wurden, beeinträchtigt“, sagte ein Volkswagen-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Das habe zu einer potenziellen Unterbrechung der Automobilproduktion geführt, wobei die Situation kritischer werde, da die Nachfrage aufgrund der schnellen Erholung des chinesischen Marktes gestiegen sei, heißt es in der Erklärung.

Der Versorgungsengpass werde durch unzureichende globale Investitionen in die Chipfertigung, steigende Nachfrage nach Chips von elektronischen Geräten und Produktionsverlangsamungen in Europa und Südostasien aufgrund der zweiten Welle der Covid-19-Pandemie verursacht, sagte Li.

Der chinesische Automarkt ist im internationalen Vergleich sehr schnell aus der Krise gekommen. Wie der Automobilherstellerverband CAAM kürzlich mitteilte, stiegen die Autoverkäufe im November um 12,6 Prozent zum Vorjahr – der achte monatliche Anstieg in Folge.

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    Autonomes Fahren und E-Mobilität treiben die Nachfrage

    In Autos werden immer mehr Chips verbaut, etwa bei Fahrassistenten oder dem Steuern von Motorfunktionen. Experten rechnen aufgrund der Entwicklung hin zu mehr autonomem Fahren und zu mehr Elektrofahrzeugen mit einer weiterhin stark steigenden Nachfrage.

    Derzeit ergriffen die Automobilhersteller bereits aktiv Gegenmaßnahmen, um den Engpass zu bewältigen, so Autoverbandsvertreter Li. So reduzierten sie das Produktionstempo, passten den Lagerhaltungszyklus an, vergrößerten die Auswahl der Zulieferer und optimierten ihre Lieferketten. Li rechnet dennoch damit, dass die Preise für Chips aufgrund von deren unzureichender Verfügbarkeit „unausweichlich“ ansteigen werden. CAAM erwartet jedoch nicht, dass der Engpass bei der Chipversorgung einen „zu großen“ Einfluss auf die Gesamtjahresproduktion der Branche haben wird, sagte er, ohne die Auswirkungen näher zu beziffern.

    China ist der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt der deutschen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW. Die Covid-19-Pandemie hatte in China früh im Jahr das Wirtschaftsleben lahmgelegt, allerdings fuhren die Autofabriken früher als in Europa und Nordamerika wieder hoch.

    Mehr: Viele Autozulieferer leiden unter dem Ende der Verbrenner. Halbleiterfirmen profitieren enorm von dieser Entwicklung.

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