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Corona-Impfstoff Offenbar erste Vereinbarungen zur Lieferung von Biontech-Dosen nach Taiwan erzielt

Bisher haben in Taiwan nur wenige Bürger den vollen Impfschutz. Über Umwege könnte der Inselstaat nun an das Vakzin von Biontech kommen.
03.07.2021 - 10:06 Uhr Kommentieren
Bisher gibt es in Taiwan noch keinen Impfstoff von Biontech. Quelle: Reuters
Impfung in Taipeh

Bisher gibt es in Taiwan noch keinen Impfstoff von Biontech.

(Foto: Reuters)

Taipeh Der Gründer des taiwanischen Elektronikzulieferers Foxconn, Terry Gou, und der Chip-Auftragsfertiger TSMC haben Insidern zufolge vorläufige Vereinbarungen zum Kauf von je fünf Millionen Dosen des Corona-Impfstoffes von BioNTech getroffen. Die Abkommen seien mit einer Tochterfirma des chinesischen Unternehmens Fosun Pharma erzielt worden, das über eine Lizenzvereinbarung zur Vermarktung des Covid-19-Impfstoffs von Biontech in China, Hongkong, Macau und Taiwan verfüge, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Vorgesehen sei, dass der deutsche Hersteller die Impfdosen direkt nach Taiwan liefere, sagte einer der Insider. Die Vereinbarungen seien allerdings noch nicht endgültig unter Dach und Fach.

Taiwans Regierung hat über Monate hinweg versucht, direkt von Biontech Impfstoff zu kaufen. Nach ihren Angaben kam aber ein eigener Vertrag zwischen dem Inselstaat und Biontech zu Jahresbeginn auf Druck Chinas nicht zustande. Die Volksrepublik, die Taiwan als Teil ihres Territoriums betrachtet, weist diese Darstellung zurück. Ihrer Ansicht nach hat die taiwanische Regierung gegen Geschäftsprinzipien verstoßen, indem sie versucht habe, Fosun zu umgehen und direkt mit Biontech zu verhandeln.

Als Taiwans Regierung sich wegen einer schleppenden Impfkampagne zunehmender Kritik ausgesetzt sah, gab sie Gou und TSMC grünes Licht, an ihrer Stelle über die Impfstofflieferungen zu verhandeln. Die Dosen sollen dann an die Regierung in Taipeh zur weiteren Verteilung gespendet werden. Bislang sind nur etwa neun Prozent der 23,5 Millionen Einwohner Taiwans mindestens einmal gegen Corona geimpft worden. Erforderlich sind in der Regel zwei Impfungen.

Ein Insider sagte, die deutsche Regierung habe versucht, die Gespräche zur Impfstofflieferung zu beschleunigen, da sie nicht den Eindruck erwecken wolle, es würden auf Druck Chinas keine Dosen an Taiwan verkauft. Das Auswärtige Amt lehnte eine unmittelbare Stellungnahme ab. Anfang Juni hatte ein deutscher Diplomat erklärt, die Bundesregierung vermittle bei den Gesprächen. Wie viele andere Länder auch unterhält Deutschland keine formellen Beziehungen zu Taiwan.

Fosun war für einen Stellungnahme zu den Insider-Angaben nicht erreichbar. Foxconn, teilte mit, am geplanten Kauf von Vakzinen werde weiter hart gearbeitet. Details nannte der Apple-Zulieferer nicht. TSMC sprach von einem Vorgang, der noch im Gange sei, und zu dem es derzeit keine weiteren Informationen gebe. Biontech lehnte eine Stellungnahme ab.

  • rtr
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