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Corona-Pandemie IWF und Weltbank wollen Hilfen für Schwellenländer aufstocken

Der IWF und die Weltbank fordern von den Regierungen der G20, dass sie wie in der Finanzkrise einen gemeinsamen Plan zur Krisenbewältigung entwickeln.
06.04.2020 - 11:18 Uhr Kommentieren
Die Lage sei so ernst wie nach der Finanzkrise 2009 - „oder schlimmer“, sagte IWF-Chefin Kristina Georgieva. Quelle: AFP
Kristalina Georgieva

Die Lage sei so ernst wie nach der Finanzkrise 2009 - „oder schlimmer“, sagte IWF-Chefin Kristina Georgieva.

(Foto: AFP)

Berlin Argentinien steckte bereits vor der Pandemie in Finanzschwierigkeiten. Es wird aber nicht das einzige unter den Schwellen- und Entwicklungsländern bleiben, das in Folge der Corona-Rezession an den finanziellen Abgrund geraten könnte.

85 Staaten haben bereits beim Internationalen Währungsfonds (IWF) um Hilfskredite gebeten. So viele Länder gleichzeitig waren es noch nie in der 75-jährigen Geschichte des IWF, betont IWF-Chefin Kristalina Georgieva.

Um die Hilferufe zu erhören, werde der Fonds seine Mittel von einer Billion Dollar mobilisieren. Und innerhalb dieses Rahmens werde der Fonds seine Ressourcen für schnelle Nothilfen von 50 auf 100 Milliarden Dollar verdoppeln.

Infolge der Corona-Epidemie und des wirtschaftlichen Stillstandes ist laut IWF die Weltwirtschaft im März in die Rezession gerutscht. Die Lage sei so ernst wie nach der Finanzkrise 2009 - „oder schlimmer“, so Georgieva.

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    In vielen Schwellen- und Entwicklungsländern scheine die Corona-Epidemie gerade erst zu beginnen, schreibt IWF-Chefökonomin Gita Gopinath am Montag in einem IWF-Blog. Die Schäden durch die Pandemie würden sich nach und nach durch die Schwellenländer fressen, die Frühindikatoren über die Industrieproduktion zeigten weltweit nur einen Trend: Scharf nach unten.

    Auch Lateinamerika und Afrika bald betroffen

    Nach Asien, Europa, den USA würden nun auch Lateinamerika und Afrika getroffen. Der IWF und die Weltbank fordern deshalb von den Regierungen der 20 größten Volkswirtschaften (G20), dass sie wie in der Finanzkrise einen gemeinsamen Plan zur Krisenbewältigung entwickeln. „Ein globales Problem braucht globale Antworten“, so Georgieva.

    Die Weltbank wiederum will in den kommenden 15 Monaten 160 Milliarden Dollar bereitstellen, um die Gesundheitssysteme in den armen Ländern zu stärken. In 25 besonders arme Länder, von Aghanistan über Djubuti, Ghana, den Senegal bis hin zum Yemen, fließen bereits die ersten Mittel von 1,9 Milliarden Dollar Corona-Soforthilfe. „Die ärmsten Länder werden am härtesten von der Pandemie getroffen“, sagt Weltbank-Chef David Malpass. IWF und Weltbank fordern für die 76 ärmsten Länder einen sofortigen Schuldenerlass. Beide hoffen, dass dies während der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank nach Ostern beschlossen wird.

    Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) unterstützt die Forderung. „Ich werde beim Treffen der Weltbank-Gouverneure vorschlagen, diesen Ländern ihre Schulden in einem ersten Schritt für ein Jahr zu stunden“, sagte Müller dem Handelsblatt. „Wenn das nicht reicht, wäre ein Schuldenerlass für die 47 am wenigsten entwickelten Länder der nächste Schritt“, sagte er.

    In dieser Frage dürfte es vor allem auf China ankommen, bei dem Entwicklungsländer die meisten Schulden haben. Bei Deutschland stehen die ärmsten Länder seit dem letzten Schuldenschnitt 2013 nur noch mit acht Millionen Euro in der Kreide - mit Ausnahme Myanmars, das noch 632 Millionen Euro Schulden bei Deutschland hat.

    Mehr: Es droht eine globale Schuldenkrise: Bereits hoch verschuldete Staaten müssen sich noch weiter verschulden. Das könnte eine Kettenreaktion von Kreditausfällen auslösen.

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