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Corona-Pandemie Ski fahren dürfen in Österreich vorerst nur Einheimische

Läden und Museen dürfen in Österreich in der kommenden Woche wieder öffnen. Der internationale Skibetrieb soll aber bis zum 7. Januar ruhen. Das kostet den Staat eine Milliarde Euro.
02.12.2020 - 18:22 Uhr Kommentieren
Österreich lockert die Corona-Regeln, doch Skitouristen aus Risikogebieten müssen draußen bleiben. Quelle: dpa
Werbung für Skifahren in Ischgl (Archivfoto)

Österreich lockert die Corona-Regeln, doch Skitouristen aus Risikogebieten müssen draußen bleiben.

(Foto: dpa)

Wien Österreich lockert zwar die Corona-Regeln. Dennoch müssen die Österreicher weiter mit teils starken Einschränkungen wegen der Coronakrise leben. Bundeskanzler Sebastian Kurz gab zwar bekannt, dass alle Läden und Museen am 7. Dezember wieder ihren Betrieb aufnehmen dürfen.

Ebenso wird es an den Pflichtschulen wieder Präsenzunterricht geben. Hotels und Gastronomiebetriebe sollen aber bis zum 7. Januar geschlossen bleiben.

„Ziel aller Maßnahmen ist es, die Zahl der Infektionen bis zum 23. Dezember weiter zu senken, um das Weihnachtsfest zu feiern“, sagt Kurz. Skifahren ist ab dem 24. Dezember möglich. Allerdings richtet sich das Angebot nur an einheimische Tagesausflügler. Für Ausländer wird es sich kaum lohnen, fürs Skifahren nach Österreich zu reisen. Ab dem 7. Januar soll es dann mit dem Skibetrieb auf breiter Front losgehen, stellt Tourismusministerien Elisabeth Köstinger in Aussicht.

Denn um die Weihnachtszeit gelten strenge Einreisebestimmungen: Wer aus einem „Risikogebiet“ kommt, wozu derzeit auch Deutschland zählt, muss in eine zehntägige Quarantäne. Als Risikogebiet gelten Regionen und Länder, die in den vergangenen 14 Tagen im Durchschnitt auf 100.000 Einwohner mehr als 100 Neuinfektionen aufweisen.

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    Damit steht vor allem dem bereits stark gebeutelten Fremdenverkehr weiterhin eine schwierige Zeit bevor. Im Dezember werden Restaurants und Hotels allerdings vom Staat eine Umsatzentschädigung von 50 Prozent erhalten. Das wird laut Finanzminister Gernot Blümel eine Milliarde Euro kosten. Ab dem 1. Januar können die Gastbetriebe auch einen Fixkostenzuschuss beantragen, beispielsweise für die Ausgaben für die Miete oder die Versicherungen.

    In Österreich sind Gaststätten und Kultureinrichtungen seit dem 3. November geschlossen, am 17. November mussten auch die meisten Läden den Betrieb einstellen. Österreich ging also wie im März zu einem harten Lockdown über.

    Großzügige Entschädigung für Unternehmen

    Die Regierung hatte bereits im November den Unternehmen versprochen, sie dafür wenigstens großzügig zu entschädigen. Restaurants und Hotels erhalten für den November eine Umsatzkompensation von 80 Prozent, wobei die Zahlen vom November 2019 die Vergleichsbasis bilden.

    Läden bekommen je nach Sparte einen Umsatzersatz zwischen 20 und 60 Prozent erstattet: Die Anbieter verderblicher Ware erhalten dabei großzügigere Hilfen als die Geschäfte, die dauerhafte Ware anbieten. Das heißt: Für Blumenhändler gibt es beispielsweise mehr Geld als für Möbelhäuser.

    Österreich will Skipisten öffnen – aber nur für Einheimische

    Mittlerweile zeigt der „harte“ Lockdown bei den Infektionszahlen in Österreich zwar positive Effekte. Allerdings ist die Lage weiter so angespannt, dass Experten davon abrieten, wieder ganz zum Normalzustand zurückzukehren. Zwar ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen seit dem 11. November kontinuierlich gesunken. An jenem Tag waren mehr als 9200 Ansteckungen registriert worden, am gestrigen Dienstag waren es nur noch gut 3500, an diesem Mittwoch 3660.

    Dieser Erfolg täuscht allerdings noch etwas über die Lage in den Krankenhäusern hinweg. Die Zahl der Intensivpatienten ist erst leicht rückläufig: Vor einer Woche benötigten 709 Kranke eine intensive medizinische Betreuung, was einen Rekordwert darstellte. Diese Zahl ist mittlerweile unter die Marke von 700 gesunken. „Es ist uns gelungen, eine Überforderung der Intensivpflege zu verhindern“, sagte Kurz. 

    Die Öffnungsschritte seien allerdings nur sinnvoll, wenn sich alle an die weiterhin geltenden Schutzmaßnahmen halten. Vor allem sollen sich die Österreicher nicht direkt in der kommenden Woche ins Weihnachtsgeschäft stürzen. Es bestehe ausreichend Zeit und Gelegenheit, die Einkäufe für die Festtage zu erledigen, sagte Innenminister Karl Nehammer.

    Mehr: Österreich und andere Länder setzen auf Corona-Schnelltests – doch Experten dämpfen die Erwartungen

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