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Corona Quarantäne für Geimpfte und keine Touristen: Delta-Variante zwingt Israel zur Kehrtwende

Das Land verschärft trotz hoher Impfquote die Maßnahmen gegen das Coronavirus. Denn die Zahl der Neuinfizierten steigt wieder. Die Wirtschaft fürchtet einen Rückschlag.
24.06.2021 - 12:47 Uhr 1 Kommentar
70 Prozent der Neuinfektionen in Israel gehen inzwischen auf die Mutante zurück, die Hälfte davon trifft Kinder. Quelle: Reuters
Ein Jugendlicher bekommt eine Impfung

70 Prozent der Neuinfektionen in Israel gehen inzwischen auf die Mutante zurück, die Hälfte davon trifft Kinder.

(Foto: Reuters)

Tel Aviv/Berlin Die gefährliche Delta-Variante des Coronavirus zwingt jetzt auch Israel, seinen Öffnungskurs zu überdenken. So verschob die Regierung in Tel Aviv die Öffnung des Landes für Touristen aus dem Ausland von Juli auf August.

Selbst geimpfte Personen können nach Angaben des Gesundheitsministeriums wieder in Quarantäne geschickt werden, wenn sie mit der Delta-Mutante Kontakt hatten. Für die sich gerade erholende Wirtschaft sind das schlechte Nachrichten. Insbesondere der wichtige Technologiesektor sucht händeringend Fachkräfte und findet im Inland nicht genügend qualifizierte Bewerber.

Israel verzeichnete den zweiten Tag hintereinander mehr als 100 neue Corona-Fälle. Das ist der stärkste Anstieg seit April. Der neue Regierungschef Naftali Bennett sprach von einem „neuen Ausbruch“ und berief das zu Beginn der Pandemie gebildete Krisenkabinett wieder ein. Für die neue Regierung ist das die erste Bewährungsprobe.

Auch über eine erneute Maskenpflicht wird bereits diskutiert. Viele Israelis tragen bereits freiwillig wieder einen Mund-Nasen-Schutz. Erst in der vergangenen Woche wurde die Maskenpflicht in Innenräumen aufgehoben.

Das Land galt lange als Vorbild für einen erfolgreichen Kampf gegen die Pandemie. Kein anderes Land der Welt hat seine Bevölkerung so schnell geimpft wie Israel. Rund 65 Prozent der Gesamtbevölkerung sind inzwischen vollständig geschützt oder haben die Krankheit überwunden.

Schüler sind besonders gefährdet

Die Behörden konnten deshalb früher als anderswo etliche Beschränkungen für öffentliche Veranstaltungen wieder aufheben, und auch die Wirtschaft nahm wieder Fahrt auf. Dazu beigetragen hat auch der frühe Einsatz eines digitalen Impfpasses. Der Pass hat allerdings in den vergangenen Wochen seine Bedeutung verloren, weil auch Ungeimpfte immer mehr Freiheiten bekommen haben.

Lange lagen die Inzidenzzahlen im einstelligen Bereich. Jetzt sorgt jedoch die Delta-Variante für neue Verunsicherung vor allem unter Kindern und Jugendlichen. In einer Kleinstadt im Norden von Tel Aviv wurden 45 Schüler positiv auf das Virus getestet. 70 Prozent der Neuinfektionen in Israel gehen inzwischen auf die Mutante zurück, die Hälfte davon trifft Kinder.

Die Regierung versucht nun, mithilfe der Medien den Impfdruck insbesondere auf Teenager zu erhöhen. Einen Impfzwang gibt es in Israel zwar nicht, aber die Behörden können mit strikten Quarantänevorschriften mehr als sanften Druck ausüben. Schulen, Krankenhäuser und Altersheime haben zudem das Recht, nicht-geimpftes Personal auszuschließen.

Mehr: Rennen gegen die Zeit: Die zweite Impfung ist bei der Delta-Variante zentral

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1 Kommentar zu "Corona: Quarantäne für Geimpfte und keine Touristen: Delta-Variante zwingt Israel zur Kehrtwende"

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  • gem. Statistik John Hopkins Uni und anderer ist die Todesrate mit oder durch Covid in England seit April bei tägl. ca. 12 Personen und auch die Hospitalisierungsrate ist trotz der Delta Variante ohne nennenswerte Steigerung geblieben.
    Die Inzidenz ist doch völlig egal, wenn keine schweren Krankheitsverläufe sich daraus ergeben. Für Fakten ist aber eine hysterische Bevölkerung anscheinend weltweit nicht mehr empfänglich.

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