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Coronakrise Japans Wirtschaft noch stärker eingebrochen als angenommen

Der Rückgang der wirtschaftlichen Leistungen im zweiten Quartal ist der stärkste, den das Land seit 1980 verzeichnet hat. Japan steckt bereits in einer Rezession.
08.09.2020 - 07:28 Uhr Kommentieren
Die Wirtschaft in Japan ist hart von der Coronakrise getroffen. Quelle: AP
Japan

Die Wirtschaft in Japan ist hart von der Coronakrise getroffen.

(Foto: AP)

Tokio Japans Wirtschaft hat im Zuge der Coronakrise einen noch drastischeren Rekordeinbruch erlitten als bislang erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt sank im zweiten Quartal dieses Jahres – auf das Jahr hochgerechnet – um real 28,1 Prozent, wie die Regierung in Tokio am Dienstag auf Basis revidierter Daten bekanntgab.

Zunächst hatten die amtlichen Statistiker einen Rückgang um 27,8 Prozent ermittelt. Japans Wirtschaft war bereits in den beiden Vorquartalen geschrumpft und steckt damit in einer Rezession. Dass der Einbruch diesmal noch viel heftiger ausfallen würde, hatten Ökonomen allgemein erwartet.

Dafür sorgten vor allem sinkender Konsum: Separate Daten zeigten, dass die Haushaltsausgaben im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent zurückgingen, Analysten hatten mit einem Rückgang von 3,7 Prozent gerechnet. Die Löhne fielen im Juli zum fünften Mal in Folge, was auf einen anhaltenden Rückgang der Verbraucherausgaben hindeutet.

Der Rückgang der wirtschaftlichen Leistung im zweiten Quartal ist der stärkste, den das Land seit 1980, dem Beginn der Aufzeichnung vergleichbarer Daten, verzeichnet hat. Im Vergleich zum vorangegangenen Quartal ergab sich ein Minus von 7,9 Prozent statt der zunächst errechneten 7,8 Prozent.

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    Im laufenden Quartal rechnen Ökonomen zwar wieder mit einem Aufschwung, doch trübt die Sorge über eine neue Infektionswelle im Land die Erholungsaussichten. Experten nehmen an, dass es noch Jahre dauern wird, bis sich Japan vollständig von den Auswirkungen der globalen Pandemie erholt.

    Die neuen Daten werden einer der Schlüsselfaktoren sein, die die Bank of Japan (BOJ) bei ihrer Zinsüberprüfung kommende Woche zugrunde legen wird. Es wird allerdings allgemein erwartet, dass die Geldpolitik unverändert bleibt.

    Mehr: Der japanische Markt ist attraktiv und verglichen mit den USA auch günstig. Der Einstieg von Starinvestor Buffett könnte weitere Investoren anlocken.

    • dpa
    • rtr
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