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Coronakrise Mobile Roboter überwachen in Tunesien die Ausgangssperre

Kleine, schwarze Roboter patrouillieren die weitgehend leeren Straßen von Tunis. Menschen, die trotz Ausgangsperre unterwegs sind, werden zurechtgewiesen.
31.03.2020 - 03:35 Uhr Kommentieren
Mit den Roboterwagen kontrolliert Tunesien, ob die Ausgangssperre eingehalten wird.
Roboter

Mit den Roboterwagen kontrolliert Tunesien, ob die Ausgangssperre eingehalten wird.

Berlin So weit ist noch kein anderes Land gegangen und es sieht aus wie in einem Science-Fiction-Film: Mit kleinen fahrenden schwarzen Robotern lässt die Regierung in Tunesien die im Land geltende Ausgangssperre angesichts der Coronakrise überwachen.

Aus dem fahrbaren Vehikel ragt eine Rundum-Kamera, die beobachtet, ob Menschen gegen die Sicherheitsmaßnahmen verstoßen. Quasi als Polizisten sind die Fahrzeuge unterwegs und herrschen Menschen, die sie auf der Straße entdecken, mit harschen Worten an. „Wissen Sie, dass Ausgangssperre herrscht?“ oder „Was machen Sie hier?“ fragen die Robocops die wenigen Passanten auf den sonst weitgehend leeren Straßen in der Hauptstadt Tunis.

Wie die fahrenden Roboter arbeiten, zeigen Videos, die Tunesier auf Twitter teilen. In einer Szene züchtigt der Roboter einen Mann und fragt ihn: „Sind Sie sich der Sperre bewusst?“. Die Maschine will zudem wissen, wohin er geht. Nachdem der junge Mann erklärt, dass er Zigaretten kaufen will, sagt der Roboter, er solle „seine Zigaretten holen und nach Hause gehen. Beeilen Sie sich!“

In einem anderen Video wird eine Frau aufgeklärt: „Jeder ist verpflichtet, öffentliche Quarantäneverfahren anzuwenden und seine Wohnung nicht zu verlassen, um die Ausbreitung der Ansteckung zu begrenzen.“

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    Nach Angaben der Hersteller sind die P-Guard-Roboter fernbedient und verwenden mehrere Infrarotkameras, ein Lasertelemetrie-System und Wärmekameras. Laut tunesischer Medien werden sie seit dem Inkrafttreten der Sperre am 22. März in ganz Tunis vom Innenministerium eingesetzt.

    Nach Angaben der John-Hopkins-Universität gibt es in dem nordafrikanischen Land 362 bestätigte Infektionsfälle, zehn Menschen sind demnach infolge einer Corona-Ansteckung gestorben. Zur Eindämmung wurden Schulen, Universitäten, Cafés und Bars geschlossen. Das Land hat auch seine Land- und Seegrenzen abgeriegelt und setzte alle internationalen Flüge aus. Das Büro des Präsidenten hat außerdem verstärkte militärische Einsätze zur Durchsetzung der Beschränkungen angekündigt.

    Mehr: EU-Staaten versetzen ihre Armeen in den Bereitschaftsmodus.

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